Poesiegedanken, Fliegenmafia und allesistbeknackt

Ohhh, diese Welt ist so voller Poesieee! Wie poetisch Momente sein können… zum Beispiel wenn das Fahrrad, dass morgens auf dem Schulweg an einem vorbei fährt, das erste Mal Laub unter sich knistern lässt… oder wenn der Himmel mal wieder einfach nur total faszinierend aussieht. Oder man auf die Ampel da vorne zugeht, die immer abwechselnd rot und grün ist, und man rätselt, ob man bei rot oder grün ankommt. Oder wenn man von der großen Tür des Hauptgebäudes der Schule verschluckt wird. Oder wenn es klingelt und Frau Leichtnervös Blätter austeilt und man überall seinen Namen drauf schreibt und einem auf einmal klar wird, dass…

scheiße. Matheklausur. Die Flugbahn eines Golfes ist parabelförmig und hat folgende Funktionsformel. Wie weit vom Abschlagpunkt entfernt erreicht der Ball eine Höhe von 9 Metern? Ermittle rechnerisch. Konzentrieren, konzentrieren, kronzenpieren, krepieren. Einen sehr poetischen Ausdruck im Kopf haben: Ach scheiß doch der Hund drauf. Kurzes Kopfkino, dann abgeben.

Zu Hause reißen sie die hässliche alte Fußgängerholzbrücke ab und bauen sie genau so wieder hin, nur dass das Holz jetzt stabiler aussieht und drumherum alles erdig und dreckig ist. Typisch Bauarbeiter. Machen nichts sauber. Und schöner ist sie jetzt auch nicht geworden. Was für eine Verschwendung.

In der Tiefkühltruhe ist keine Pizza. Ich habe aber Hunger. Alles blöd. Ich werde griesgrämig.

Als meine kleine Schwester den Kopf in mein Zimmer steckt und ich sie ansehe, zieht sie ihn gleich wieder zurück und haut ab. Ach, den Blick mache ich also gerade.

Ich haue eine Fliege auf dem Tisch tot. In einem Anflug von Aggression, weil es keine Pizza gibt und meine Schwester mich gestört hat und die die Holzbrücke anders, aber nicht besser machen, habe ich zu fest zugeschlagen. Die Fliege ist zwar genauso tot, aber dafür auch meine Hand. Das lässt mich noch ärgerlicher werden und ich stöhne entnervt auf. Dann muss ich die Fliegenpampe vom Tisch wischen. Was fällt dem Viech eigentlich ein, mir erst um die Kopf zu brummen, mich dann vom Schreibtisch aus zu nerven, dann hier zu sterben und mir als letzte Hinterlassenschaft auch noch ihren Kadaver in einem ekligen Zustand auf dem Tisch zu verteilen?!! Eine kleine Stimme meldet sich, dass ich doch zumindest an den letzten beiden Punkten selber Schuld bin. Aber ich höre ihr nicht zu. Ich erwürge, erhänge, erschieße und vierteile diese Stimme. Ich hasse sie.

Und dann ist mein Schreibtisch so zugemüllt und alles ist voll unnützem Krams und das Taschentuch liegt da wegen der Fliegenschmiere und die Fliege ist daran schuld, dass der Schreibtisch vermüllt ist und weil der vermüllt ist, kann ich ja wohl auch keine Hausaufgaben machen, ist ja wohl klar. Also ich räume den Schreibtisch jetzt nicht auf. Das soll die Fliege machen. Ach ja, die habe ich ja umgebracht. Scheißbiest, warum stirbt das auch, wenn ich draufhaue, ich wollte es doch gar nicht ganz töten. Und warum hat es nicht vorher aufgeräumt? Es hasst mich.

Ich stehe am Fenster. Eine Fliege schwirrt mir um die Ohren. Eine Fliege, arghhh. Die hat die andere Fliege aus dem Jenseits geschickt, um Rache zu nehmen aber nein, dass lasse ich nicht auf mir sitzen. Ich lauer sie auf. Mordgelüste machen mich lebendig.  Nein, Fliege, du hast es nicht verdient, zu leben. Deine Sekunden sind gezählt, gleich, gleich bist du tot… sie setzt sich auf das Fenster und ich schlage zu.

