Lebenshinterfragungen

Heute kam ich von der Schule und mein Leben war unglaublich anstrengend. All meine Aufgaben, die Leute, die Rolle, die ich in allem spiele … Ich grübelte über weitreichende Veränderungen nach. Es würde definitiv eine neue Perspektive in meinem Leben geben, eine neue Orientierung, eine ganz andere Art und Weise des Seins. Es wäre das einzig richtige, die Weiterentwicklung, die schon lange überfällig ist. Egal, wie hart es werden würde, ich würde es tun.

Dann hab ich zwei Stunden geschlafen.

Seitdem gehts mir wieder gut. Habe ne halbe Packung Tomaten gegessen und mit meiner Familie über Erbschaft im informatischen Verständnis diskutiert. Morgen Geburtstag von nem Kumpel feiern. Mein Leben ist schön.

Der Mann mit dem Buch über sich selbst

Im Bus saß ein Mann, der ein Buch über sich selbst las. Zumindest war er der Mann auf dem Cover. Wenn er es nicht war, dann war es zumindest sein eineiiger Zwilling. Oder sein Klon.

Er sah dem Mann auf dem Cover des Buches auf jeden Fall zum Verwechseln ähnlich. Und er las das Buch sehr interessiert. Ich weiß nicht, warum er das gelesen hat. Vielleicht will er das Buch veröffentlichen und er hat es ein letztes Mal gegengelesen, bevor es in den Druck geht. Oder jemand hat heimlich eine Biographie über ihn geschrieben, die er dann zufällig in einem Buchladen gesehen hat. Oder er findet sich einfach geil und ließt sein Buch jetzt einfach selbst – zum achten Mal. Weil es kein anderer ließt.

Jedenfalls hat der Mann ein Buch über sich selbst gelesen – und ich hab ihn dabei erwischt.

… dachte ich zumindest. Als er das Buch kurz vorm Aussteigen eingepackt hat, habe ich feststellen müssen, dass er doch nicht so ganz genau aussah wie der Mann auf dem Cover. Aber das verdränge ich jetzt einfach mal. Weil ich die Vorstellung zu gut finde – ein Mann, der im Bus ein Buch über sich selbst ließt. Ich feier das.

Dialog

„Sina? Hast du Chips oder so? Irgendwas salziges.“
„Nö.“
„Gehst du zum Edeka und kaufst was?“
„Nö. Geh du doch und bring mir was mit.“
„Nö.“
„Ich muss noch Wäsche aufhängen.“
„Dann häng ich für dich Wäsche auf und du gehst zum Edeka.“
„Nö. – Okay, doch.“

„Warte mal. Ich geh zum Edeka und du hängst Wäsche auf und machst den Meerschweinchenkäfig.“
„Nö.“
„Okay, nur den Meerschweinchenkäfig.“
„Nö.“
„Nö.“
„Nö. – Okay, doch.“
„Gut. Krieg ich dann jetzt Geld?“
„Nö.“
„Für die Chips.“
„Okay, doch.“

„Du bist ja immer noch nicht los.“
„Nö.“
„Ich will Aufpreis für die Verspätung.“
„Nö.“
„Nö?“
„Nö. – Okay, doch. Ich renne bis zur Hausecke.“
„Okay. Das gibt mir die Illusion, dass du dich beeilst.“
„Genau.“

Jetzt mal ganz hypothetisch…

… wenn man ganz viel Anti-Schuppen-Shampoo ins Meer kippen würde, würden dann alle Fische sterben? Weil sie ihre Schuppen verlieren?

(Jaja, Abendessen im Hause Sina war wieder mal sehr unterhaltsam. ;-))

Das Kleingedruckte

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