Schreibtischmutation

Ich habe mir gestern einen Traum erfüllt – malen können in meinem Zimmer. Ich habe mir eine Wachsdecke (für 5€) gekauft, diese mit Panzerband (nach guter, alter Sola-manier) an meinem Tisch festgeklebt und habe die Farben in mein Zimmer geholt. Endlich malen, wann ich will und ohne ständig genervt zu werden! „Oh, du malst… Was soll das werden? Orr, sag mal! Was soll das werden? Du kannst mich nicht raus schicken, das ist nicht dein Zimmer!“ „Naja, aber du musst dann auch bald aufräumen, es gibt dann Abendessen!“ – Nie wieder!

SchreibtischCool, ne? :-)

Was ich schön finde

Persönliches Nein hierzu:

1. Lippenstift. Ganz ehrlich: Lippen haben Lippenfarbe zu haben. Wenn man diese ein wenig abändert – okay, kann ich mich mit anfreunden. Aber knallrot, babyrosa oder gar schwarz? Finger weg, bitte.

2. Colour-Blocking. Damit meine ich jetzt die Version, bei der man einfach nur Hinguckfarben anzieht, (die finde ich cool,) sondern die Version, wo sich alles schön beißt. Ich mag einfach nicht, wenn das nicht passt! „‚Augenkrebs“, haben wir früher gesagt. Vielleicht etwas zu gemein ;-)

3. Richtig hohe Schuhe. Ich gebe zu: Es gibt Frauen, die das tragen können und damit echt gut laufen können! Aber die allermeisten schwanken darauf rum wie ich früher auf Stelzen oder laufen wie ein Storch. Und das ist dann eher gut für die Belustigung anderer als für die eigene Schönheit ;-)

Persönliches Ja hierzu:

1. Selbstgemachte und selbstumgestaltete Sachen. Dafür! Werdet kreativ, malt eure Hosen an, schneidet was ab, näht was um, strickt euch was, wie auch immer. Gerade das Anmalen von Hosen finde ich einfach mega gut. Ich mag einfach dieses persönliche und kreative daran.

2. Frisuren. Ich mag einfach das Gestalten von Haaren. Ob Dreads (Dreads! <3), kreative Dutts, Zöpfe oder sonstige Frisuren und allen erdenklichen Formen – toll! Ich finde es echt schade, wie gleich und einheitlich viele Mädels aussehen. Es gibt so viele tolle Möglichkeiten, und trotzdem sehe ich fast nur schräges Pony, Seitenscheitel, etwas stufig und lang. Traut euch was!

3. Seelenstyling und -hygiene. Das klingt wieder so floskelmäßig, aber Schönheit ist nun mal keine reine Aussehenssache, sondern hat so viel mit den zu tun, was von innen kommt. Und wenn eine Frau von innen heraus schön ist, verkrafte ich auch schwarzen Lippenstift, einen gelb-lila Pulli und einen Gang wie bei Hochsee. ;-)

Keine Angst, ich werde das hier NICHT (niemals! bloß nicht!) zu so einem Mode-Lifestyle-Irgendwas-Blog machen. Das war nur so ein kleiner Exkurs. Meine Meinung zum Thema Mode generell lasse ich bei meinem Vorausblick auf das Modejahr 2014 durchscheinen. (Achtung! Leichte Anflüge von Sarkasmus und Ironie sind zu berücksichtigen!)

Nehmt euch ein Beispiel, Herren der Schöpfung!

Auf einer Freizeit. Ich sitze mit drei Jungs am Tisch und mein Tee ist alle.
„Ihr seid doch alle tolle Jungs, ne?“
Abwartendes Nicken.
„Wer holt mir Tee?“
„Klar, mach ich.“

Abends sitzen wir in einer kleinen Runde zusammen.
„Oh man, ich habe gestern mein ganzes Bargeld gespendet, weil mich das Thema so mitgenommen hat, und jetzt kann ich mir nicht mal mehr ne Cola kaufen. Naja, die Kinder haben es nötiger als ich.“
„Darf ich dir was ausgeben?“

Heute werde ich nach Hause gefahren.
„Warte, ich trage dir deinen Koffer hoch.“
„Echt?“
„Ja klar.“

Hach, wie ist es schön, ein Mädchen zu sein.

Ich will gehört werden.

(Überarbeitung und Reblog eines Artikels vom 1. Januar 2012. Originalartikel.)

Das will ich.

