Manchmal

Für so einige Freunde und für einen ganz besonders

Manchmal kann ich dich nicht leiden, weil du besser bist als ich, dein ganzes Leben so viel besser läuft als meines, und ich immer noch nicht gelernt habe, nicht zu vergleichen. Ein bisschen besser bin ich darin vielleicht schon geworden, ein ganz bisschen, aber nicht viel. In vielem sind wir uns so ähnlich, und manchmal gönne ich dir deine Erfolge nicht. Nicht, weil du sie nicht haben sollst, sondern weil ich sie auch will. Manchmal mag ich dich nicht, weil ich unzufrieden mit meinem eigenen Leben bin.

Manchmal nervst du mich an den Stellen, wo du anders bist als ich, wo ich dich nicht berechnen kann und du Dinge tust, die mir nicht in den Kram passen. Da bin ich eine Strategin. Überlege mir genau, wie alles laufen soll, und dann machst du einfach irgendetwas anders als ich dachte. Und dann nervst du mich, weil ich immer noch nicht gelernt habe, spontan meine gescheiterten Pläne links liegen zu lassen und mich auf das Neue einzulassen. Manchmal mag ich dich nicht, weil ich lieber die Kontrolle über alles behalten würde.

Manchmal hab ich auch einfach Angst vor dir. Weil du mir so nahe stehst und deine Worte mir so wichtig sind, kannst du mich mit ein paar Sätzen sehr verletzen – egal, ob es nur deine Empfindung oder die Wahrheit ist. Ich weiß, dass du sagen wirst, was du denkst, auch wenn es mir nicht passt. Und ich habe immer noch nicht gelernt, Spannungen in Freundschaften auszuhalten. Manchmal mag ich dich nicht, weil ich ständig vergesse, dass ich dir wertvoll bin, selbst wenn ich Fehler mache.

Und dann wieder sehe ich die tausend wundervollen Kleinigkeiten in dem, wie du mit mir und wir miteinander sind. Ich bin ein zerbrochener Mensch und du genauso. Was für ein Schatz, dass wir uns aushalten und so sehr mögen.

Manchmal, da denke ich, dass mich an dir was stört, wo mich in Wirklichkeit etwas an mir selbst stört.
Aber weißt du was? Das ändert nichts daran, dass ich – wie als Grundlage darunter, eine schlichte, gültige Wahrheit –

so unendlich dankbar für dich bin.

Die Brücken hinter mir

Ich streife durch die Heimat, durch heimatliche Orte, Orte voller Bedeutung und Erinnerung.

Irgendwie ist da so ein Loch.

Da ist so ein Loch, wo Heimat hingehört.

Ein bisschen schon immer. So etwas passiert, wenn man seine gesamte Kindheit und Teenagerjahre in einer so genannten „Übergangslösung“ wohnt. Trotzdem war es nun mal immer dasselbe Dorf und es war auch immer dieselbe Stadt, in die ich für Schule, Kirche, alles gefahren bin. Irgendwie ist das trotzdem Heimat. Und durch diese Heimat streife ich

und es tut weh.

All das, was kaputt gegangen ist, tut weh.

So viele Freunde, die nun weg sind, ob Kontaktabbruch aus irgendeinem Grund, weggezogen oder tot. Die Kirche, die ebenfalls ein Zuhause war und nun zerrüttet ist und nichts übrig ist als etwas, zu dem ich kaum noch Bezug finden kann. Meine Familie, in der sich so viel verändert hat, manches gut, manches schlecht, vieles herausfordernd. Große Bauunternehmen verändern das äußere Erscheinungsbild stetig. Meine Heimat wird mehr und mehr etwas, was – wenn überhaupt – nur noch in meiner Erinnerung existieren kann.

Ich gehe durch die Straßen und nehme Abschied, Ort für Ort, von allem, was dort passiert ist, was ich damit verbinde, wer dort einmal war oder vielleicht noch ist. Ich nehme Abschied und bin traurig. Traurig sein ist wichtig. Ich bin oft zu wenig traurig. Aber jetzt bin ich traurig. Jetzt ist okay, ganz in Ruhe zu spüren, wie sehr es weh tut.

