Kontaktanzeige

15-jähriges Mädchen sucht Christen im Alter von 14 bis 19 Jahren aus meiner Gegend zum regelmäßig treffen, Quatsch machen, Freundschaften aufbauen und zusammen Gott begegnen. Fähigkeit zu intensiven Gesprächen sowie der Hang zu rustikalen Sommerlagern erwünscht.

Ich will mit euch Schlittschuh fahren und Schwimmen gehen, Picknicken und Klettern. Ich will mit euch kreative Ideen entwickeln und einfach alles mal ausprobieren. Ich will mit euch rumalbern oder nur mal labern. Ich will mit euch Jugendgottesdienste machen, bei denen wir mal richtig für Gott tanzen können, weil ab 25 kann man das ja nicht mehr, hab ich erfahren. Ich will mit euch Worshipabende machen, beten, die Welt verändern. Ich will mit euch zusammen wachsen. Ich will euch, damit wir auf einer Stufe, einer Ebene einfach zusammen leben können.

Damit ich jemanden habe, der so manches versteht, was man später nicht mehr verstehen kann. Damit ich jemanden habe, der da drin steckt, wo ich auch gerade bin. Damit ich Leute habe, die sich nicht mehr groß in meine Welt hineindenken müssen, weil es auch ihre ist. Damit ich Leute habe, mit denen ich Träume teilen kann. Damit ich Leute habe, denen ich nicht „so jung“ vorkomme. Damit ich endlich mal Leute habe, die wirklich Freundschaft mit mir aufbauen wollen. Weil das dann alles einfach mehr bringt. Weil wir dann mehr Spaß haben. Weil mir diese Form von Freundschaft, Gruppengemeinschaft und Zusammengehörigkeit einfach fehlt.

Man, mir fehlt echt ne Jugend.

Auf Wiedersehen, Sommerlager.

Ich stehe hier, auf der Wiese, die jetzt zweieinhalb Wochen lang mein Zuhause war.
Ja, es ist inzwischen nur noch eine Wiese. Vorgestern Morgen standen hier noch Zelte, Türme, Überdachungen und so weiter, ein ganzes Lager eben. Man kann am Boden noch sehr gut sehen, wo was war. Dort, wo wir ständig lang gegangen sind, ist die Wiese braun. In unmittelbarer Nähe von Abspannungen und Bauten ist das Gras noch saftig grün. Und unter Zelten mit Boden (wie beispielsweise den Waschzelten, dem Küchenzelt oder dem Sanitäter-Zelt) ist das Gras gelb und platt geworden. Auf dieser Wiese, auf diesem Sommerlager, habe ich zweieinhalb Wochen lang gelebt. Eine Woche als Teilnehmerin bei den Älteren, den Rest als Mitarbeiter bei den Jüngeren.

Ich habe hier so eine intensive Zeit gehabt, so viel erlebt.

Ich hatte Heulattacken und Lachkrämpfe, Konflikte und Versöhnungen, Zweifel und Erfolge. Hier habe ich darum gebangt, Mitarbeiter werden zu dürfen. Ich habe ich eine Tüte Chips ausgeben müssen, als ich dann gefragt wurde. Hier hatte ich intensive Gespräche. Hier bin ich hart an meine Grenzen gekommen. Hier bin ich über meine Grenzen hinaus gegangen und dadurch gewachsen. Hier habe ich wunderschöne Sonnenauf- und -untergänge beobachtet. Hier habe ich Kindern meinen Glauben gezeigt und ihnen von Gott erzählt. Hier war ich für Gott. Hier habe ich erlebt, wie völlig abhängig ich von ihm bin. Hier habe ich Vorzelte und Türme gebaut. Hier habe ich mit Kids gekuschelt und gesungen, Marshmallows gemacht und Stockbrot gegessen, gewandert und draußen geschlafen, gemalt und motiviert, gekümmert und durchgeatmet. Ich habe eine Lagerstory gelebt und getragen. Hier habe ich in einem Waschzelt geduscht und bin auf Dixiklos gegangen. Hier gab es ein Dixi, das nach mir benannt wurde. Hier habe ich die Leitung meiner tollen Gruppeneltern und meines Coaches genossen. Hier habe ich viele, viele Menschen in mein Herz geschlossen. Hier, auf dieser Wiese.

Zweieinhalb Wochen war dieser Lagerplatz jetzt mein Zuhause. Ich war nur für die 2-Tageswanderungen weg. Und ich fühle mich hier wohl, geborgen, gut aufgehoben, zuhause. Wie eine Ewigkeit kommt mir die Zeit hier schon vor. Was am Anfang der Zeit war ist schon so weit weg.

