Die Nachrichten – Modejahr 2014

Und nun die Modevoraussicht für 2014.

Die Farben nähern sich nach und nach so dem kacki und der Palmolive an, ganz modern auch die Ärmel im sechsunzwanzigachtel-Länge, gerne auch ein wenig weiter. Ganz trendy wird auch das sogenannte Stilhopping, bei dem man sich einen Stock in den Arsch steckt und die ganze Zeit hüpft. Gerade Models wie Marianne Modelle setzten so Zeichen. Große Designer wie Daisy Disegn setzten derzeit auch auf Körperbedeckung – eine ganz unerwartete Idee. Diesel Disain setzt gar auf Körpererwärmung! Wie dem auch sei.

Und nun das Wetter.

Es wird manchmal kalt, manchmal warm, gegen Abend manchmal regnerisch und sonnig und nochirgendwieanders, aber es wird Ihnen sicher nicht gefallen.

Und das wars auch schon wieder mit ihrem Nachrichtenmagazin. Es folgt „Bei Hütti aufm Sofa“, die Talkschow für Eltern mit Kinderbefall. Guten Abend.

Tausche Hirn gegen Stroh!

Letztens hat eine Freundin zu mir gesagt:

Manchmal würde ich mein Gehirn gerne gegen Stroh austauschen. Geht das? Nur mal so für ein paar Stunden? Damit ich nicht mehr denken muss?

Oh, ich weiß, was du meinst! Aber ich hätte dann lieber gerne Zuckerwatte statt Stroh. Stroh pickst so.

(Ps: Ich kann das Wort „Stoh“ (ähäm) einfach nicht tippen. Ich musste in diesen paar Sätzen jedes einzelne „Stro“ (genau) korrigieren, und jedes auf eine andere Weise.)

Und ich …

… in Gedanken so: Yey, fährste einfach die zwei Haltestellen, statt sie zu laufen! Und ich so in den Bus eingestiegen und dann ich so mitgefahren und geschwitzt, und dann biegt der plötzlich ab wegen Umleitung und hält erst am Ende der Stadt das nächste Mal. Da ich so dann ausgestiegen und ich so dann zehn Minuten gewartet und dann ich so zurück gefahren und dann ich so ne halbe Stunde gewartet, weil ich so Bus verpasst, und dann ich so in meinen Bus reingequetscht, weil sehr voll, und seitdem ich so nicht mehr so können voll korrekt formulieren.

Shit.

No Zeit, no Bock, no Blog.

Gut, „no Blog“ ist jetzt übertrieben, denn den Blog gibts ja noch, nur, dass er mal wieder Winterstarre hat… Im Herbst, wohlgemerkt. Er ist eben unabhängig von den Jahreszeiten.

Im Gegensatz zu den normalen Blogeinträgen waren die Wochenerkenntnisse nicht in Winterstarre. Sie waren am Absterben. Ab und zu haben sie sich noch geregt, aber bevor man mit voller Euphorie brüllen konnte „Es leeebt!“, war der Puls auch schon wieder weg. Ich hab euch mal vor dem Anblick der verwesenden und zuckenden Zombie-Erkenntnisse bewahrt und sie kurzerhand abgeschla… Äh, eingeschläfert. Eine Gedenkstelle gibts in der entsprechenden Wochenerkenntnisgruft. Seid nicht allzu traurig, vielleicht kommen sie irgendwann ja wieder. Immer schön sinnlos hoffen, meine Lieben, während ich die Weltherrschaft übernehme. Hähüwudähü! (Das ist die neue inoffizielle Weltherrscherlache, falls ihr sie noch nicht kennt. Wem die glaubhaft gelingt… Respekt! )

So, ich überlege gerade, ob noch irgendwas in diesen kurzen „Ja, ich leb noch“-Post reinsoll. Mir fällt nichts ein.
Also Ende im Gelände. (Ach du Scheiße, was für ein Gammelspruch. Schmerzen!)

