Berührt

(Ein wunderbarer Gastartikel von meiner wunderbaren besten Freundin Smilla.)

Es ist schon etwas länger her, da hat sich meine beste Freundin Sina taufen lassen. Mir ging es an dem Tag nicht besonders gut, was ich immer noch bedauere, weil ich diesen tollen Tag gerne mehr genossen hätte!

Sinas Familie hat mich im Auto zu Hause abgeholt und in die Stadt mitgenommen. Vom Parkplatz bin ich ihnen ehrlich gesagt recht zweifelnd hinterhergelaufen. Meine andere beste Freundin Annika kannte die Kirche schon und hat dann mehr oder weniger aufgeregt auf mich eingeredet. Dass ich mich in der „Lounge“ auch auf eine Couch legen könnte, wenn es mir nicht gut ginge. Dass das ja gar kein Problem wäre. Ob nach der Autofahrt alles gut wäre. Ich hab gesagt, dass das schon irgendwie geht, obwohl mein Magen von der 15-minütigen Fahrt noch rebelliert hat. Dann sind wir in der Innenstadt und wir gehen durch einen dunklen Schmuddelgang, durch den ich abends nicht alleine gehen würde. Ein paar Meter weiter strahlt grünes Licht durch eine Tür. „Irgendein komischer Laden“, denk ich, aber dann steuert Annika genau auf die Tür zu. „Uups, Kirche und grünes Licht?! Wohl doch etwas anders.“ Die beiden, also Sina und Annika, hatten mir vorher schon etwa 100-Mal gesagt, Smilla, die Kirche ist nicht so. Die Leute sind anders drauf! Gut, dann ist das halt nicht so mit harten Kirchenbänken und ewig langen einschläfernden Reden, bei denen man an bestimmten Stellen im Chor irgendwas antworten muss. Okay, weiter gings eine Treppe hoch mit einem beleuchteten Pfeil als Deko. Der Raum dahinter sieht mit blauem Licht, einer Bar, zwei Couchecken und einem hohen Tisch mit Barhockern eher nach Kneipe aus. Ich glaub in dem Moment ging bei mir innerlich nur noch die Kinnlade runter. Ohhh, was ist das? Dann irgendwann geht’s in den eigentlichen Raum für den Gottesdienst. Roter Flauscheteppich, eine Spiegelsäule mit Lichterkette drumherum in der Mitte, gepolsterte Stühle, und in einer großen Nische rechts hinter der Tür eine kleine Bühne mit bunten Scheinwerfern an Stahlträgern. Wie das eben auf Konzerten sonst so ist. Insgesamt glichen die Räumlichkeiten also eher einem Pub, als einer Kirche.

Dann ging der Gottesdienst los. Okay, das war dann doch eher das, was von einer Kirche erwartet hätte. Von Ehen mit Gott, und Bünden, die man eingeht. Aber mit modernen Flachbildschirmen, die an der Decke angebracht sind und auf denen Videos abgespielt werden oder Texte eingeblendet werden. Außerdem war es nicht so trocken und langatmig, sodass auch ich als Nicht-Christin nicht dasaß und auf das Ende gehofft habe. Zwischendurch war mir dann schlecht und ich bin mit Annika in die Lounge gegangen. Danach hab ich mich dann auf den Flauscheteppich gelegt und weiter zugehört. Und dann hat die Band auf der Bühne einen Song gespielt. Einen ROCKsong – in der Kirche. Sowas hätte ich mir vorher nie träumen lassen. Und dieser Song, …. Die Leute sind so darin aufgegangen, haben aus so tiefer Überzeugung Text mitgesungen und sie haben diesen Kirchenraum geROCKT. In diesem Moment ist mir klar geworden, dass diese Menschen mit ihrem gesamten Herzen und voller Hingabe bei dieser Sache sind. Alles dafür geben und einfach begeistert sind davon. Von ihrem Christentum. Ich muss einfach zugeben, ich hab geheult, weil ich so berührt war.

Das fand ich sehr bewundernswert und es hat mich einfach berührt, weil ich so selten etwas mit ganzer Energie und meinem ganzen Herzen mache. Jedes Mal, wenn ich das Lied höre, denke ich daran, wie sich diese Menschen hingeben.

Danach ging es dann zur eigentlichen Taufe an den See mit anschließendem Grillen. Sina wurde von ihrer Patentante getauft und dann gab es Ham-ham. Ich hab nach mehreren Aufforderungen ein sehr leckeres Bratwürsten gegessen. Und dann kam meine Mama, um mich abzuholen. Ich musste dann schon früher weg, weil Mama sich sowieso schon Sorgen gemacht hat und so… Mein Magen hat dann wohl die Autofahrt mit Würstchen nicht überstanden, jedenfalls war die Wurst hinterher wieder draußen. Irgendwie tut mir das immer noch leid…

Dies und das mit Musikuntermalung

Ein Instrumentalcover von Trouble (Coldplay) hören und seine Gedanken durch meine Finger auf die Tasten fließen lassen.

