Schreib selbst!

Schreibst du auch? Oder würdest es gerne mal ausprobieren?

In diesem Blog gibt es ein kleines „Special“: Die Möglichkeit, einen Gastartikel zu verfassen. Zwei gibts davon schon. Einmal den Text „Berührt“ von der wundervollen Smilla, die etwas über meine Taufe und meine Kirche geschrieben hat, und zum anderen den Text „Von Samichläusen, Discos und Gewalt unter Jugendlichen“ von der lieben Schildi, die sich im netten Schweizerdeutsch ganz herrlich über europäische Weihnachtskultur lustig macht. (Schildi? Gibts dich noch? Ich vermisse dich, Spartaschwesterherz!)

Und du darfst auch! Egal, ob du mich gar nicht, ein bisschen, ein bisschen mehr, ganz gut oder sehr gut kennst. Es gibt auch thematisch keine großen Einschränkungen. Schreib, worüber du willst! Wenn es mir gefällt, landet es hier im Blog. Und du hast gute Chancen, dass es mir gefällt!

Und eine Ermutigung für alle, die damit liebäugeln, was persönliches zu schreiben: Sobald etwas aus dir selbst heraus kommt, entzieht es sich jeder Bewertungsfähigkeit. Da gibt es kein „gut“ und „schlecht“ mehr. Es kann berührend, lustig, nachdenklich oder sonstwie sein, aber nicht richtig oder falsch. Okay?

Wenn ihr was habt, könnt ihr mich kontaktieren, wie ihr wollt, zum Beispiel über sina.schachmatt(at)gmx.de

Also – ran an die Stifte bzw. die Tastatur! Vielleicht schreibt ja wirklich jemand was und es kommt ein bisschen personelle Abwechslung in den Blog. Ich würde mich freuen! :-)

Kinderbuchhelden

Mädchen aus Romanen, die ich bewundere und bewundert habe, sortiert nach dem Zeitpunkt, als ich sie kennen gelernt habe.

Ronja aus Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren. Liebe Astrid, du hast wirklich viele, wundervolle Bücher geschrieben, die jedes Kind vorgelesen bekommen sollte, aber Ronja Räubertochter ist einfach das Beste. Ronja ist sehr treu in ihrer Freundschaft. Stur, aber treu. Passt zu mir. Anfangs ist sie ein bisschen naiv, doch später beginnt sie, die Dinge zu verstehen. Sie ist klüger als ihr Vater, und sie hat einen viel sensibleren Gerechtigkeitssinn als er. Sie wird sehr wütend, als sie erfährt, dass das Essen auf dem Tisch gestohlen ist. Irgendwie hat sie die ganze Räuberbande im Griff. Außerdem ist sie unendlich gerne draußen.
Letztens haben die kleinen Fußballjungs „Ronja Räubertochter, komma rüba!“ geschrien, als ich vorbei gegangen bin. Sie hatten ja keine Ahnung, dass ich mich darüber freuen würde.

Georg aus Fünf Freunde von Enid Blyton. Die einzigen Krimis, die ich jemals mochte. Georg (eigentlich Georgina, einen Namen, den es im Deutschen zum Glück nicht gibt) hat einen Charakter. Viele Buchfiguren haben keinen, aber Georg schon. Sie ist wild, stur, unnahbar, ungestüm und geht auch mal zu weit – aber wenn es drauf ankommt, steht sie für ihre Freunde ein und gibt alles für sie. Sie kennt Eifersucht, Neid, Trotz, Wut, die ganze Palette. Und das schleudert sie auch herum und bringt sie in Schwierigkeiten, aber was ich so unglaublich toll an Georg finde: Es hält sie nie davon ab, treu zu sein und alles, was sie hat, für ihre Freunde einzusetzen. Das Richtige zu tun. Außerdem ist mir ihre Jungenhaftigkeit sehr sympathisch. Und die Tatsache, dass sie das ganze Team auf subtile Weise lenkt und leitet, obwohl eigentlich Julius der Boss ist.

