Kinderbuchhelden

Mädchen aus Romanen, die ich bewundere und bewundert habe, sortiert nach dem Zeitpunkt, als ich sie kennen gelernt habe.

Ronja aus Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren. Liebe Astrid, du hast wirklich viele, wundervolle Bücher geschrieben, die jedes Kind vorgelesen bekommen sollte, aber Ronja Räubertochter ist einfach das Beste. Ronja ist sehr treu in ihrer Freundschaft. Stur, aber treu. Passt zu mir. Anfangs ist sie ein bisschen naiv, doch später beginnt sie, die Dinge zu verstehen. Sie ist klüger als ihr Vater, und sie hat einen viel sensibleren Gerechtigkeitssinn als er. Sie wird sehr wütend, als sie erfährt, dass das Essen auf dem Tisch gestohlen ist. Irgendwie hat sie die ganze Räuberbande im Griff. Außerdem ist sie unendlich gerne draußen.
Letztens haben die kleinen Fußballjungs „Ronja Räubertochter, komma rüba!“ geschrien, als ich vorbei gegangen bin. Sie hatten ja keine Ahnung, dass ich mich darüber freuen würde.

Georg aus Fünf Freunde von Enid Blyton. Die einzigen Krimis, die ich jemals mochte. Georg (eigentlich Georgina, einen Namen, den es im Deutschen zum Glück nicht gibt) hat einen Charakter. Viele Buchfiguren haben keinen, aber Georg schon. Sie ist wild, stur, unnahbar, ungestüm und geht auch mal zu weit – aber wenn es drauf ankommt, steht sie für ihre Freunde ein und gibt alles für sie. Sie kennt Eifersucht, Neid, Trotz, Wut, die ganze Palette. Und das schleudert sie auch herum und bringt sie in Schwierigkeiten, aber was ich so unglaublich toll an Georg finde: Es hält sie nie davon ab, treu zu sein und alles, was sie hat, für ihre Freunde einzusetzen. Das Richtige zu tun. Außerdem ist mir ihre Jungenhaftigkeit sehr sympathisch. Und die Tatsache, dass sie das ganze Team auf subtile Weise lenkt und leitet, obwohl eigentlich Julius der Boss ist.

Zora aus Die rote Zora von Kurt Held. (Ja, grinst ihr nur, meine lieben Freunde aus der Kirche.) Zora ist ein Mädchen. Sie will hübsch sein, sie ist sensibel, sie will die Gruppe zusammen halten. Sie braucht Harmonie. Aber sie ist auch wild. Sie leitet diese Gruppe, die nach ihrem eigenen Gerechtigkeitssinn lebt. Einer der Jungs sagt an einer Stelle: „Ja, da oben hat sie ihr Lager. Aber sie lässt keinen drauf. An der Treppe ist die Grenze. >Ich will mein Lager ganz alleine haben<, hat sie gesagt, als Duro sich da oben einquartieren wollte, und als er doch hinaufging, warf sie ihn – ritsch, ratsch – wieder hinunter.“ Tja, sie lässt sich eben nichts gefallen. Und der eine oder andere aus meinem Umfeld behauptet, ich sei ihr ähnlich – wer weiß?

Jo aus Betty und ihre Schwestern von Louisa May Alcott. Sie hat so gruselig viele Gemeinsamkeiten mit mir! Sie ließt gerne und isst dabei oft Äpfel. UND sie schreibt. Sie ist sehr wild und „jähzornig“. Ich habe nie verstanden, was „jähzornig“ sein soll, aber in meiner Vorstellung ist das so etwas ähnliches wie trotzig und das bin ich auf jeden Fall. Wenn sie sich unbeobachtet fühlt, tanzt sie gerne. Sie hat ein loses Mundwerk und reitet sich gerne mal in Dinge rein. Sie hält zu ihren Freunden und ist bereit, die Menschen, die sie gerne hat, mit aller Kraft zu verteidigen. Und sie hat Probleme mit ihrer Identität als Frau – kenne ich durchaus. Außerdem kommt sie gut mit Menschen klar, mit denen sonst nur wenige Menschen zurecht kommen. Freundschaft und Familie hat bei ihr einen sehr hohen Stellenwert. Sie ist sehr liebevoll. Den einzigen großen Unterschied, den ich bis jetzt zwischen uns entdecken konnte, ist ihre Pferdevernarrtheit. Aber damals konnte man vielleicht auch noch Reiten lernen, ohne sich mit Zicken umgeben zu müssen. Wer weiß.

Donata aus Donata, Tochter Venedigs von Donna Jo Napoli, ein viel zu unbekanntes Buch. Donata ist eine Reiche-Leute-Tochter aus dem Jahr 1592 und sie ist ungeschickt, unmusikalisch und wissbegierig, also alles, was sie nicht sein sollte. Sie will raus aus ihrem Palazzo, der ihr wie ein Gefängnis erscheint, und so beginnt sie, sich regelmäßig in Fischerklamotten davonzuschmuggeln. Sie ist ein kluges und starkes Mädchen mit einem ungeheuren Wissensdurst. Gesellschaftliche Grenzen und das ganze Bildungs- und Rechtssystem durchdenkt sie und hinterfragt es. Und überhaupt stellt sie ganz viele Fragen. Und sie lernt einen jüdischen Jungen kennen. Und in der Sonne wird ihre Haut braun. Kurz gesagt: Sie passt nicht mehr zu dem, was von ihr erwartet wird. Als sie durch Verwechslungen dann auch noch den Mann heiraten soll, der ihrer eineiigen Zwillingsschwester zustünde, muss sie selbst anfangen, zu entscheiden, was richtig und was falsch ist. Sie hat so einen tollen Charakter.