Ich werde noch ein wenig hier bleiben. Hier, wo es weh tut. Es ist gut, hier zu sein. Und dann, bald schon,

geht es weiter.

Da ist ein Junge

Kleine Gedanken eines Abends, an dem ich spät nach Hause gekommen bin und mich ganz friedlich gefühlt habe.

Da ist ein Junge.

Er und ich haben letztens zusammen eine Übung gemacht. Wir sollten etwas ausprobieren. Es war ziemlich lustig und wir haben beide etwas erkannt. Es war ein klitzekleines Erlebnis, das wir nun teilen. Vorher war da eine Aufgabenstellung, nachher war da ein „Er und Ich“.

Da ist ein Junge,

und heute hat er mich angelächelt und auf mich gewartet. Er hat gewartet, bis ich mir meine Jacke und meinen Schal und meine Mütze angezogen hatte, bis ich meine Mappe und meine Flasche in meinen Rucksack gepackt hatte, bis ich den Rucksack aufgesetzt hatte und fertig gewesen war. Dann sind wir beinahe schweigend die halbe Minute bis zu meinem Fahrrad gegangen. Ich hab mich gefragt, ob er auf mich gewartet hat, um mir noch etwas zu sagen. Aber er hat mir nur eine gute Heimfahrt gewünscht. Dann war er weg.

Da ist ein Junge,

und ich bin ein Mädchen. Mit einem Mädchenherz. Ein Mädchenherz, das ein bisschen wärmer und größer wird, einfach nur, weil da ein Junge ist, der mich anlächelt und auf mich wartet.

Ich weiß nicht, ob er etwas sagen wollte und sich nur nicht getraut hat.
Ich finde es gut, dass er nichts gesagt hat. Es gab nichts, was ich hören wollte. Es gab nichts, auf das ich antworten wollte.

Da ist ein Junge, und er hat heute mein Herz warm gemacht und wahrscheinlich keine Ahnung davon. Das ist auch gut so. Ich bin ein Mädchen, und ich bin leicht zu beeindrucken. Aber das braucht ja keiner wissen. Ich lasse mich gerne beeindrucken, und dann behalte ich es für mich.

Ich bin ein Mädchen, und jetzt gehe ich schlafen. Morgen ist ein neuer Tag.

Ein Luftballon aus Licht

Frost liegt über der Stadt. Er durchdringt den Boden, lässt die Luft klirren und die Autos glitzern. Viele Fenster sind warm erleuchtet. Ich pflücke mir eins und laufe mit einem Luftballon aus Licht durch die Straßen. Bäume stehen dort wie stille Tänzer in Startposition, scheinen zu warten auf Musik und Wind und Frühling. Ein paar Jugendliche mit lauten Stimmen verschwinden in einer trüben Einfahrt zwischen steif herab geneigten Häusern. Ein Bus rauscht vorbei und es wird wieder still. Auf dem Asphalt schimmern kleine Eiskristalle weiß im Laternenlicht.

Ich fühle mich, als würde ich durch ein Gemälde laufen. Oder durch ein Gedicht. Meine Hand wird kalt und ich nehme die Schnur meines Luftballons aus Licht in die andere Hand.

Es ist still. Diese Stille ist so schön, weil niemand sie füllen muss. Alles, was ist, ist schon genug: Die Fenster, die Bäume, die Straßen, der Frost. Dazwischen laufe ich. Ich muss lächeln, weil ich mich an die Reaktionen anderer Menschen auf solche Gedankenbilder erinnere, wenn ich es doch mal gewagt und sie ausgesprochen habe. „Typisch Sina: Bäume sind auf einmal Tänzer, erleuchtete Fenster kann man pflücken und die Welt ist ein Kunstwerk.“ Aber so ist es nunmal auch! Es ist eben eine stille Freude. Ich erdenke Farben und Stimmung und Worte und umspinne damit die Stadt und die Straßen. Mein Publikum ist mein Herz. Alles hier ist sich selbst genug, und in diesem Moment bin ich mir das auch.

