Meine Tasche

Ich schaue aus dem Fenster uns sehe eine alte Dame, die – so schnell es eben geht – mit ihrer Einkaufstasche die Straße entlang geht. Ich öffne meine Tasche – rein damit.

Ich prügel mich mit meiner kleinen Schwester, die leider irgendwie immer stärker wird. Ich öffne meine Tasche – rein damit.

Ich sitze in der Schule und versuche, einen Lehrer in dem zu verfolgen, was er gerade tut, aber in Wirklichkeit weiß ich gar nicht, was es ist. Ich öffne meine Tasche – rein damit.

Ich sitze am PC und versuche, Unterlagen für Mitarbeiter zu entwickeln und Formulierungen zu finden, die passen. Ich öffne meine Tasche – rein damit.

Ich liege im Bett mit Regelschmerzen und fühle mich völlig lebensunfähig und elendig. Ich öffne meine Tasche – rein damit.

Und am Ende des Tages gucke ich in meine Tasche:

Ach, wieder ein bisschen Leben gesammelt.

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(Was haltet ihr von der Idee, meinen Blog in „Leben sammeln“ oder so ähnlich umzubenennen? Mit Schach hat er ja im Endeffekt nichts zu tun … oder hat vielleicht irgendwer eine andere gute Idee?)


2 Kommentare

  1. Lass den Blog mal wie er ist.

    Schachmatt gesetzt von Erlebnissen, guten und schlechten. Wieder was gelernt.

    Schachmatt gesetzt von Freundlichkeit. Wieder was gewonnen.

    Schachmatt gesetzt von deiner eigenen Kreativität. Wieder mal etwas auf eine andere Weise angucken können.

    Und ich sollte meinen eigenen Blog wieder mal beleben…


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