I’m faking my own suicide

Ich habe mich verliebt. In dieses Lied. In diesen Text. In die Musik. Aber vor allem in den Text. Weil ich dieses Gedankenspiel so gut kenne. Weil dieses Lied mich wie einer meiner Texte widerspiegelt, obwohl es gar nicht von mir ist. Ich bring mich um, aber nicht wirklich. Ich lasse euch nur glauben, ich sei tot.

I’m faking my own suicide
Because I know you love me.
You just haven’t realized.
I’m faking my own suicide.
They’ll hold a double funeral
Because a part of you will die
Along with me.

– Relient K

10 Fakten über mich – Episode 5

1) Ich habe schon mal eine Heuschrecke gegessen. Schmeckt etwas wie Walnuss und hat einen ganz trockenen Nachgeschmack. Muss man nicht tun.

2) Ich bin ein bisschen süchtig nach Notiz- und Einschreibbüchern. Wenn ich ein schönes sehe, muss ich es kaufen. Ich muss. Und die meisten benutze ich auch.

3) In meiner ersten Geschichte geht es um Lisa, das Schaf. Sie findet eine Verkleidekiste, spielt mit ihren Freunden damit und muss sie gegen Tim verteidigen. Zu diesem Zweck kackt sie ihm unter anderen auf den Fuß. Naja.

4) Früher war Grün meine Hassfarbe, jetzt ist es meine Lieblingsfarbe.

5) Ich bin sehr empfindlich, was Piep-Töne angeht. Da werde ich schon mal ein bisschen fuchtig. (Kennt ihr das Wort?)

6) Bei mir müssen immer alle Türen zu sein. Ich finde es schrecklich, wenn das nicht so ist. Ich will wissen, wer hört, was ich sage, und wer sieht, was ich tue.

7) Ich habe sehr unruhige Hände. Sie zittern manchmal fast gar nicht und manchmal so stark, dass ich befürchte, die Tasten auf dem Klavier nicht zu finden. Das wirkt sich sehr ungünstig auf Fotos und Vorträge aus (weil ich da von etwas ablesen muss, was ich in der Hand halte).

8) Ich hasse Mindmaps. Ich finde sie verwirrend, unübersichtlich und hässlich.

9) Ich hasse Geschichte (also das Unterrichtsfach und generell das Untersuchen vergangener Zeiten) und ich kann das nicht 100%ig erklären. Aber es ist so.

10) Ich verliere ständig Haare. Und weil meine Haare rot und gelockt sind, wissen auch immer alle, dass es meine sind.

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Episode 1  2  3  4

Eigentlich

Eigentlich sollte ich abends versuchen, in Discos reinzukommen.
Eigentlich sollte ich es für erstrebenswert erachten, von Jungs heiß genannt zu werden.
Eigentlich sollte ich Modellmaße anstreben.
Eigentlich sollte ich DSDS und Germany’s Next Topmodel gucken.
Eigentlich sollte ich nie ungeschminkt aus dem Haus gehen.
Eigentlich sollte ich ständig hohe Schuhe tragen.
Eigentlich sollte ich meine Freunde alle paar Monate mal wechseln.
Eigentlich sollte ich es wichtig finden, von allen gemocht zu werden.
Eigentlich sollte ich mich bei anderen über meinen Ruf erkundigen.
Eigentlich sollte ich mich schämen, weil ich Single bin.
Eigentlich sollte ich schon mit mindestens zwei Typen Sex gehabt haben.
Eigentlich sollte ich es bedauern, dass das nicht der Fall ist.
Eigentlich sollte ich 16 werden wollen, um Bier kaufen zu dürfen.
Eigentlich sollte ich Alkohol, Zigaretten und Drogen interessant finden.

Eigentlich sollte ich eine ganz normale 15-jährige sein.
Bin ich aber nicht.