Poesiegedanken, Fliegenmafia und allesistbeknackt

Ohhh, diese Welt ist so voller Poesieee! Wie poetisch Momente sein können… zum Beispiel wenn das Fahrrad, dass morgens auf dem Schulweg an einem vorbei fährt, das erste Mal Laub unter sich knistern lässt… oder wenn der Himmel mal wieder einfach nur total faszinierend aussieht. Oder man auf die Ampel da vorne zugeht, die immer abwechselnd rot und grün ist, und man rätselt, ob man bei rot oder grün ankommt. Oder wenn man von der großen Tür des Hauptgebäudes der Schule verschluckt wird. Oder wenn es klingelt und Frau Leichtnervös Blätter austeilt und man überall seinen Namen drauf schreibt und einem auf einmal klar wird, dass…

scheiße. Matheklausur. Die Flugbahn eines Golfes ist parabelförmig und hat folgende Funktionsformel. Wie weit vom Abschlagpunkt entfernt erreicht der Ball eine Höhe von 9 Metern? Ermittle rechnerisch. Konzentrieren, konzentrieren, kronzenpieren, krepieren. Einen sehr poetischen Ausdruck im Kopf haben: Ach scheiß doch der Hund drauf. Kurzes Kopfkino, dann abgeben.

Zu Hause reißen sie die hässliche alte Fußgängerholzbrücke ab und bauen sie genau so wieder hin, nur dass das Holz jetzt stabiler aussieht und drumherum alles erdig und dreckig ist. Typisch Bauarbeiter. Machen nichts sauber. Und schöner ist sie jetzt auch nicht geworden. Was für eine Verschwendung.

In der Tiefkühltruhe ist keine Pizza. Ich habe aber Hunger. Alles blöd. Ich werde griesgrämig.

Als meine kleine Schwester den Kopf in mein Zimmer steckt und ich sie ansehe, zieht sie ihn gleich wieder zurück und haut ab. Ach, den Blick mache ich also gerade.

Ich haue eine Fliege auf dem Tisch tot. In einem Anflug von Aggression, weil es keine Pizza gibt und meine Schwester mich gestört hat und die die Holzbrücke anders, aber nicht besser machen, habe ich zu fest zugeschlagen. Die Fliege ist zwar genauso tot, aber dafür auch meine Hand. Das lässt mich noch ärgerlicher werden und ich stöhne entnervt auf. Dann muss ich die Fliegenpampe vom Tisch wischen. Was fällt dem Viech eigentlich ein, mir erst um die Kopf zu brummen, mich dann vom Schreibtisch aus zu nerven, dann hier zu sterben und mir als letzte Hinterlassenschaft auch noch ihren Kadaver in einem ekligen Zustand auf dem Tisch zu verteilen?!! Eine kleine Stimme meldet sich, dass ich doch zumindest an den letzten beiden Punkten selber Schuld bin. Aber ich höre ihr nicht zu. Ich erwürge, erhänge, erschieße und vierteile diese Stimme. Ich hasse sie.

Und dann ist mein Schreibtisch so zugemüllt und alles ist voll unnützem Krams und das Taschentuch liegt da wegen der Fliegenschmiere und die Fliege ist daran schuld, dass der Schreibtisch vermüllt ist und weil der vermüllt ist, kann ich ja wohl auch keine Hausaufgaben machen, ist ja wohl klar. Also ich räume den Schreibtisch jetzt nicht auf. Das soll die Fliege machen. Ach ja, die habe ich ja umgebracht. Scheißbiest, warum stirbt das auch, wenn ich draufhaue, ich wollte es doch gar nicht ganz töten. Und warum hat es nicht vorher aufgeräumt? Es hasst mich.

Ich stehe am Fenster. Eine Fliege schwirrt mir um die Ohren. Eine Fliege, arghhh. Die hat die andere Fliege aus dem Jenseits geschickt, um Rache zu nehmen aber nein, dass lasse ich nicht auf mir sitzen. Ich lauer sie auf. Mordgelüste machen mich lebendig.  Nein, Fliege, du hast es nicht verdient, zu leben. Deine Sekunden sind gezählt, gleich, gleich bist du tot… sie setzt sich auf das Fenster und ich schlage zu.