Die Krönung wäre es gewesen, wenn das Glas gesplittert wäre. Hat es aber nicht. Es war nur sehr laut. Der blöde, stinkende, faule Köter hat sich erschrocken (geschieht ihm ganz Recht!) und danach war Fliegenleichenschmiere an meiner Hand und am Fenster und am Fenster war außerdem noch ein gut sichtbarer Handabdruck. Und das alles wegen der verkackten Fliege! Das kann ja wohl nicht sein…

Und meine Augen sind so müde und tun so weh und ich will doch nur schlafen.

Ich komme an dem Meerschweinchenkäfig vorbei. Ich wäre jetzt auch gern ein Meerschweinchen. Dann könnte ich immer schlafen und immer faul sein, wann ich will. Blöde Wutzen. Gestern hänge ich ihnen zwei Petersilienbünde von oben in den Käfig. Sie lieben das Zeug. Sie knabbern daran – aber huch, es hängt ja und schwingt zurück, wenn man dagegen stößt. Die dummen Dinger können das nicht einschätzen und haben voll Angst. Den ganzen Abend sind sie verängstigt, bis ich den Gedanken aufgebe, dass sie vielleicht noch dahinter kommen könnten. Dabei habe ich es nur gut gemeint. Warum können die sich nicht einfach mal freuen, wenn ich was für sie tue? Ich werde hier nur verarscht.

Und jetzt – das ist ja wohl der Gipfel – spielt meine kleine Schwester laut und falsch Klavier. Das klingt so schrecklich. Ich werde jetzt zu ihr gehen und ihr den Kopf abreißen wegen den Fliegen, die sie zu mir geschickt hat und der Brücke, die sie nicht schöner gemacht hat, und weil sie meinen Schreibtisch zugemüllt hat und weil sie alle Pizzen versteckt hat und weil sie mich müde gemacht hat und weil sie den Meerschweinchen gesagt hat, sie sollen sich nicht über meine Bemühungen freuen. Diese freche, kleine Göre, warum tut sie mir das an?

„Sina? Üb doch mal bitte ein bisschen Klavier, ja?“

NEIN, Mama! Wieso hasst du das Klavier so? Es hat dir nichts getan! Warum musst du es so hart bestrafen…

Und mein kleiner Bruder schießt einen Ball gegen die Tür. Das ist laut und scheppert und nervig. Und nochmal.

Und dann lese ich auf einem eigentlich tollen Blog, dass intelligente Leute oft so griesgrämig sind und „alternativ begabte“ oft so sonnig und die schönere Gesellschaft. Aber warum sollte ich mich angesprochen fühlen, ich bin ja gar nicht griesgrämig, üüüberhauuupt nicht, neee…

Und der Ball meines Bruders fliegt wieder gegen meine Tür. Ich höre ihn kichern.

Gleich schreie ich.

Und jetzt muss dieser Text einen Schluss kriegen, verdammt noch mal, aber mir fällt nichts ein, was diesen Text abrunden könnte… haha, rund, haha, als ob irgendetwas rund ginge, haha… Das macht mich aggressiv, dass mir kein Schluss einfällt, das ist die Fliege dran schuld, und meine Schwester, und Mama, und… Ich schlage gleich den PC ein, ich muss was zerstören, vielleicht zerlege ich ja auch die Festplatte meines Bruders, der ist eh immer blöd zu mir… Ja, genau, das mache ich. HA! So, erst noch mal speichern…

Die Leute – was sie (nicht) wollen

(Ein Text vom 2. Dezember 2010)

Da stehst du im Schnee und bist fasziniert. Von diesen kleinen Flocken, jeder anders.Wie sie alles dreckige und schmutzige zudecken. Wie sie alles widersprüchliche in eine harmonische Einheit bringen. Wie sie scheinbar die ganze Welt bedecken. Und dann siehst du die Leute. Sie beklagen sich, denn der Schnee ist kalt. Wie gerne hätten sie doch Sommer. Oder zumindest ein wenig wärmer.

Da stehst du im Regen und bist fasziniert. Von diesen Tropfen aus wertvollem Nass, die Leben ermöglichen. Wie sie alles ein wenig dunkler einfärben. Wie sie auf den Boden trommeln. Wie sich scheinbar die ganze Welt in ihnen spiegelt. Und dann siehst du die Leute. Sie beklagen sich, denn Regen ist nass. Wie gerne hätten sie doch gerade Sonne. Oder zumindest keinen Regen.