Zuhause, ich komme zu Hause an. Ich lasse meinen Luftballon in den Nachthimmel steigen und sehe ihm nach, bis ich ihn von den Sternen nicht mehr unterscheiden kann.

durch die Schattentage gehen

Wenn ich in letzter Zeit in den Spiegel gucke, dann erschrecke ich mich manchmal. Ich bin so dünn geworden. Mein Gesicht ist schmaler, meine Schultern zeichnen jeden Knochen ab und ich kann meine Rippen zählen. Und ich bin so blass – waren meine Augen schon immer so dunkel? Müde, geschafft. Ich sehe ein bisschen aus wie eine Blume, die zu wenig Wasser bekommen hat.

Ja, es war mal wieder viel, was ich in letzter Zeit mit mir herumzutragen hatte. Viel, mit dem ich gekämpft habe. Das geht jetzt schon einige Jahre so: Ein Kampf folgt dem anderen. Ich warte auf eine Zeit, wo es einfach mal okay ist. Wo ich nicht so stark sein muss. So viel stärker und mutiger, als ich mich fühle.

Manchmal träume ich dunkle Geschichten, in denen ich etwas Schlimmes verhindern muss und nicht weiß, wie. Dann wache ich hilflos und verzweifelt auf und komme kaum wieder im echten Leben an. Gestern war mal wieder so eine Nacht, und heute ist mal wieder so ein Tag: So ein Schattentag. Irgendwie wird es einfach nicht hell in mir. Das war jetzt monatelang normal, aber die letzte Woche war doch endlich mal gut. Warum ist es jetzt wieder dunkel? Ich will nicht zurück. Ich will nach vorne, ich will, dass es hell wird.

Meine Mama sagt, das ist normal. Schattentage gibts auch auf dem Weg der Besserung. Ich glaube ihr.

Immer wieder bin ich dankbar. In den letzten Wochen fällt mir immer wieder auf, wie gut sich Gott doch um mich gekümmert hat in all den Schattenjahren hinter mir. Ich sehe das an einer Freundin, der es jetzt so geht wie mir vor einiger Zeit. Ich sehe, dass ich da auch war, wie ich war, wie ich kaum Hoffnung gefunden habe und wie mich diese Zeit im Rückblick doch stärker, verständiger und liebevoller gemacht hat.

Und ich bin dankbar für all die kleinen Dinge. Jede Nacht, die ich gut schlafe. Jeder Tag, an dem ich mich lebendig fühle. Freue mich über Sonnenstrahlen und den Mond, über Primeln und Grünspechte, über die Vorlesestimme von Gert Heidenreich und über die unzähligen Knuddler meiner geduldigen Freunde. Letzte Woche, da haben wir zusammen Musik gemacht, und ich hab mich mal voll was getraut. Das war gut. Dafür bin ich auch dankbar. Dankbarkeit ist meine Stärke, das weiß ich.

Ich bin wie ein Kind. Wie ein kleines Kind. Ich kann nicht groß planen, weil ich nie weiß, wie es weitergeht. Ich kann nur jeden Tag nehmen, wie er kommt. Und ich weiß von mir, dass ich mich freue, wann immer es geht, und dass ich mit leeren, bedürftigen Händen alles annehme, was mir gegeben wird.

Es wird mich stark machen. Das weiß ich. Jetzt muss ich es nur noch glauben.

Fassadenkultur

Aus dem Malaysia-Archiv

Es ist eine Beziehungskultur, hieß es. All die Schamkulturen – die größten Teile von Afrika, Asien – sind Kulturen, wo Beziehung sehr hoch steht, höher als bei uns. Sind gastfreundlicher. Wärmer.

Mir ist hier kalt.

Ich komme mir vor wie in einer eingespielten Choreographie. Ja, auf den ersten Blick ist da diese Gastfreundschaft, und wir werden eingeladen. Die Menschen reden mit uns, sind neugierig, und es scheint, als wären die Menschen hier bei weitem nicht so fremdenabweisend wie bei uns.