Die Krönung wäre es gewesen, wenn das Glas gesplittert wäre. Hat es aber nicht. Es war nur sehr laut. Der blöde, stinkende, faule Köter hat sich erschrocken (geschieht ihm ganz Recht!) und danach war Fliegenleichenschmiere an meiner Hand und am Fenster und am Fenster war außerdem noch ein gut sichtbarer Handabdruck. Und das alles wegen der verkackten Fliege! Das kann ja wohl nicht sein…

Und meine Augen sind so müde und tun so weh und ich will doch nur schlafen.

Ich komme an dem Meerschweinchenkäfig vorbei. Ich wäre jetzt auch gern ein Meerschweinchen. Dann könnte ich immer schlafen und immer faul sein, wann ich will. Blöde Wutzen. Gestern hänge ich ihnen zwei Petersilienbünde von oben in den Käfig. Sie lieben das Zeug. Sie knabbern daran – aber huch, es hängt ja und schwingt zurück, wenn man dagegen stößt. Die dummen Dinger können das nicht einschätzen und haben voll Angst. Den ganzen Abend sind sie verängstigt, bis ich den Gedanken aufgebe, dass sie vielleicht noch dahinter kommen könnten. Dabei habe ich es nur gut gemeint. Warum können die sich nicht einfach mal freuen, wenn ich was für sie tue? Ich werde hier nur verarscht.

Und jetzt – das ist ja wohl der Gipfel – spielt meine kleine Schwester laut und falsch Klavier. Das klingt so schrecklich. Ich werde jetzt zu ihr gehen und ihr den Kopf abreißen wegen den Fliegen, die sie zu mir geschickt hat und der Brücke, die sie nicht schöner gemacht hat, und weil sie meinen Schreibtisch zugemüllt hat und weil sie alle Pizzen versteckt hat und weil sie mich müde gemacht hat und weil sie den Meerschweinchen gesagt hat, sie sollen sich nicht über meine Bemühungen freuen. Diese freche, kleine Göre, warum tut sie mir das an?

„Sina? Üb doch mal bitte ein bisschen Klavier, ja?“

NEIN, Mama! Wieso hasst du das Klavier so? Es hat dir nichts getan! Warum musst du es so hart bestrafen…

Und mein kleiner Bruder schießt einen Ball gegen die Tür. Das ist laut und scheppert und nervig. Und nochmal.

Und dann lese ich auf einem eigentlich tollen Blog, dass intelligente Leute oft so griesgrämig sind und „alternativ begabte“ oft so sonnig und die schönere Gesellschaft. Aber warum sollte ich mich angesprochen fühlen, ich bin ja gar nicht griesgrämig, üüüberhauuupt nicht, neee…

Und der Ball meines Bruders fliegt wieder gegen meine Tür. Ich höre ihn kichern.

Gleich schreie ich.

Und jetzt muss dieser Text einen Schluss kriegen, verdammt noch mal, aber mir fällt nichts ein, was diesen Text abrunden könnte… haha, rund, haha, als ob irgendetwas rund ginge, haha… Das macht mich aggressiv, dass mir kein Schluss einfällt, das ist die Fliege dran schuld, und meine Schwester, und Mama, und… Ich schlage gleich den PC ein, ich muss was zerstören, vielleicht zerlege ich ja auch die Festplatte meines Bruders, der ist eh immer blöd zu mir… Ja, genau, das mache ich. HA! So, erst noch mal speichern…

Weltbewegendes aus meinen Mails

Aufgabe: Finde in diesen Abschnitten aus meinen Mails der letzten Zeit irgendetwas, das die Bezeichnung „wissenswert“ verdient. Findest du etwas, schreibe es in den Kommentar und du kriegst was von mir geschenkt. Was, kommt auf die spezifische Person an.

