Wenn große Brüder verliebt sind

Woran merkt man als kleine Schwester, dass der große Bruder verliebt ist?

Er schenkt dir auf einmal etwas zum Geburtstag, was er sonst kaum gemacht hat, und fragt nach, wie es dir gefallen hat. (Weil er das selbe seinem Mädchen schenken will.)

Er interessiert sich auf einmal für dich als Mädchen. Was ist dir wichtig, was ließt du, was magst du, wie bist du so? Wie sind Mädchen gestrickt? Was freut Mädchen?

Plötzlich ist er sympathisch, hilfsbereit, nett und charmant, als hätte man einen Schalter umgelegt. Und wir Schwestern fragen uns, wo so viel guter Charakter auf einmal herkommt.

Man kann mit ihm richtig reden. Vielleicht ist das nur bei meinem Bruder so, aber sehr lange war es kaum möglich, sich mit ihm normal zu unterhalten oder über ernstere Themen zu reden. Kaum ist er verliebt – zack, geht das.

Vielleicht spricht er auch mit dir darüber. Wie schwer es ihm fällt, geduldig zu sein, oder wie anstrengend es ist, immer den ersten Schritt machen zu müssen, aber dann auch wieder toll. Was er ihr schenken könnte. Dass er sie vermisst.

Und du als kleine Schwester denkst „Woooowoowow, wo kommt das alles auf einmal her?“. Klarer Fall – er ist verliebt. Genießt es, liebe Schwestern! Das fällt immer zu unseren Gunsten aus. Und wenn dein großer Bruder sehr unerträglich ist (und noch nie verliebt war): Habe Hoffnung und Geduld! Es kann sich noch viel ändern. :-)

Schenk-mir-was-Guide

Falls mir mal jemand was schenken will und nicht so wirklich weiß, was mir gefällt, darf er oder sie sich gerne nach diesem Guide richten. Er ist so ausgelegt, dass er länger funktioniert. Die Reihenfolge hat nichts zu sagen.

Idee 1: Bücher

Gute Idee! Da muss man allerdings auch so ein bisschen Bescheid wissen. Keine Krimis oder Thriller, kein Fantasy, kein Horror. Science Fiction nur, wenns echt überzeugend ist. Romane sind immer gut! Aber bitte nichts, was im zweiten Weltkrieg spielt. Diese Bücher sind mir zu anstrengend. Sonst: Was ihr denkt, was mir gefallen könnte. Wenn man die No-Gos von oben beachtet, kann man gar nicht mehr so falsch liegen. Übrigens: eBooks sind auch gut. Allerdings nicht von Amazon, weil ich kein kindle habe. Besonders englische Literatur ist als eBook cool, weil man durch längeres Draufhalten aufs Wort übersetzten kann – echt komfortabel. Hörbücher sind übrigens auch was ganz tolles!

Idee 2: Schmuck

Immer her damit! Am meisten trage ich Ohrringe. Da bin ich auch am meisten am experimentieren. Ketten sind auch gut, wobei ihr bei denen schon sicher sein solltet, dass mir die gefällt. Armbänder trage ich kaum, Ringe auch nicht. Aber Ohrringe sind toll!

Idee 3: Taschen

Wenn ich in irgendeiner Hinsicht dem Klischee einer Frau entspreche, dann bei Taschen. Ich liebe Taschen und ich habe immer zu wenig. In allen Größen benötigt. Nur her damit. Und solange sie nicht direkt nur nach Oma aussieht, habe ich da einen breiten Geschmack.

Idee 4: Badezusätze

Ich bade ab und zu echt gern, aber mein Taschengeld ist mir zu schade für die ganzen schönen Dinge, die man da noch so ins Wasser tun kann und die das alles schöner machen. Aber wenn man die geschenkt bekommt?