Füße

Sie tragen mich morgens aus dem Bett, aus dem Haus und zur Schule. Sie tragen mich zur Toilette und zu jeder Stunde, laufen auch dann noch, wenn ich überhaupt nicht mehr bei mir bin. Sie ziehen jeden Sportunterricht durch, jeden Weg nach Hause und zur Kirche. Und wenn mein Kopf noch so sehr hadert und zweifelt – meine Füße tragen mich durch den Tag, bis ich Abends wieder zu Hause bin und ihnen ihre wohl verdiente Pause gönne.

Und jetzt sitze ich hier und schaue sie an und frage mich, ob sie überhaupt zu mir gehören. Haben sie ein Eigenleben? Sie gehen und gehen und fragen nicht, warum. Sie kennen keinem Zweifel und keinen Streik. Sie gehen zur Schule, selbst wenn mein Kopf und mein Herz zu Hause bleiben.
Sie fragen nicht.
Sie gehen.

Bewegte Bilder

Bilder, Geräusche, Musik, Stimmung
wird von mir aufgenommen und frisst sich in mein Hirn rein, frisst sich tief in mein Hirn rein, durchdringt und durchtränkt es, füllt es, und ist dann überall.

Wenn ich mich mit dir unterhalte, ist es plötzlich da. Wenn ich nachdenken will, lässt es mich nicht los. Wenn ich etwas völlig anderes mache, Spaß habe, kommt es wie ein dunkler Schatten und hüllt mich ein, frisst mich auf, frisst sich wieder in mich hinein. Sogar meine Träume werden davon dominiert, und ich schrecke viel zu früh nach einem Albtraum aus dem Schlaf.

Und nur langsam, ganz langsam, geht es Millimeter für Millimeter weg, holt ich nicht mehr so oft ein, gibt mir Raum für Frieden.

Deswegen mag ich keine Filme gucken.

10 Fakten über mich – Episode 4

1) Ich mag nicht früh ins Bett gehen und ich mag auch nicht allzu spät aufstehen. Ja, das ist ganz schön blöd gelaufen.

2) Schlimmer als Spinnen, Zecken und Linsensuppe zusammen: Nacktschnecken. Uäh, Nacktschnecken. Die schlimmsten Tiere der Welt, wirklich.

3) Es gibt so circa drei Menschen über 12 Jahren, die meinen Humor teilen. Ich finde das traurig.

4) Ich tanze echt super gern, aber nur, ich sag mal: Freestyle. Paartanz und andere Choreographien liegen mir irgendwie nicht. Und selbst beim einfach-so-tanzen habe ich eine irre hohe Hemmschwelle. Ich denke immer, dass ich dabei so unglaublich bescheuert aussehe.

5) Schwarze Fenster machen mich verrückt. Ich kann den Gedanken nicht leiden, dass jemand von außen rein, aber ich nicht von innen raus gucken kann.

6) Manchmal bin ich stundenlang einfach so auf den Feldern. Das ist eine Zeit, in der ich eigentlich nichts mache, aber sie tut gut.

7) Ich bin seit ein paar Jahren laktoseintolerant.

8) Winterkind aus vollem Herzen!

9) Ich habe meine Ohrlöcher erst mit zwölf oder dreizehn Jahren bekommen. Und irgendwie finde ich das auch gut so. So war es wenigstens meine Entscheidung.

10) Ich kann mir das nicht erklären, aber ich kann kein Kaugummi kauen. Das löst sich bei mir immer im Mund auf und irgendwann ist es weg. Wirklich! Hat das noch irgendjemand oder bin ich damit wirklich so alleine, wie es mir immer vorkommt?

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Episode 1  2  3  4  5

Eifersuchtsstiche

Wenn der Vater seiner kleinen Tochter sagt, dass sie wunderschön ist.
Wenn sich die beiden besten Freunde ohne Worte einig sind.
Wenn die Freundin mit ihrer großen, tollen Verwandschaftsbande in den Urlaub fährt.
Wenn die kleine Schwester von der großen alles gezeigt bekommt, was man so braucht, wenn man kein kleines Mädchen mehr ist.
Wenn die Freundin von ihrem Freund beschützt und verehrt wird.

Wenn jemand einfach …

ach, ich weiß es doch auch nicht.