Es ist noch was ganz schreckliches passiert. Meine Lieblingshose ist kaputt gegangen. Am Knie. Das könnte daran liegen, dass ich sie jetzt seit einem Jahr fast jeden Tag an habe. Sie war perfekt, hat zu allem gepasst und war gemütlich. Und jetzt ist sie kaputt. Heute morgen stand ich vor meinem Kleiderschrank und war komplett vor den Kopf gestoßen und wusste nicht, was ich anziehen sollte. (24.04.12, an meine Patin)

Please verify your email address by clicking the link below. This confirms that your email address is correct so that we can use it to help you recover your password in the future, should you ever need to do so. (21.05.12, von Nokia)

Ich habe mich gestern Nacht bis 12 Uhr mit dieser Bettdecke von Oma beschäftigt: Sie blinkt. Nein ist kein Scherz, ich habe da gelegen, mich bewegt und plötzlich blinkt meine Decke GRÜN auf!!! Hallo?? Bin ich den blöd? Dann hat sie immer wieder geblinkt, besonders wenn man sie bewegt hat :DDD Das war witzig mit meiner kleinen Schwester da zu liegen und eine blinkende Bettdecke anzusehen!!! Oh man, schon komisch. (09.04.12, von Annika)

Muss jetzt noch den weiterführenden Schreibauftrag in Deutsch machen und den Vortrag in Musik beenden… (15.04.12, an Annika)

Zahlt alles Mama. (08.05.12, an Großbruder)

In Paris war es einfach nur unglaublich! Alles da war anders. Es war tierisch voll, ungeordnet und laut! Überall waren Menschen, überall waren Busse, Autos, Brasserien, Schwarzverkäufer, Touristen, alte Gebäude, Bushaltestellen und Geräusche. (07.04.12, von Annika)

Je t’embrasse aussi, mais je t’interdis de parler an francais en „vacances“! English is much better than this bullshit. Did I ever say that I hate French? I’m so happy that I don’t have to hear this for a short time and what happens? Smilla comes and writes it in her mail! FAIL! (25.03.12, an Smilla)

Ich hab letztens Klassenkameraden getroffen, der macht im Vermessungsamt und die Beamten sind scheißenfaul. Die säßen den ganzen Tag nur rum, würden ab und zu mal zwei Pläne ausdrucken und sonst nur Fressen und mit komischen Bällen spielen! Jetzt weiß ich auch was ich mal werde, wenn ich fürs Nichtstun Geld kriegen will!! ^^ (26.03.12, von Smilla)

Hallo,
schön, dass Du dabei bist und mit uns zusammen unvergessliche Tage im Camp verbringen wirst. Diese E-Mail bestätigt Deine verbindliche Teilnahme.
Weitere Infos rund um das Camp und die Rechnung folgen. (30.04.12, von der Kirche)

Liebe Frau Sina,
sind Sie Single? Dann könnte Ihnen im Mai durchaus etwas blühen: In keinem anderen Monat finden sich so viele Pärchen! Schuld daran soll ein vom Sonnenlicht ausgelöster Hormoncocktail aus Seratonin, Endorphinen, Noradrenalin, Testosteron und Östrogen sein, der uns gleichermaßen aufgeschlossen wie unwiderstehlich macht. Und das ist auf jeden Fall eine gute Grundlage für erfolgreiche Flirts. Schon fast überzeugt? Dann nutzen Sie den singlefreundlichen Wonnemonat – und geben Sie den Schmetterlingen eine Chance! (12.05.12, von irgendner Spammailadresse)

Und? Fündig geworden? :D

Die drei schönsten Zitate der letzten Zeit

  1.  Wenn ich Sicherheit habe, dann bin ich wie ein Feuerwerk. Dann kann ich alles. Und er gibt mir diese Sicherheit. (Gitarristenfreundin)
  2. Tja, manche Leute reden über andere und wissen gar nicht, dass sie eigentlich sich selbst meinen. (Frau von Luxuslärmkonzert)
  3. Ich weiß, wo dein Haus schwimmt. (Kleinbruder)