Das neue Meerschweinchen, Sprotte. Meine kleine Schwester nennt es einfach nur Stups. Kein Wunder – es hat ja auch einen braunen Stups auf der Nase, der es besonders bedöppelt aussehen lässt. Es hat rote Augen, was auch der Grund dafür ist, dass ich es schon „Feuerauge“ genannt hab. Ansonsten ist es weiß. Es versteht sich ganz gut mit Milki, der Schwester von Kleo. Den ersten Tag haben sie sich einfach eiskalt ignoriert. Sprotte hat die ersten fünf Stunden in Schreckstarre verbracht. Milki hat manchmal misstrauisch geschnüffelt. Irgendwann hat Sprotte sich bewegt. Soweit wir es mitgekriegt haben, sind sie sich erst mal nicht weiter begegnet. Die nächsten zwei Tage gabs die Rivalenkämpfe – Wer ist die Bestimmerin? Dann, schließlich, haben sie sich vertragen. Wer jetzt zum Chef erkoren wurde, weiß ich nicht. Sie benehmen sich beide so, als wären sies. Auf jeden Fall sind sie friedlich.

Mein Klavier spielen. Wieder mal so eine Phase, wo alles andere wichtiger zu sein scheint. Was ich alles könnte, wenn ich denn mal regelmäßig üben würde. Und dann hatte ich auch noch so ein tolles Stück, und ich habs mir damit versaut, es zu wenig zu spielen, was dazu führt, dass es nervt, weil ich nicht voran komme. Ich muss echt mal wieder mehr machen.

Meine Schule macht einen auf Stress. Aber ich lass mich nicht stressen. Diesmal nicht. Oft genug hab ich auf sie gehört und mir Gedanken gemacht um das, was ich kann und was ich nicht kann. Nee, diesmal nicht. Ich werde in Gottes Rhythmus chillen, genau, wie ich es mir vorgenommen habe. Am Ende passt es ja doch immer irgendwie. (Bei mir jedenfalls.) Schule wird überbewertet. Lernen wird überbewertet. Leben wird unterbewertet. Wenn nicht jetzt nichts tun, obwohl ich was tun müsste, wann dann? (Was der Satz verständlich? Komisches Gebilde.) Jetzt kann ich es mir leisten. Jetzt hat es noch keine Konsequenzen. Also – Come on, let’s relax. (Das sage ich jetzt. Am Ende mache ich es ja doch nicht.)

Mein Schlaf. Ja, er ist besser als vor einem Monat, aber gut ist was anderes. Er ist kurz und nicht erholsam. Wer sagt mir den Kniff, wie man erholsam schläft? Ich will es doch unbedingt. Jaja, ich weiß, Sport wär mal ne ganz gute Strategie… Aber WANN, bitte?

Jetzt gibts erst mal Abendessen. Bin zwischendurch übrigens auf Reggae umgestiegen – weil der so entspannend ist. *summ*

Unnütz

Das Gefühl, sich falsch zu entscheiden, egal, wie man sich entscheidet.

Das Gefühl, sich rächen zu müssen.

Das Gefühl, nicht zu wissen, wie man sich fühlen soll.

R.I.P. Kleopatra

Tschüss, Kleo. Es war ne schöne Zeit mit dir.

Wir werden dich noch etwa 20 Stunden bei uns haben.

Danach – Ruhe in Frieden, mein kleines Meerschweinchen.

warum ich dir nicht alles sage.

Hey, du.

Ich wollte dir nur mal sagen, warum ich dir nicht alles sage.

Ich vertraue dir. Ich habe dich echt furchtbar lieb und du bist mir sehr wichtig. Aber weißt du… Beinahe alles, was mich tief bewegt und was mich beschäftigt, worüber ich nachdenken muss und wo ich nicht weiter weiß, hat mit meinem Glauben zu tun und du glaubst nicht. Ich bin Christ und das jeden Tag. Es bewegt sich viel. Es verändert sich viel. Es beschäftigt mich. Aber du glaubst nicht, dass es einen Gott gibt. Ich wünschte, du würdest es tun. Ach, weißt du, ich kann dir nicht von Erlebnissen mit Gott erzählen, wenn du nicht mal an ihn glaubst. Verstehst du das?

Das ist der Grund, warum ich dir nicht alles sage.

Sagen kann.

Liebste Grüße, Sina

Schönen Tag euch

Ich habe gestern einen wahren Tipp fürs Leben bekommen:

Just take it one day a time.

– Mach immer nur einen Tag auf einmal.

Wie schnell vergisst man das.

Schönen Valentinstag mit demda.