Und ich stehe hier, stehe jetzt hier, und werde gleich abgeholt nach Hause. Ich freue mich auf Zuhause, und gleichzeitig fällt es schwer, zu gehen. Es ist so eine Art Zerrissenheit und Ziehen in mir drin. Ein ganz neues, ungewohntes Gefühl. Mir fällt auf, dass ich noch nie zweieinhalb Wochen am Stück an einem anderen Ort war als Zuhause. Und vor allem nicht an einem Ort, den ich so sehr liebe. Ich will bleiben an diesem Platz und ich will nach Hause. Bleiben wäre Quatsch, denn wir haben ja heute und gestern alles abgebaut. Trotzdem will ich nicht gehen.

Und obwohl da dieses Ziehen ist, habe ich in mir ein glückliches Gefühl. Es war gut, wie es war. Es war gut, dass ich hier war. Es ist gut, dass ich jetzt nach Hause fahre. Es ist gut, wie es ist. Gott ist gut.
Und ich schaue noch einmal über den Platz.
Wie vertraut er mir ist.

Und dann gehe ich.

Segelurlaub in farbigen Pixeln

So, da bin ich wieder, zurück vom Sommerlager und Segelurlaub, ab jetzt wird wieder unregelmäßig und spontan gebloggt.

Und vom Segelurlaub hab ich euch ein bisschen was mitgebracht. Das ist nämlich so: Es gibt da so neumodische Dinger, mit denen man das, was man so sieht, als farbige Pixel speichern kann. Und wenn man da drauf guckt, sieht das aus, als würde man durch ein Fenster dorthin gucken. Nur dass es sich nicht bewegt. Jap, und genau das hab ich im Segelurlaub (zusammen mit meinem Papa) mal wieder gemacht. Hier ein paar Beispiele.

Ach ja, wie immer gilt: Aufs Bild draufklicken, dann wirds schärfer.

Unser Schiff. Ein restauriertes Plattbodenschiff. Hier beim Trockenlegen, das heißt bei Hochwasser nen netten Ort im Watt suchen, das Wasser abfließen lassen und schließlich das Schiff zu Fuß verlassen.

Unser Schiff. Ein restauriertes Plattbodenschiff. Hier beim Trockenlegen, das heißt bei Hochwasser nen netten Ort im Watt suchen, das Wasser abfließen lassen und schließlich das Schiff zu Fuß verlassen.

Das Foto ist von meinem Papa, aber ich mag es so. Es ist von einem Abend, an dem wir nachts noch ein Stück mit Motor gefahren sind.

Das Foto ist von meinem Papa, aber ich mag es so. Es ist von einem Abend, an dem wir nachts noch ein Stück mit Motor gefahren sind.

Der Klüverbaum mit dem Klüvernetz - ganz vorn am Schiff. Immer wieder ein willkommener Rückzugsort.

Der Klüverbaum mit dem Klüvernetz – ganz vorn am Schiff. Immer wieder ein willkommener Rückzugsort.

Das sieht schon cool aus, wie unsere Reisetruppe da unter dem Abendhimmel steht und runter aufs Wattenmeer guckt, oder?

Das sieht schon cool aus, wie unsere Reisetruppe da unter dem Abendhimmel steht und runter aufs Wattenmeer guckt, oder?

Der Leuchtturm Terschellings. 30 Sekunden Belichtungszeit, Blende 4 - und eine Art manuelle Intervallaufnahme. Immer mit einem ... äh ... *hust* Bandeautop die Linse zuhalten, wenn das Leuchtturmlicht kommt. So macht fotografieren Spaß.

Der Leuchtturm Terschellings. 30 Sekunden Belichtungszeit, Blende 4 – und eine Art manuelle Intervallaufnahme. Immer mit einem … äh … *hust* Bandeautop die Linse zuhalten, wenn das Leuchtturmlicht kommt, damit das Licht vom Leuchtturm nicht einfach nur eine riesen Überbelichtung in der Mitte des Fotos ist. So macht fotografieren Spaß!

Never going back to okay

(Ein Text von 14. Juni 2013)

Soundtrack und Inspiration zu diesem Text: Never going back to OK – The Afters

Ich habe Angst, denn ich bin dem allem nicht gewachsen. Nichts passt zu dem, wie es immer war. Ich bin lebendig, aber ich weiß nicht, seit wann. So viele Tage verschwendet, um jemand zu werden, der ich jetzt nicht mehr sein will. Alles ist zu groß für meine Hände. Ich habe Angst,

doch so lange ich weitergehe, ist alles gut. Das war alles gestern, und dahin werde ich nie zurück kehren. Niemals werde ich zurück kommen zum nur irgendwie okay sein und zum nur Tage verbringen, die okay sind. Ich will nie wieder zum einfachen, minimalen Denken und Handeln zurück. Wie es war, so soll es nie wieder werden.
Okay war gestern.

Der Weg führt nach vorne.

Der Weg führt nach vorne.

Menschen gegen Menschen

So ein sinnloser, sinnloser Kreislauf.

Immer das selbe.

Menschen, die von Unverständnis geprägt sind. Menschen, die andere permanent abwerten. Menschen, bei denen man einfach nicht weiß, was in ihnen vorgehen könnte.