Da stehst du in der Sonne und bist fasziniert. Von dieser Helligkeit, die alles grün auf der Erde sprießen lässt. Wie sie so groß und doch so winzig ist. Wie dieser Feuerball scheinbar von überall zu sehen ist. Und dann siehst du die Leute. Sie beklagen sich, denn die Sonne ist heiß und hell. Wie gerne hätten sie doch Winter. Oder zumindest ein bisschen kühler und frischer.

Da stehst du im Laub und bist fasziniert. Von diesen kräftigen Farben, die sich ineinander verschachteln und sich ineinander verspielen. Wie sie alle anders sind und doch eine Einheit bilden. Wie es raschelt, wenn es anstößt. Wie es scheinbar die ganze Welt einfärbt. Und dann siehst du die Leute. Sie beschweren sich, denn das Laub ist überall und nur im Weg. Wie gerne hätten sie doch gerade Frühjahr. Oder zumindest etwas weniger Laub.

Da stehst du im Wind und bist fasziniert. Von dieser unsichtbaren Kraft. Wie sie altes wegträgt und neues bringt. Wie sie dir etwas zuflüstert. Wie sie mit Blättern und Haaren spielt. Wie sie scheinbar die ganze Welt bewegen kann. Und dann siehst du die Leute. Sie beschweren sich, denn der Wind ist windig. Wie gerne hätten sie doch Windstille. Ober zumindest ein bisschen weniger Wind.

Da stehst du im Nebel und bist fasziniert. Von diesen winzigen Tröpfchen, die zusammen eine einzige Suppe ergeben. Wie sie dir die Sicht versperren. Wie sie deinen Blick auf dich und die Dinge in deiner Nähe lenken. Wie sie eine helle, weiche und doch schwere Decke auf die Welt legen. Wie sie scheinbar die ganzen Stimmen der Welt ersticken. Und dann siehst du die Leute. Sie beschweren sich, denn bei Nebel kann man nicht weit blicken. Wie gerne hätten sie doch einen klaren, blauen, unverstellten Himmel. Oder zumindest eine weitere Sicht.

Und du fragst die Leute: Was wollt ihr dann?

Und die Leute sagen: Was schönes. Nettes. Perfektes.

Und du siehst Schnee, Regen, Sonne, Laub, Wind und Nebel – Was schönes. Nettes. Perfektes.

Gedankenausschiss… äh… -schuss

Manchmal habe ich das Gefühl, mir selber, meinen Gefühlen und meinen Bedürfnissen hinterherzulaufen. So schnell kann ich gar nicht sehen, verstehen und genießen, wie mein Leben abläuft. Als wäre das Laufband, auf dem ich laufe, zu schnell eingestellt.

Andererseits… Manchmal wünschte ich wiederum auch, die Zeit würde ein bisschen schneller vergehen, ich wäre schon älter, hätte schon mehr geschafft… Manchmal wäre ich gerne so alt, wie ich immer gehalten werde. „Mindestens sechzehn.“ „Schon so siebzehn…“ „Was, du bist erst vierzehn?! Ich dachte du wärst bald mit der Schule fertig!“ Andererseits… ich wüsste auch nicht, was dann besser wäre, außer dass ich dann bald mit der Schule fertig wäre…

Ach, ich denk schon wieder viel zu viel… Und irgendwie bin ich auch gar nicht bei der Sache… und auch gar nicht bei mir… Und eigentlich sowieso… ich könnte jetzt noch mehr unzusammenhängende Gedanken aufschreiben, mein Kopf ist ja schließlich voll davon, aber irgendwie…

ach…

Gute Nacht.

blöd.

Ich schließe Minecraft, dieses alberne Kästchenspiel, das ich nur spiele, wenn meine beiden kleinen Geschwister dabei sind und weil wir dann so einen Spaß haben, und schmeiße die beiden raus, denn sie müssen ins Bett. Ich gehe auf das Skype-Fenster und ändere meinen Status von „Beschäftigt“ auf „Online“. Es sind drei andere Leute online. Bei zweien von ihnen würde ich mich freuen, wenn sie mich anschreiben würden. Nein, eigentlich nur bei einem, gestehe ich mir ärgerlich ein. Kann das denn wahr sein? Warum ist er mir nicht egal? Ich habe doch beschlossen, dass er mir egal ist. Hoffentlich schreibt er mich an. Nein, hoffentlich nicht!, verbessere ich mich. Wehe! Ich runzle die Stirn. Wenn er mich anschreibt, dann ist er wieder so… da in meinem Kopf. Dann macht er mir wieder was aus. Ich werde noch ärgerlicher. Ich benehme mich ja, als wäre ich verliebt. Ich schüttle meinen Kopf, um meine Gedanken frei zu machen und reflektiere den Tag.

