Komm mit mir in die Tiefe

An meine Freunde.

Bitte komm mit mir unter die Oberfläche.

Bitte komm mit mir dorthin, wo man in die menschlichen Tiefen blicken kann, und sei mit mir dort. Ich will nicht allein sein an diesem Ort, wo ich nichts mehr verbergen kann. Ich habe keine Lust mehr, mich für mich zu schämen, nicht vor mir und nicht vor dir. Ich habe keine Lust mehr, das Gefühl zu haben, alle meine Gedanken und Gefühle und Ideen gründlich filtern und kontrollieren zu müssen, bevor ich sie dir mitteile, weil du mich sonst auf einmal ablehnen könntest. Immer mit der Lüge im Hinterkopf – wenn du mich nur wirklich kennen würdest, würdest du nichts mit mir zu tun haben wollen. Ich hab keine Lust mehr auf das Schauspielern einer idealisierten Version von mir selbst. Die bin ich nicht. Die gibt es nicht. Es gibt nur mich.

Bitte komm mit mir hinter die Fassade, dorthin wo es bröckelt und krumm und schief ist. Ich will in deine Augen sehen und mir dann ganz sicher sein können, dass du mich nicht verurteilst. Dass du nicht auf Abstand gehst, sobald es hässlich wird. Mein Kopf weiß schon lange von dir, dass du Gnade für mich hast, aber mein Herz muss noch nachziehen.

Ich will bei dir sein können ohne den verkrampften Versuch von Selbstbeherrschung. Ich will ganz frei sein können, ohne Angst, dass etwas Verborgenes, Hässliches seinen Weg an die Oberfläche findet. Ich will ganz entspannt sein können, weil ich weiß: Selbst wenn da etwas hochkommt, magst du mich immer noch, willst du mich immer noch zu deinen Freunden zählen.

Bitte komm mit mir, lerne mich mehr und ganz kennen, und bitte sei mit mir da wo ich bin.

Die Schönheit der Tränen

Was ich in den letzten Monaten über das Weinen gelernt habe.

Eine Träne löst sich aus einem Auge und läuft eine Wange hinunter. Dann eine weitere. Die Augen gerötet, die Iris leuchtender als sonst. Ein Mädchen weint.

Ihre Tränen sind ein Zeugnis. Sie zeugen davon, dass sie fühlt. In ihr, da ist etwas, das sie spüren kann, ein Schmerz, ein Leid, und sie nimmt es wahr. Sie ist nicht hart geworden. Sie ist nicht stumpf und bitter geworden unter dem Leben. Nein, sie hat etwas weiches in sich, etwas empfindsames, und manchmal tut das weh. Und dann weint sie.

Ihre Tränen sind offen. Sie sind ehrlich. Sie verbergen nichts, sondern sie tragen in aller Einfachheit und kindlicher Wahrhaftigkeit ihr Inneres nach außen. Sie sagen: Schau, so geht es mir gerade. Schau, das bin gerade ich. Etwas tut weh. Darum weine ich.

Darin ist etwas Heilsames verborgen, im Weinen, denn es bringt das Mädchen näher zu sich selbst. Sie kommt mit sich selbst in Kontakt, sie sieht sich, spürt sich, ist ehrlich mit sich. Das öffnet ihr den Weg, Frieden mit sich schließen zu können.

In einer ihrer Tränen kann jemand anders seine ganze Welt gespiegelt sehen. Wer immer sie kennt und so sieht, für den wird es intensiv sein, denn Tränen lassen ein empfindsames Herz nicht unberührt. Ein weiser und sensibler Mensch wird sie nicht verurteilen, ihre Tränen nicht fälschlicherweise mit Versagen gleichsetzen, sondern wird sie ehren für den Mut, dem Leben zu begegnen, und ihr so viel Schutz und Liebe geben, wie er gerade kann und sie gerade braucht. Ihre Tränen bringen sie näher zu anderen.

Sie weint, Träne für Träne, und sie ist schön. Die Schönheit der Tränen liegt in ihrem Bezeugen von Lebendigkeit, Weichheit und Ehrlichkeit, und all das ist ihr Wesen. Tränen sind schön, weil sie tröstlich sind, weil sie reinigen, weil sie verbinden, weil sie Liebe freisetzen.

Tränenflüssigkeit ist sehr salzhaltig. Wir sind das Salz der Welt, und manchmal sind Tränen das Salz der Seele, Perlen aus Wasser, wertvoll und gut.

Tränen lösen sich aus Augen und ein Mädchen findet eine Schulter zum Anlehnen.