Idee 5: Musik

Ich bin unfähig, neue Musik zu finden, also dürft ihr mir ruhig helfen. Solange ihr Rap, HipHop und Soul vermeidet, bin ich sehr offen. Ich mag zum Beispiel Rock. Ihr wollt Bands als Anhaltspunkte? Einige Bands, die ich manchmal echt gern höre: The Afters, Relient K, Silbermond, Coldplay, Kutless, Lindsey Stirling, PianoGuys … Ich hab übrigens ein erhebliches Defizit an instrumentaler Musik. Helft mir ruhig aus.

Idee 6: Notizbücher

Notizbücher sind eine Leidenschaft von mir und werden ziemlich wahrscheinlich auch wirklich vollgeschrieben. (Okay, außer vielleicht sie sind kleiner als DIN A6-Format.) Damit seid ihr dann wirklich auf der sicheren Seite. :-)

Was sonst noch gut geht:

Blumen | Tücher | Kerzen | Künstlerbedarf (ruhig nachfragen, wo ich da gerade auf dem Trockenen sitze) | Kissen | Gutscheine (z.B. bei buecher.de. Da kaufe ich mir immer meine eBooks.) | Nagellack | Süßigkeiten | Kamera | Musikanlage | Abitur | Führerschein | Wohnung | eigenes Auto …

Vorsicht mit:

Deko. Dekorieren ist etwas, was mir ganz gut liegt, wo ich einen ganz eigenen Geschmack habe. Also lieber nur schenken, wenn ihr meinen Geschmack gut einschätzen könnt. Ansonsten lieber in eine andere Richtung gehen. Zu Deko gehören Souvenirs, Figuren, Fotorahmen, Kisten und Kästchen, Magneten, Lampen, all sowas eben. Allgemein alles, dessen Sinn hauptsächlich darin liegt, schön auszusehen.

Schlüsselanhänger. Ganz ehrlich? 60% aller Schlüsselanhänger dieser Welt sind potthässlich und weitere 35% okay, aber trotzdem nicht so, dass ich sie verwenden würde. Auch das ist wieder kein No-Go, sondern eher ein „Überlege gut, was bei Sina wohl zu den letzten 5% gehört!“.

Falls irgendjemand der Meinung sein sollte, man könnte mir mal Wein oder Sekt schenken, ich bin ja jetzt auch 16 – Nein. Einfach nein.

Also dann.

Jetzt wisst ihr Bescheid. :-) Die Liste ist keinesfalls vollständig und ganz persönliche Geschenke sind bei mir ganz hoch im Kurs. Der Guide ist also nur ne kleine Hilfe, die Sicherheit geben soll und dir auf die Sprünge helfen soll, wenn du gerade ideenbefreit bist. Er soll sozusagen die Trefferquote erhöhen. ;-)

Liebe Grüße an euch liebe Leute,
Sina

Nur mal n bisschen schwärmen

Bücher mit irgendwohin nehmen ohne große Gewichtszunahme oder Platzverlust in der Tasche? Sich dabei nicht mal zwischen den ganzen Lieblingen entscheiden müssen? Auch im Dämmerlicht lesen? Schriftgröße und Schriftart nach Belieben anpassen? Notizen und Markierungen hinterlassen, ohne das Buch zu verhunzen? Nicht suchen, wo man noch mal war? In der Öffentlichkeit lesen, ohne dass alle gleich das Buch erkennen? Von Zuhause ein Buch kaufen und sofort loslesen?

Ich kanns! Hach, ich liebe meinen neuen eBook-Reader!

Nur ein bisschen oft aufhängen tut er sich. Aber gut, ein kleiner Druck auf den Reset-Knopf unter der Klappe mit den Anschlüssen und 30 Sekunden später ist er wieder startklar. Da ist das schon okay, wenn der sich mal aufhängt.

