Tage gewogen

Texte vom langsamen Beginn einer ersten Liebe 4/4 – heute: vom Warten auf ein Wiedersehen

Ich sitze hier und zähle Tage an meinen Fingern ab. Linke Hand, rechte Hand. Wieder linke Hand. Wieder rechte Hand. Und so weiter. Immer wieder muss ich von vorne anfangen. Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger…

Zeit vergeht nicht schneller und nicht langsamer, als sie es nun mal tut. Man kann nicht daran rütteln. Sie ist, wie sie ist. Das weiß ich. Ich muss das akzeptieren. Irgendwie.

Du – ich vermisse dich. Ich vermisse dich, und wenn man vermisst, dann gibt es kein „nur noch“ und „schon so bald“. Dann ist alles „so lange noch“ und „erst dann“. Weit weg. Wie hält man das aus? Wie erträgt man? Man beginnt bei einem Tag. Dann noch einen, dann noch einen, immer weiter. Händevoll. Immer noch einmal von vorne durchgezählt.

Ich denke an dich, denke an uns, und dann spricht etwas in meinem Kopf – ganz undramatisch, eine ruhige und nüchterne Feststellung: Du bist jeden einzelnen Tag wert, den ich auf dich warte.

Tage gewogen, und wenn Vermissen die Einheit ist, dann wiegen sie schwer, und ich mag nicht mehr. Tage gewogen, und ich wiege sie daran, wie sehr du es wert bist. Leicht. Sie wiegen leicht.

Tage um Tage. Ich vermisse dich und ich weiß: Du bist es wert. Müde. Wieder ein Tag um. Gearbeitet und gelernt, gelacht und gerungen. Gottes Worte in mein Herz. Für ihn leben und auf dich warten. Ich liebe dich. Du bist es wert.


2 Kommentare

  1. WoW was für ein glücklicher Mann das sein muss. Hoffentlich weiß er das zu schäzten
    Hey då.


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