Aber dann fühlt es sich an, als würde der Ruf und die Fassade wichtiger geachtet werden als eine Beziehung. Nicht ehrlich wird dem anderen das Herz und die Gefühle gezeigt, sondern immer nur die Fassade, die Fassade, und man schleicht um die des anderen vorsichtig herum, um sie ja nicht zu zerstören – das ist Respekt – und erwartet auf der anderen Seite dasselbe für sich.

Respekt, das kommt auch aus Hierarchie. Und wir, wir sind ganz unten, denn wir sind neu, sind deutsch, sind anders, kommen als die Freiwilligen. Auf die anderen herabzublicken, das ist hier nicht arrogant. Das ist normal, sobald man höher steht. Ganz unten zu sein, das heißt, sich von allen alles sagen lassen zu müssen. Das heißt, keine Bewegungsfreiheit zugestanden zu bekommen. Das heißt, nicht gesehen und wertgeschätzt zu werden in seinen Stärken oder geschweige denn ihnen entsprechend eingesetzt zu werden – das steht uns noch nicht zu.

Etwas verwirrt haben wir uns am Anfang umgeschaut, als keiner uns für unseren Einsatz wertgeschätzt, respektiert oder uns gedankt hat. So ist Deutschland: Bitte bitte setz dich ein, wir brauchen dich, und tausend Mal danke und du hast das so gut gemacht. Aber hier ist es anders. Hier tut man und tut und das Feedback bleibt aus, aller Einsatz und Arbeit wird für selbstverständlich genommen und gelobt wird nur ganz selten.

Deutschland ist so warm.

Von außen mag es kälter erscheinen – Fremden gegenüber wird mehr auf Distanz gegangen. Distanz ist in Deutschland ein Zeichen von Respekt. Kritisiert wird so viel offener, manchmal ohne Rücksicht auf die Gefühle des anderen.

Aber auch gelobt, ermutigt wird so viel offener. Ehrlichkeit steht so viel höher im Kurs, und die ganze eingespielte Choreographie von Malaysia gibt es bei uns nicht so sehr. Ich habe das Gefühl, so viel schneller nah an Menschen heran zu kommen, denn Ruf und Fassade stehen nicht so sehr im Weg. Und man lässt einen jungen Menschen, der sich einsetzen will, tun. Junge Leute können Leiter werden und kreative Ideen haben einen Platz und werden wertgeschätzt. Kritik dient zum Verbessern der Effektivität.

Deutschland ist ein Land mit einer hohen Arbeitsmoral. Bei uns muss alles effektiv erledigt werden. In seinem Job arbeitet der Deutsche vergleichsweise hart. Dann kommt er nach Hause und ruht sich aus. Der Job ist vorbei. Feierabend. Die Zeit für sich selbst wird von anderen geachtet, und nimmt man sie für irgendwelche Versammlungen in Anspruch, so sorgt man dafür, sie so kurz und effektiv wie möglich zu halten – so respektiert man den anderen.

Hier ist man viel freier, diese Zeit anzurühren. In ihrem Job arbeiten Malaysier nicht so hart. Effektivität ist zwar ein Thema, aber es ist wie eine Fremdsprache, die sie erst erlernen. So tun sie oft Dinge, die nicht so richtig zielführend sind. Malaysier sind länger auf der Arbeit, haben mehr Versammlungen, sind viel mehr unterwegs. Sie wissen nicht, wie man sich ausruht. In ihrem Selbstbild arbeiten sie unglaublich hart. Den ganzen Tag! Mehr als Deutsche. Die wollen sich ja ausruhen.

Wir Deutsche widersprechen nicht.