Müde.
Sechs Stunden Schule, eine Freistunde. Viel Hausaufgaben. Zwei alte und zwei neue Freunde. Klavier, lesen, PC. Nichts besonderes.

Im Bus habe ich Nina getroffen. Nina ist voll nett. Ich befürchte nur, wie eigentlich bei allen neuen Bekanntschaften, dass sie mir viel wichtiger ist als ich ihr. Das ist irgendwie immer so und es nervt mich. Man fühlt sich immer so unterlegen und abgelehnt. Wenn ich es mir genau überlege, ist das nicht nur bei neuen, sondern eigentlich bei fast alles meinen Freundschaften so. Na toll. Jedenfalls habe ich Nina im Bus getroffen. Ich finde sie toll. Wir haben über alle möglichen Oberflächlichkeiten geredet und ich war mir selbst mal wieder irgendwie peinlich. Nein, jetzt auf keinen Fall meine Peinlichkeiten analysieren, davon werde ich immer unausstehlich und fühle mich scheiße. Außerdem wird mir dann immer heiß und kalt. An was anderes denken, schnell.

Lernen ist doof. Deswegen habe ich heute noch schnell Bio von einem schriftlichen in ein mündliches Fach umgeändert und dafür Chemie schriftlich gemacht. Ich frage mich, wie sehr ich das bereuen werde. Aber Chemie kann ja nicht so schwer sein! Es ist weniger Stoff und die Lehrerin ist gar nicht so schlecht und… Moment, wen will ich hier eigentlich überzeugen? – Mich. Noch ein ärgerliches Geständnis. Ich seufze. Ich will den Tag nicht mit solchen Gedanken abschließen.

Ich denke daran, dass ich heute was gelesen habe. Einen dämlichen Liebesroman, den ich immer nur heimlich lese und dessen Namen ich sicher niemandem verraten werde. Und dass das Mädchen da einen Jungen hat, der sie gönnerhaft an sich ranlässt und sich dabei als Opfer darstellt. Scheißgeschichte. Naja, wenigstens hat sie da voll das Drama. Was hab ich? Nichts. Semi-glückliches Existieren, eine gewisse Zufriedenheit und Frieden. Gut, das ist mehr als die meisten anderen, aber jetzt hätte ich gerne Drama, voll die megamelodramatische, unrealistische Story. Hab ich aber nicht. Nicht mal ansatzweise.

Oh man, was ist heute nur mit mir los? Wenn ich mir unrealistische Liebesgeschichten wünsche, dann bin ich immer irgendwo falsch abgebogen. Und dann ekel ich mich selber an, weil ich das ja eigentlich abartig finde, so ein Verhalten. Sich Drama wünschen. Märchenprinzessin in modern uns so, pah, da stehe ich doch eigentlich drüber.

Eigentlich.

Ich gucke wieder bei Skype nach.

Er hat mich nicht angeschrieben.

Momentaufnahme des ersten Schultages

Mit einer merkwürdigen Gefühlsmischung verlasse ich den Englischraum, halb Zufriedenheit, halb Resignation. Ich muss los in den nächsten Raum, genau ein Stockwerk höher an der selben Stelle. Ein Junge, ich kenne ihn ganz grob aus einem Kurs aus dem letzten Jahr, brabbelt irgendwas von Musik und geht vor mir her die altmodische Wendeltreppe hoch. Nennt man es überhaupt noch Wendeltreppe, wenn sie nicht rund ist?, frage ich mich. Wenn er jetzt auch Musik hat, sind wir im gleichen Kurs. Richtig, er steuert meinen Raum an.

