Bauch versus Rücken

Seit über zwei Monaten bewege ich mich kaum noch. Die Schwangerschaftssymptome haben mich wahlweise ans Bett oder an die Toilette gefesselt (gut kombinierbar durch eine Luftmatratze im Bad, nur mal so als Profitipp), ganz sicher aber haben sie mich nicht großartig aus der Wohnung gelassen. Einige meiner Symptome scheinen bewegungssensitiv zu sein – sie werden schlimmer, wenn ich z.B. die Treppe in den Keller gehe.

Muskeln, die man nicht benutzt, bilden sich zurück. So heißt es. Und mein Körper bestätigt das. Inzwischen fühlt es sich an, als würden mir langsam sogar die Muskeln zum normal sitzen fehlen. Ständig verfalle ich in irgendwelche komischen Haltungen, weil es sonst zu anstrengend ist.

Das kann nicht gut sein. Vor allem, wenn ich meinen Bauch betrachte, der langsam aber sicher größer wird. Eigentlich brauche ich gerade jetzt Muskeln.

Ich muss etwas tun. Ich will etwas tun. Ich habe mir vorgenommen, immer, wenn es mir gerade irgendwie ein bisschen okay geht, Übungen für den Rücken zu machen. So viel, wie eben geht. In der Hoffnung, dass meine Muskulatur schneller wächst als mein Bauch. In der Hoffnung, dass ich diese Schwangerschaft vielleicht irgendwann noch etwas anderes machen kann als das Bett, die Toilette und die Couch hüten. In der Hoffnung, dass ich dann, wenn es mir besser geht – ob das in den nächsten Wochen passiert oder irgendwann nach der Geburt – nicht komplett bewegungsunfähig eingefroren bin.

Wünscht mir Glück.


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