Zora aus Die rote Zora von Kurt Held. (Ja, grinst ihr nur, meine lieben Freunde aus der Kirche.) Zora ist ein Mädchen. Sie will hübsch sein, sie ist sensibel, sie will die Gruppe zusammen halten. Sie braucht Harmonie. Aber sie ist auch wild. Sie leitet diese Gruppe, die nach ihrem eigenen Gerechtigkeitssinn lebt. Einer der Jungs sagt an einer Stelle: „Ja, da oben hat sie ihr Lager. Aber sie lässt keinen drauf. An der Treppe ist die Grenze. >Ich will mein Lager ganz alleine haben<, hat sie gesagt, als Duro sich da oben einquartieren wollte, und als er doch hinaufging, warf sie ihn – ritsch, ratsch – wieder hinunter.“ Tja, sie lässt sich eben nichts gefallen. Und der eine oder andere aus meinem Umfeld behauptet, ich sei ihr ähnlich – wer weiß?

Jo aus Betty und ihre Schwestern von Louisa May Alcott. Sie hat so gruselig viele Gemeinsamkeiten mit mir! Sie ließt gerne und isst dabei oft Äpfel. UND sie schreibt. Sie ist sehr wild und „jähzornig“. Ich habe nie verstanden, was „jähzornig“ sein soll, aber in meiner Vorstellung ist das so etwas ähnliches wie trotzig und das bin ich auf jeden Fall. Wenn sie sich unbeobachtet fühlt, tanzt sie gerne. Sie hat ein loses Mundwerk und reitet sich gerne mal in Dinge rein. Sie hält zu ihren Freunden und ist bereit, die Menschen, die sie gerne hat, mit aller Kraft zu verteidigen. Und sie hat Probleme mit ihrer Identität als Frau – kenne ich durchaus. Außerdem kommt sie gut mit Menschen klar, mit denen sonst nur wenige Menschen zurecht kommen. Freundschaft und Familie hat bei ihr einen sehr hohen Stellenwert. Sie ist sehr liebevoll. Den einzigen großen Unterschied, den ich bis jetzt zwischen uns entdecken konnte, ist ihre Pferdevernarrtheit. Aber damals konnte man vielleicht auch noch Reiten lernen, ohne sich mit Zicken umgeben zu müssen. Wer weiß.

Donata aus Donata, Tochter Venedigs von Donna Jo Napoli, ein viel zu unbekanntes Buch. Donata ist eine Reiche-Leute-Tochter aus dem Jahr 1592 und sie ist ungeschickt, unmusikalisch und wissbegierig, also alles, was sie nicht sein sollte. Sie will raus aus ihrem Palazzo, der ihr wie ein Gefängnis erscheint, und so beginnt sie, sich regelmäßig in Fischerklamotten davonzuschmuggeln. Sie ist ein kluges und starkes Mädchen mit einem ungeheuren Wissensdurst. Gesellschaftliche Grenzen und das ganze Bildungs- und Rechtssystem durchdenkt sie und hinterfragt es. Und überhaupt stellt sie ganz viele Fragen. Und sie lernt einen jüdischen Jungen kennen. Und in der Sonne wird ihre Haut braun. Kurz gesagt: Sie passt nicht mehr zu dem, was von ihr erwartet wird. Als sie durch Verwechslungen dann auch noch den Mann heiraten soll, der ihrer eineiigen Zwillingsschwester zustünde, muss sie selbst anfangen, zu entscheiden, was richtig und was falsch ist. Sie hat so einen tollen Charakter.

Irgendwie ähneln sie sich, meine Bücherhelden. Ich würde sie gerne mal alle zusammen an einen Tisch zu Kakao, Kuchen und Äpfeln einladen. Wäre bestimmt spannend. Und explosiv. Oh ja, explosiv wäre es auf jeden Fall.

Aber ich mag explosiv.

Verkriecht euch alle!

Los, verkriecht euch in euren Schlupflöchern, ihr Wettermuffel! Flüchtet vor dem Regen. Meckert darüber. Beklagt euch. Ja, so ists gut. Macht die Tür zu und am besten gleich auch die Vorhänge. Werft ja keinen Blick mehr nach draußen! Das würde euch bestimmt total schaden, glaubt mir. Und wenn ihr doch tatsächlich mal vor die Tür müsst, dann spannt Regenschirme auf und haltet sie so tief, dass ihr nichts mehr seht – nur noch den Boden vor euren Füßen. Schaut nicht auf!

Sonst merkt ihr womöglich noch, dass ich die ganze Welt für mich alleine habe. Und wie sehr ich das und den Regen genieße.

Einen Award

Best Blog AwardSchwarzeelster hat mir eine verpasst! Nee, eher einen. Einen „Best Blog Award“ – was eigentlich nur heißt, dass sie meinen Blog gerne mag. Danke für die Blumen!