Malaysia ist ein Land der Fassade, und so wie der Ruf dazu gehört und mehr angesehen wird als der Mensch als ganzes, so tun sie es auch in der Medizin. Beschwert sich der Körper durch irgendwelche Schmerzen, ist im Körper etwas falsch. Dass der Mensch als ganzes funktioniert und die Seele sich auf den Körper und umgekehrt auswirkt, das wissen sie hier nicht wirklich. Auch, woran man den Wert eines Menschen misst. Hier bringen sich Schüler wegen zu schlechter Zeugnisse um, denn es wird mit viel Druck gearbeitet, und die Eltern, die ja in der Hierarchie viel höher stehen, erwarten gute Noten. Die Noten messen den Menschen.

Es soll eine Beziehungskultur sein, ja, aber es fühlt sich an, als wäre es hier nur von außen warm. Jetzt, wo ich langsam ein bisschen beginne, hineinzukommen, wird es ganz kalt hier. Vielleicht wird es ja wieder warm, wenn man wirklich dazu gehört. Ich weiß es nicht.

Eine Fassadenkultur, und ich stehe nur davor.

wenn es zwischen uns anders wäre

Was wäre, wenn es anders wäre zwischen uns?

Was wäre, wenn du krank werden würdest? Schwer krank. Und dann hättest du nur noch kurze Zeit zu leben. Und du würdest zu mir sagen: „Sina, ich werde sterben.“ Alle Gedanken an die Zukunft wären weg, weil es ja keine gibt. Und du würdest sagen – oder dein bester Freund, weil du dich nicht traust – dass du dir noch einen Kuss wünscht, einen Kuss von mir, einen Kuss bevor du stirbst. Und dann würde ich dich küssen und der Kuss würde einen ganzen langen Abend dauern. Kein Gedanke an Morgen. Nicht mehr rational sein. Loslassen.

Was wäre, wenn ich auf einmal aus irgendeinem Grund blind wäre? Würdest du für mich da sein wollen? Würdest du mir helfen, auch wenn ich deine Lebenswelt zur Hälfte verlassen hätte? Vielleicht würden wir spazieren gehen und ich müsste mich an deinem Arm oder an deiner Hand festhalten, weil ich ja nichts sehe. Das würde ich sehr genießen. Ich würde deine Mimik nicht erkennen können, du aber meine. Du würdest an meiner Mimik sehen, dass ich verliebt in dich bin, und ich würde es daran sehen, dass du dich um mich kümmerst und mit mir spazieren gehst.

Was wäre, wenn wir uns in fünf oder zehn Jahren wiedertreffen würden und alles hätte sich verändert? In der Zwischenzeit Erfolge und Enttäuschungen, und wir beide gereift und immer noch (vielleicht wieder) allein. Und der andere hätte für uns auf einmal ein ganz anderes Gewicht, neue Perspektiven, neue Sehnsüchte, früher so wichtiges ist jetzt egal. Und dann wäre es ganz einfach: Du und ich. Ganz klar. Auf einmal würde es passen. Und dann gäbe es eine Berührung, ein Gespräch, ein Kuss, lang gereift wie guter Wein und jetzt so köstlich wie es früher niemals möglich gewesen wäre.

Was wäre, wenn du einfach ein bisschen anders wärst und ich einfach ein bisschen anders wäre und die Situation einfach ein bisschen anders wäre und „du und ich“ auf einmal ganz echt und ganz richtig wäre?

Was wäre, wenn völlig egal ist, was dann wäre?

Ich sage: Hallo.

Ich sag dir Hallo im hier und jetzt, wo du bist, wie du bist, und ich bin, wie ich bin, und zwischen uns nicht mehr ist als das, was da nun mal ist. Ich sag dir Hallo, weil du ein echter Mensch bist und keine Gedankenspielfigur. Ich sag dir Hallo und freu mich so sehr, dass du da bist. Dass es dich gibt. So wie du bist. Einfach nur du.

Und ich sage Hallo, weil „Hallo“ ein Beginn ist. Der Beginn einer Begegnung. Der Beginn von dem „du und ich“, das real ist.

Du und ich.

Hallo!

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Ein Text aus der Reihe der mittelmäßg wahren Geschichten. Ähnlichkeiten lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.