Ich will, dass meine Worte nicht einfach nur Schallwellen sind. Ich will, dass sie einen Inhalt haben. Ich will, dass sie irgendwo ankommen und etwas bewegen, Menschen ermutigen oder provozieren. Ich will, dass meine Worte nicht einfach egal sind.

Ich will, dass meine Bilder nicht einfach nur Farben sind. Ich will, dass sie etwas darstellen, mehr als nur Striche und Flächen. Ich will, dass sie eine Wirkung haben, inspirieren, etwas auslösen. Ich will, dass sich Menschen an meine Bilder erinnern. Ich will, dass meine Bilder nicht einfach egal sind.

Ich will, dass meine Texte nicht einfach Buchstabenketten sind. Ich will, dass sie irgendwo ankommen und etwas hervor kitzeln. Ich will, dass sich Menschen darin wiederfinden. Ich will, dass Wahrheit und Schönheit darin steckt. Ich will, dass meine Texte nicht einfach egal sind.

Ich will, dass ich nicht einfach ein Mensch bin. Ich will eine Stimme haben. Ich will, dass ich wahrgenommen werde. Ich will etwas verändern, Menschen berühren, herausfordern, ermutigen. Ich will für manche Menschen wichtig sein. Ich will geliebt sein. Ich will, dass ich nicht einfach egal bin.

Das will ich.

Eine einzige Person, die von meinen Worten bewegt wurde.
Eine einzige Person, die von meinen Bildern inspiriert wurde.
Eine einzige Person, die sich in meinen Texten wiederfindet.

Eine einzige Person, für die ich nicht egal bin.

Das will ich.

Es gibt Jungs

Jungs in meinem Alter gibt es viele. Doch es gibt welche, die sind einfach anders.

Sie haben einen aufrichtigen Blick. Das sind Augen, die dich nicht beobachten, um den neusten Klatsch aufzuschnappen oder um dich bloßzustellen. Das sind Augen, die an dir interessiert sind, wohlwollend und neugierig sind. Augen, in die du gerne siehst.

Ihre Gesichter sind nicht darauf getrimmt, Masken aufrecht zu erhalten oder dich zu täuschen. Das sind Gesichter, die dazu gemacht sind, die Welt und dich anzulächeln. Ja, auch ihr Lächeln ist ehrlich. Sie lächeln, weil du es bist.

Und hinter ihren Augen und ihrem Lächeln ist ein Charakter, dem du trauen kannst. Da will dich jemand persönlich kennen lernen, statt einfach andere auszufragen. Da kann auch mal einer schweigen, wenn etwas nicht für andere Ohren bestimmt ist. Da ist jemand mutig und macht den Mund auf, wenn er etwas mitteilen will. Er gibt sich nicht damit zurfrieden, ein Rudeltier zu sein und nur von seinen Gefühlen und den Ansichten anderer gesteuert zu sein. Er zieht dir den Stuhl zurück, wenn du die Hände voll hast. Er darf auch mal über dich lachen, weil du weißt, dass er es gut mit dir meint. Er steht zu seinen Freunden und verleugnet sie nicht, nur weil es irgendjemandem nicht in den Kram passt. Und er steht zu sich selbst und seinen Hobbys, Ansichten und Fähigkeiten. Er schämt sich nicht, weil er gerne singt oder ein Schreiberling ist. Er spielt dir nicht vor, jemand anderes zu sein. Und du kannst ihm auch nichts vorspielen, weil er es durchschaut. Du kannst dich mit ihm einfach unterhalten, und, auch wenn er nicht dein Freund ist, dich geborgen bei ihm fühlen, weil er ein Junge auf dem Weg zu einem echten Mann ist.

Ja, wirklich, solche Jungs gibt es.

Man muss sie nur erst mal finden.

wohltuende Worte

„Hey, wo hast du diese Decke her?“
„Die lag hier rum.“
„Gibts da noch mehr von?“
„Nein, ich glaube nicht. Hier, nimm meine.“
„Ach Quatsch, behalte ruhig.“
„Sina, du bist die Frau und du verdienst es.“
„Danke.“

Du hast ja keine Ahnung, wie gut mir dieser Satz getan hat.

Die kleinen Weisheiten

Egal, was du kannst – es gibt immer einen Asiaten, der es besser kann.

von Großbruder, nachdem wir das Gewinnervideo eines Coverwettbewerbes gesehen haben und der Gewinner – natürlich – Asiat war.

(Warum poste ich eigentlich so viel über Großbruder?)