Menschen, die nicht um die Macht ihrer Wörter wissen. Menschen, die denken, sie könnten andere Menschen in gut und böse einteilen. Menschen, die meinen, andere richten und beurteilen zu dürfen.

Menschen, die andere dafür richten, dass sie richten. Menschen, die das alles nicht verstehen. Menschen, die das gar nicht bewirken wollten, was sie bewirkt haben.

Menschen, die langsam vollständig zerstört werden. Menschen, deren Inneres von Worten zerfetzt ist. Menschen, die die Hoffnung verlieren.

Menschen, Menschen, Menschen. Immer neues Mobbing, immer neue Täter, immer neue Opfer. Immer neue Fälle, die kein Mensch zu verstehen vermag. Immer neue Medien, die das alles unauslöschlich speichern und nie in Vergessenheit geraten lassen.

Und immer neue Wut in mir.
Und Hilflosigkeit. Ich kann das nicht verstehen. Dieses Täter-Opfer-Muster ist nicht immer einfach so anwendbar. Das alles funktioniert nicht so schwarz-weiß. Ich wage es nicht, irgendjemanden anzuklagen, weil ich weiß, dass das alles viel zu komplex für ein menschliches Gehirn ist. Ich kann mich nicht für besser halten. Ich weiß doch nichts! Ich weiß nur, wie sehr Menschen unter den Worten anderer Menschen leiden können. Ich weiß, was für Wunden ein paar Worte in einem Herz hinterlassen können. Und ich weiß, dass das, was der andere als Scherz oder harmlosen Kommentar versteht beim anderen der Tropfen sein kann, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Menschen tun sich soviel Leid gegenseitig an. Manche realisieren es nicht. Manche tun es ganz bewusst. Und ich verstehe das alles nicht.

Und die, die dagegen aufstehen, sind entweder falsche Schlangen oder gehen spurlos in der Masse unter wie ein Tropen im Ozean. Es ändert sich doch nichts.

Oder etwa doch?

Der PC ist ein Werkzeug.

So.

Das ist nämlich so. Für mich. Ab jetzt.

Der PC ist kein Spielzeug und kein Unterhaltungsmedium. Unterhaltung ist immer entweder Langeweilebekämpfung oder Entspannung. Entspannen kann ich mich anders besser und die Zeit, in der ich Langeweile haben könnte, kann ich besser nutzen.

Das habe ich jetzt verstanden.

Der PC soll für mich ab jetzt nur noch ein Werkzeug sein. Ein Werkzeug zur Kommunikation, zur Organisation, zum Schreiben, zum Schnippeln von Videos und zum Bearbeiten von Bildern. Sonst nichts.

Weil – ich es nicht mag, am Ende des Tages festzustellen, mehrere Stunden im Netz mit recht niveauloser Unterhaltung verbracht zu haben. Dazu lebe ich nicht. Dafür stehe ich morgens nicht auf. Das ist rausgeschmissene Zeit. Das bremst mich, und das weiß ich jetzt endlich.

Schluss damit.

Hallo, ich bin klein

Hallo, ich bin Sina, und ich bin klein.

Also von der Körpergröße bin ich ganz normal. Ich bin nur jung. Und weil „jung“ irgendwie so relativ und dehnbar klingt, sag ich jetzt klein. „Zu jung“ lässt sich wegargumentieren, „zu klein“ ist „zu klein“.

Es hat sich irgendwie so ergeben, dass ich in einigen Bereichen von anderen Leuten sehr schnell als ziemlich reif und erwachsen eingestuft werde. Viele beginnen mich dann zu behandeln, als wäre ich erwachsen, stellen Erwartungen, als wäre ich erwachsen, und übertragen mir Verantwortung, als wäre ich erwachsen. Sie wollen mich zu einem von den großen Leuten machen. Und dann muss ich sie daran erinnern, dass ich noch klein bin. Ja, so sehr wollen sie mich manchmal groß machen, dass ich selbst die Grenzen setzten muss und „zu klein!“ schreien muss, obwohl das eigentlich genau andersrum sein müsste.

Klein heißt schutzbedürftig. Klein heißt hilfebedürftig. Klein heißt „braucht Geborgenheit“. Klein heißt „alles muss erklärt und gezeigt werden“. Klein heißt „aufpassen, dass sie nichts anstellt“. Klein heißt „darf noch nicht alles“. Klein heißt „macht Quatsch“. Klein heißt „probiert sich aus“. Klein heißt „muss wachsen“. Klein heißt „noch nicht groß“.

Ich bin zwar auch stark, und ich bin zwar auch manchmal ziemlich groß, aber oft bin ich eben auch klein. Ja, da brauchst du gar nicht so zu gucken. Das ist so. Mit fünfzehn ist man auch noch klein.

Lasst mich klein sein. Lasst mich Kind sein, solange ich noch eins bin.