Das ganze Ding ist eine Art Blogger-Kettenbrief-Sache, bei denen kleine Blogger sich gegenseitig ihre Leser weiterleiten. Eine coole Sache, wie ich finde. Wie soll man sonst tolle Blogs kennen lernen, wenn sie einem keiner empfiehlt?

Es gibt da so Regeln – darüber schreiben, 11 vorgegebene Fragen beantworten und 10 weiteren Bloggern eine(n Award) verpassen. Obwohl ich die Aktion mag, werde ich nicht mitmachen. Und zwar weil:

  1. Ich habe eine angeborene Abneigung gegen Kettenbriefe und Kettenmails und alles andere, was mit Ketten- anfängt und einer Nachrichtenform aufhört.
  2. Diese 11 Fragen, die man beantworten soll, sind offensichtlich auf Beautyblogs zugeschnitten – und ganz ehrlich: Ist das hier einer? – NEIN.
  3. WO soll ich bitte 10 Blogs herbekommen, die unter 200 Leser haben??? Ich lese insgesamt vielleicht 10 Blogs – weniger! Und außer meiner lieben Elster haben alle mehr Follower – weit mehr. Und jetzt einfach irgendwelche Blogs zu nehmen, die ich gar nicht wirklich kenne, ist auch doof. Wenn ihr, meine allerliebsten Leser, trotzdem mal wissen wollt, was ich so lese, sagt ruhig Bescheid. :-)

Deswegen – Danke, aber Nein, Danke.

Wenn man jetzt andere, spannendere Fragen hätte und nur drei weitere Blogs empfehlen müsste – dafür mit Begründung und ganz ehrlich – dann wäre es irgendwie effektiver und cooler. Meine Meinung. Ach, die Sina, alte Besserwisser-Pappnäsin. ;-)

Trailer für mein Leben 3

Eine Skizze aus meinem Collegeblock

Eine Skizze aus meinem Collegeblock – ganz anders, als ich sonst zeichne

Das ist das, was ich in meinem Leben machen möchte. Na, was ist es? :-)

Diese schnelle Zeichnung ist in ein paar Minuten im Unterricht entstanden, und als sie fertig war, hab ich sie ein bisschen verwundert angeguckt. Tja.

(Die Qualität (kommt übrigens von Qual) tut mir leid. Wir haben keinen Scanner (bzw. wir haben schon einen, aber der streikt bei Windows 7 und wir haben keinen XP-PC mehr), also musste ich abfotografieren, und das ist immer irgendwie doof, gerade bei Bleistiftzeichnungen. Ich habe versucht, mit Gimp rauszuholen, was rauszuholen war. Wenn ihr aufs Bild klickt, wirds größer und schärfer.)


Trailer 2
Trailer 1

Helden

Jeder will ein Held sein. In Büchern und Filmen sind sie immer so toll, mutig und stark, aber vor allem bewundernswert. Vielleicht wolltest du schon mal einer von ihnen sein. Wahrscheinlich. Und vielleicht warst du, genau wie ich auch, ernüchtert, als du dir daraufhin deine eigene Situation und dein eigenes Leben angeguckt hast. Wo sollen wir denn bitte Helden sein? Warum sieht denn keiner unsere Mühe, heldenhaft zu werden? Warum bemerkt keiner die kleinen Taten, die wir schon getan haben? – Diese Fragen haben wir uns doch gestellt, oder? Und wir haben uns gedacht: Ja, wenn ich in der Situation von einem dieser Filmhelden gewesen wäre, dann hätte ich auch so tolle Heldentaten vollbracht. Aber stattdessen bin ich hier und alles ist irgendwie grau und alltäglich.

Und gerade deshalb bist du ein Held. Weil du in allem Grauen und Alltäglichen weitergehst und weitermachst. Weil du nicht stehen bleibst, trotz aller Zweifel und Fragen. Weil du dich davon, dass du den Weg nicht kennst, von nichts abhalten lässt. Dein Herz befiehlt – und du folgst. Du veränderst, weil alles verändert, was von Herzen kommt. Du stehst auf, auch wenn sich dieses Aufstehen manchmal eher nach Fallen anfühlt. Und du strahlst, bist ein Krieger des Lichts. Es ist schwer zu glauben, dass du es selbst nicht bemerkst. Dass du nicht siehst, wie sehr du doch schon Held bist.

Wenn ich dich beobachte, kann ich dich leuchten sehen.