Ich mag ihn. Nur expandiert er mein Leseverhalten erheblich. Plötzlich hab ich so wenig Zeit…

Die Sache mit der Geduld

Ich kann geduldig sein. Oft macht es mir nichts aus, länger auf ein Paket zu warten, ne Schulstunde auszusitzen oder ne halbe Stunde auf den Bus zu warten. Aber bei manchen Dingen – grrr …

Diese kleine Lücke, die so einige Menschen beim Reden machen. Ich sag was, und dann kommt erst mal nen Moment nichts, bis sie antworten. Selbst wenn es ganz simple Fragen sind. Wozu braucht ihr diese Lücke, Menschen? Klar, bei schwierigen Diskussionen oder Terminfragen muss man mal überlegen, aber bei ganz normalen Konversationen? Denkt ihr mechanisch oder was? Das kann doch nicht so schwer sein, ganz normal zu antworten! Ein Gespräch zu führen, ohne Pinkelpausen nach jedem Satz zu machen! Maaan.

Oder wenn Leute sich einfach dumm ausdrücken. Wenn ich sage, dass ich nach der sechsten Stunde aus habe und du feststellst, dass du noch länger hast, und dann sagst, dass ich gemein bin, dann ist das einfach nur dumm. Das hat mit Gemeinheit überhaupt nichts zu tun! Aber mal so gar nicht. Ich bin nicht gemein und das Leben ist auch nicht gemein. Ich weiß, dass du nur sagen willst, dass du auch gern jetzt schon aus hättest, aber warum musst du das so beschränkt ausdrücken?

Dann gibts da zum Beispiel noch diese Art von Reaktionen, bei denen du auch genauso gut ein Selbstgespräch führen könntest, nur dass das nicht so anstrengend ist. „Und dann ist mir das und das passiert, das hat mich total aufgeregt.“ „Ja, das ist ärgerlich.“ Ach so, ärgerlich ist das, ach wirklich? Ja nee, gut dass mir das nicht sowieso klar war. Danke für diese scharfsinnige Erkenntnis. „Mein Hund ist tot.“ „Wie traurig.“ Wow, ich bin stolz auf dich, dass du das bemerkt hast. Ja, solche Reaktionen gehören zu normalen Gesprächen dazu, aber nur mit so etwas kann man sich doch nicht unterhalten! Ich brauch Content, Leute!

Argh, da werd ich ungeduldig! Boah, wie mich solche Dinge manchmal aufregen! Schrecklich. Ich bin was Sprache und Kommunikation angeht recht gut, und wenn ich dann mit jemandem zusammen treffe, der da eher eine Schwäche hat, ist das garstig für mich. Das sind meine Geduldsproben, und ich hasse sie.

Touch the light

Es spielt keine Rolle mehr, wer ich nicht bin, was ich nicht kann und was ich nicht habe. Ich strecke meine Finger aus und berühre das Licht, die Farbe, die Töne.

Ein Lied, gesungen von einem Vater mit seiner kleinen Tochter, um einfach eine gute Zeit zu haben; ein Bild, gemalt, um zu geben, freizulassen und zurück zu bekommen; Gemeinschaft, weil Menschen beisammen sind, die sich wichtig sind, und sich das auch zeigen können.

Die Zweifel an mir bleiben, alles, wo ich nicht bin oder kann, wie ich will, natürlich bleibt all das bestehen, aber es spielt keine Rolle mehr. Es verliert an Bedeutung,

wenn ich meine Hand ausstrecke und das Licht berühre.

Und ich zeichne Linien

Und ich zeichne Linien in meinem Leben.
Ich habe kein Lineal, und so sind sie nicht gerade.
Meine Hände zittern.
Ganz unsicher, schief sind diese Striche, denn ich kann es nicht besser.
Irgendwas stimmt auch mit dem Bleistift nicht, und es gibt kein Radiergummi in dieser Welt.

Aber ich zeichne Linien in meinem Leben, trotzdem,
und sie laufen alle auf einen Punkt zu.
Es ist der Fluchtpunkt, mein Fluchtpunkt, mein ewiger, bleibender Fluchtpunkt,
zu dem ich laufe und in dem ich Ruhe finde.