„Backen“ mit Sina

Heute: Geburtstagstorte für einen Freund, der Computer Engineering studiert

Benötigt:
4 alte Motherboards (zu besorgen bei einem Hardware-begeisterten Kumpel, der Zugang zu dem Elektroschrott der Technik-AG in der Schule hat)
1 Kühler (bzw. das Blech davon, zu besorgen bei einem Bruder mit neuem PC)
1 Lüfter einer Grafikkarte (ebenfalls zu besorgen bei Bruder)
1 Ersatzdruckknopf einer Kinderhose (zu besorgen bei umsichtiger Mama)
1 Teelicht (findet man in der Regel in irgendeiner Schublade)
1 alte Kette, die man nie angezogen hat (findet man in der Regel in irgendeiner anderen Schublade)

Außerdem:
Metallsäge (am besten gleich mit Papa, der einem zeigt, wie man damit umgeht – „Geschwindigkeit, Sina, das ist nichts für Zaghafte!“)
Komisches Platinen-Einklemm-Befestigungs-Dingsbums (findet sich in des Vaters Werkstatt)
Heißklebepistole

Ich habe da mal was für Sie vorbereitet ...

Ich habe da mal was für Sie vorbereitet …

Special Features: Eineinhalb USB-Anschlüsse, Kondensatoren in Altersanzahl des Empfängers, VGA-Anschluss, Teelicht, das bei Bedarf per Druckknopf befestigt werden kann

Kann man bringen? – Kann man bringen!

Lebenshinterfragungen

Heute kam ich von der Schule und mein Leben war unglaublich anstrengend. All meine Aufgaben, die Leute, die Rolle, die ich in allem spiele … Ich grübelte über weitreichende Veränderungen nach. Es würde definitiv eine neue Perspektive in meinem Leben geben, eine neue Orientierung, eine ganz andere Art und Weise des Seins. Es wäre das einzig richtige, die Weiterentwicklung, die schon lange überfällig ist. Egal, wie hart es werden würde, ich würde es tun.

Dann hab ich zwei Stunden geschlafen.

Seitdem gehts mir wieder gut. Habe ne halbe Packung Tomaten gegessen und mit meiner Familie über Erbschaft im informatischen Verständnis diskutiert. Morgen Geburtstag von nem Kumpel feiern. Mein Leben ist schön.

Klippenmädchen

Eine liebe Freundin von mir malte mich mal vor einem Jahr oder so. Vielleicht ist es noch länger her. Sie ist ein bisschen jünger als ich, wir quatschen im Bus, und wenn es ihr schlecht geht, umarme ich sie.

Und das war, was im Gedanken an mich aus ihrer Hand hervorging:

Sina - Das Mädchen auf der Klippe

Sina – Das Mädchen auf der Klippe

Und ich liebe es.

Aus Schachmattundso wird Silbenreich!

Halt! Stop! Hiergeblieben!

Ja, es ist noch die richtige Seite. Dir hat keiner einen Streich gespielt. Ja, du bist noch bei „Schachmatt und so“, und hier schreibt immer noch Sina. Nur, dass es nicht mehr „Schachmatt und so“ heißt, sondern „Silbenreich“. Ich hab alles neu gemacht!

Wobei das eigentlich gelogen ist. Ich habe nicht alles neu gemacht. Da waren noch so einige andere Menschen beteiligt. Lasst mich euch die Neuigkeiten vorstellen, sodass ihr euch damit vertraut machen könnt.

Da sitzt auf einmal so ein rothaariges Mädchen oben auf der Seite. Das bin ich! Aus der Feder bzw. dem Pinsel von Chantal Meiners! Sie ist eine wundervolle Freundin und außergewöhnlich begabte Künstlerin, die sogar aus Deutsch-Arbeitsblättern wahre Kunstwerke erschaffen kann. Besucht sie mal auf DeviantArt (*klick*)! und grüßt sie da von mir!

Nicht nur ein neuer Header schmückt jetzt meinen Blog, sondern das ganze Design ist neu. Gefällts euch? – Falls ihr vermisst, was es früher alles rechts am Rand gab: Das gibt es jetzt ganz unten unter der Seite. Dafür verzichte ich jetzt auf meine geliebte „unendlich scrollen“-Funktion. Das bedeutet, ihr müsst jetzt selber blättern. Schafft ihr!

Meine „Über Sina“-Seite ist auch neu! Nicht mehr ich stelle mich selbst vor. Das haben jetzt mal meine Freunde übernommen. Jeder, der Zeit hatte, hat einen oder ein paar mehr Sätze über mich geschrieben, um mich euch vorzustellen. Schaut mal rein! (Shortcut: *klick*)

Und zu guter Letzt hab ich auch eine neue Domain.

Willkommen auf silbenreich.net ! :-) Kommt rein, fühlt euch wohl, stöbert und kommentiert! Es macht Spaß mit euch.

Eure Sina