Zitternde Hände

(Ein Text vom 29. April 2014.)

Los.
Kraftlos. Machtlos. Hilflos.
Fühle ich mich.

Meine Hände zittern. Meine Gedanken zittern. Mein Bauch zieht sich zusammen.
Sina an Gehirn: Was ist los?
Gehirn an Sina: Frag Seele!
Sina an Seele: Was ist …
Seele: Ahhh!
Sina an Seele: Äh, Seele, warum …
Seele: Ahhh!
Tür zu.

Los.
Kraftlos. Machtlos. Hilflos.
Fühle ich mich.

Meine Hände zittern, und mein ganzen Sein fühlt sich zittrig an. Ich bin eine Windhülse. Wie Laub. Gewichtsloses, totes Laub, das nur leise raschelt, wenn es weg gepustet wird. Und dabei ist doch Frühling. Ich habe Hunger. Nach Essen. Umarmungen. Gebet.

Los.
Kraftlos. Machtlos. Hilflos.
Fühle ich mich.

So bedürftig. Irgendwer, ich brauche Schutz. Brauche Hilfe. Brauche Liebe. Brauche irgendwen, der mir erklärt, was mir eigentlich fehlt. Der mich festhält. Jetzt. Ich verstehe mich nicht. Ich schaue mit klarem Blick vor die Milchglastür meines Herzens.

Los.
Kraftlos. Machtlos. Hilflos.
Fühle ich mich.

Meine Hände zittern. Die Symptome. Die Ursache kenne ich nicht. Will weg. Und raus. Verschwinden aus dieser Welt. Keiner soll was von mir wollen. Ich kann nichts geben. Denn ich bin

– los.
Kraftlos. M –

Ach, du weißt schon.

Und mit zitternden Händen reiche ich dir mein Herz.
Ich kann nicht mehr.
Mach du.


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