Unter meinem Mantel

Unter meinem Mantel, da sieht es manchmal ganz anders aus, als man so denkt. Warm ist es, denkt man, aber manchmal ist es auch ganz kalt. Von irgendwo her ist eine Kälte hinein gekommen – oder viel eher ist einfach die Wärme gegangen – und kalt ists, kalt, und mein Herz friert.

Das ist manchmal, und das war lange. Unter meinem Mantel, da ists manchmal aber auch ganz warm. Kalt ists, denkt man, weil sie sich so einwickelt, irgendwie so abweisend, in sich ist. Das stimmt aber eigentlich gar nicht, denn die Momente gibt es, wo ich mich an einem inneren Feuer wärme, von dem man vielleicht gar nichts weiß. Vielleicht brauch ich grad gar keinen, der mir da rein quatscht. Vielleicht reicht es mir.

Unter meinem Mantel, da erlebe ich manchmal Licht und Dunkelheit, Genießen und Leiden, Hoffen und Verzweifeln, von dem man alles gar nichts sieht, gar nichts weiß, und es nicht mal ahnt. Menschen schauen mich an und meinen zu verstehen und sind irritiert, wenn ich dann doch anders bin, als sie dachten. Am Besten verstehen mich die, die wissen und damit rechnen, dass da noch viel mehr Sina ist als ihr Erleben von mir.

Unter meinem Mantel, da ists manchmal ganz anders, als man so denkt. Da ist mehr. So viel mehr noch. So viel mehr noch Sina, und eng ziehe ich diesen Mantel um mich, lasse die Blätter, den Regen und die Schneeflocken fallen

und bin.


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