Vor der Tür steht eine Busbekanntschaft von mir mit dem Handy. Ich begrüße sie knapp und gehe in den Raum. Es sind schon etwa neun Leute da, vorne unterhalten sich zwei Mädchen, die ich noch nie gesehen habe. Ich kenne den Raum. Er ist nicht besonders schön. Irgendwie ist er unordentlich und kahl. Mitten in dieser Kahl- und Unordentlichkeit sitzt eine Frau am Lehrerpult, deren Gesicht mich spontan an einen Pfannkuchen erinnert. Noch kann ich sie nicht besonders gut einschätzen, weil sie in ihre Unterlagen vertieft ist. Ich schaue mich um. Ich kenne keinen wirklich. Da sitzt ein Mädchen, dass mit einer guten Freundin von mir befreundet ist, aber ich möchte nicht neben ihr sitzen. Ich finde sie nicht besonders nett. Soll ich mich an einen leeren Tisch setzten? Und wenn ich dann alleine bleibe? Ich drehe mich unentschlossen im Kreis. Schließlich setzte ich mich zu meiner Busbekanntschaft.

Die anderen im Kurs beäuge ich neugierig. Der eine Junge hat einen merkwürdigen Namen. Sein Gesicht kommt mir bekannt vor… Die Lehrerin entpuppt sich als recht entspannt. Ich mag sie ganz gerne, auch mit Pfannkuchengesicht. Bei einem dämlichen Kennenlernspiel begegne ich Vera. Sie ist mir auf Anhieb sympathisch, als sie sagt, dass sie im Musikunterricht auf keinen Fall alleine singen müssen will. Wir lächeln uns an, da sind wir uns einig. Frau Pfannkuchen behauptet, dass ihr Fach ausgerechnet Singen ist. Ich muss sie mir sofort beim singen vorstellen. Heraus kommt ein Graue-Maus-Stimmchen: hoch, brav und nicht herausragend schön. Wie singen eigentlich Pfannkuchen? – Später, bei der Auswertung des Kennenlernspiels, sagen Vera und ich beide, dass auf keinen Fall jemand alleine vorsingen müssen darf, und zwinkern uns zu. Frau Pfannkuchen findet diese Forderung okay.

Beim Herausgehen grinsen Vera und ich uns zufrieden an. Vielleicht wird Vera ja meine Freundin.

Sommerpausenende!

Nach sieben Wochen und fünf Tagen, also 61 Tagen, beende ich spontan mal meine Sommerpause.

Außer drei Fotos habt ihr nichts von mir mitgekriegt, während ich auf unbeschreiblich genialen Zeltlagern war, auf immer weniger wackelnden Surfbrettern stand und stundenlang in blöden Autos ausgeharrt habe.

Jetzt bin ich jedenfalls wieder da. Übermorgen fängt die Schule wieder an, willkommen Oberstufe.

Das Wetter will mich offensichtlich auslachen. Kaum, dass ich meine Sommerpause beenden will, wirds heiß. Ach was, nee, ich drehe den Spieß um: Ich lache das Wetter aus. Ich beende meine Sommerpause einfach mal an den heißesten und sommerlichsten Tagen des ganzen Jahres. Ha. Nimm das, blöde Hitze!

So, genug geblubbert.

Auf gehts in eine neue Blog-Etappe!

Grüeßli, Sina

Hitze

Warum ich Hitze hasse.

Hitze dörrt aus. Sie macht saftig grüne Wiesen zu staubig braunen Feldern.

Hitze stinkt. Jeder Geruch tritt stärker hervor, doch vor allem der Gestank. Ich habe manchmal das Gefühl, er bleibt überall dran haften.

Hitze verfolgt. Ihr zu entfliehen, ist beinahe unmöglich, gerade wenn man in einer Wohnung unterm Dach lebt. Man kann sich kaum vor ihr schützen.

Hitze lähmt. Mein Abenteuergeist und der Ehrgeiz, dies oder das zu machen, verschwindet fast ganz. Ich verfalle in einen ekligen, tranceähnlichen Zustand zwischen träger Schläfrigkeit und Qual.

Hitze strengt an. Oh ja, und wie. Alles ist anstrengender. Sogar nichts tun.

Deswegen freu ich mich jetzt schon auf die so viel schöneren Zeiten im Jahr: Zuerst einmal auf den lauwarmen Sommer bei 21°C. Aber dahinter wartet auch schon der Herbst und der Winter mit Kälte und Wetterwildheit. Wenn es doch schon soweit wäre…