Irgendwie ähneln sie sich, meine Bücherhelden. Ich würde sie gerne mal alle zusammen an einen Tisch zu Kakao, Kuchen und Äpfeln einladen. Wäre bestimmt spannend. Und explosiv. Oh ja, explosiv wäre es auf jeden Fall.

Aber ich mag explosiv.

taub.

Nimm die Stöpsel aus den Ohren und werde still.

Ich höre mein Leben wie eine Playlist auf meinen Kopfhörern, und du auch. Und mein Leben, meine Playlist mit den immer selben Liedern, macht mich taub. Sie macht, dass ich nur noch die Musik und mich selbst höre.

Es ist an der Zeit, die Kopfhörer von den Ohren zu nehmen und größer zu hören, größer zu denken als das eigene Leben. Weil – dann kannst du auch wirklich wachsen.

Schau her

Es tut so gut, mich zu zeigen. Es tut so gut, mich so zu zeigen, wie ich auch bin.

Zu sagen: Schau her, ich schreibe. Viel. Sehr viel. Das ist mir wichtig.

Schau her, ich filme, und es macht mir Spaß. Ich schneide stundenlang und schau her, so etwas kommt dabei raus.

Schau her, ich male. Und manchmal weiß ich erst drei Wochen später, was es bedeutet.

Schau her, ich glaube an Gott. Ja, und das ist für mich kein Hobby, sondern Leben.

Schau her, Menschenhandel und Lästerei machen mich wütend und schau doch her, wie ich bin, wenn ich wütend bin.

Und ich schau mal her zu Dir, denn ich bin an Dir interessiert. Erzähl mir was über Dich. Zeig Dich mal. Wie bist Du auch?

Wie kannst Du noch sein?

Happy Towel Day, Anhalter!

Ich weiß, wo mein Handtuch ist!

Ich weiß, wo mein Handtuch ist!

Ja, es ist wieder soweit! Hast du es dabei? :-)

Entweder du weißt Bescheid (hey, Freunde!) oder du denkst jetzt: „Towel? Heißt das nicht Handtuch? Was ist denn bitte ein Handtuch-Tag? Habe ich etwas wichtiges verpasst?“ – Jap, hast du. Und zwar die Anhalter-Staffel von Douglas Adams. Aber keine Panik! Bevor du jetzt verzweifelst, weil du immer noch nicht weißt, was da mit den Handtüchern soll, hier der entsprechende Artikel im Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis:

Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen. er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw., usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade „verloren“ hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.

Und deswegen nehmen Fans dieser Staffel jeden 25. Mai ihr Handtuch überall mit hin. Und ich bin dabei!

Du auch? :-)

PS: Schon mal irgendwo gehört, dass die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ bzw. der Sinn des Lebens 42 ist? Ja? Jetzt weißt du, wo es her kommt!

Verkriecht euch alle!

Los, verkriecht euch in euren Schlupflöchern, ihr Wettermuffel! Flüchtet vor dem Regen. Meckert darüber. Beklagt euch. Ja, so ists gut. Macht die Tür zu und am besten gleich auch die Vorhänge. Werft ja keinen Blick mehr nach draußen! Das würde euch bestimmt total schaden, glaubt mir. Und wenn ihr doch tatsächlich mal vor die Tür müsst, dann spannt Regenschirme auf und haltet sie so tief, dass ihr nichts mehr seht – nur noch den Boden vor euren Füßen. Schaut nicht auf!

Sonst merkt ihr womöglich noch, dass ich die ganze Welt für mich alleine habe. Und wie sehr ich das und den Regen genieße.

Einen Award

Best Blog AwardSchwarzeelster hat mir eine verpasst! Nee, eher einen. Einen „Best Blog Award“ – was eigentlich nur heißt, dass sie meinen Blog gerne mag. Danke für die Blumen!

Das ganze Ding ist eine Art Blogger-Kettenbrief-Sache, bei denen kleine Blogger sich gegenseitig ihre Leser weiterleiten. Eine coole Sache, wie ich finde. Wie soll man sonst tolle Blogs kennen lernen, wenn sie einem keiner empfiehlt?

Es gibt da so Regeln – darüber schreiben, 11 vorgegebene Fragen beantworten und 10 weiteren Bloggern eine(n Award) verpassen. Obwohl ich die Aktion mag, werde ich nicht mitmachen. Und zwar weil:

  1. Ich habe eine angeborene Abneigung gegen Kettenbriefe und Kettenmails und alles andere, was mit Ketten- anfängt und einer Nachrichtenform aufhört.
  2. Diese 11 Fragen, die man beantworten soll, sind offensichtlich auf Beautyblogs zugeschnitten – und ganz ehrlich: Ist das hier einer? – NEIN.
  3. WO soll ich bitte 10 Blogs herbekommen, die unter 200 Leser haben??? Ich lese insgesamt vielleicht 10 Blogs – weniger! Und außer meiner lieben Elster haben alle mehr Follower – weit mehr. Und jetzt einfach irgendwelche Blogs zu nehmen, die ich gar nicht wirklich kenne, ist auch doof. Wenn ihr, meine allerliebsten Leser, trotzdem mal wissen wollt, was ich so lese, sagt ruhig Bescheid. :-)

Deswegen – Danke, aber Nein, Danke.

Wenn man jetzt andere, spannendere Fragen hätte und nur drei weitere Blogs empfehlen müsste – dafür mit Begründung und ganz ehrlich – dann wäre es irgendwie effektiver und cooler. Meine Meinung. Ach, die Sina, alte Besserwisser-Pappnäsin. ;-)