War sein Geld wert

Hallo liebe Menschen,

ich würde gerne mit euch die Produkte teilen, die mein Leben so richtig besser machen. Also nicht alle, sondern nur die, die der ein oder andere vielleicht von allein nicht auf dem Schirm hat. Ich glaube, das wäre ein sehr langweiliger Artikel, wenn ich euch begeistert von Waschmaschinen oder Wärmflaschen erzählen würde. Let’s go! (Keine besondere Sortierung, nicht gesponsert.)

Konzert-Ohrenstöpsel
Und zwar nicht nur bei Konzerten, sondern immer, wenn mir danach ist. Wenn ich länger an großen Straßen entlanglaufen muss, wenn im Hörsaal die Akustik zu schlecht gelöst ist oder wenn ich Zug fahre. Mein Gehör ist empfindlich und ich genieße es, wenns ruhig ist. Trotzdem will ich noch alles wichtige mitbekommen. Konzert-Ohrenstöpsel sind eine sehr einfache und angenehme Lösung. Meine sind Alpine Party Plugs (Pro?). Das Material, das sie nutzen, finde ich am angenehmsten im Ohr.

Thermo-Sitzkissen
Das verwende ich vor allem auf den Holzstühlen in der Uni. Es ist leicht, dünn und kann eigentlich nichts, außer eben den Po warm halten. Und das sehr gut. Macht mir viele Vorlesungen gemütlicher. Meins gabs mal bei Aldi.

Menstruationstasse
Ich staune immer wieder, dass es Frauen in Deutschland gibt, die Menstruationstassen (oder einfach Cups) nicht kennen. Mit einem Cup spart man viel Geld und steckt nicht in Schwierigkeiten, wenn Sonntagmorgens die Tampons oder Binden alle sind. Ich kombiniere meinen an Wasserfall-Tagen noch mit einer Binde oder Slipeinlage, aber da reicht dann auch eine für den ganzen Tag. Einfach, günstig und nachhaltig. Keine Ahnung, von welcher Firma meiner ist. Hab nur noch den Cup, und da stehts nicht drauf.

Trackle
Okay, das braucht jetzt ein paar Sätze Erklärung. Es geht um natürliche Verhütung. Der Vorteil von natürlicher Verhütung ist, dass man seinem Körper nichts zuführt, was unerwünschte Nebenwirkungen produzieren kann. Der Nachteil ist, dass die Zuverlässigkeit von der eigenen Disziplin abhängig ist. Für die Symptothermale Methode (die verbreiteste natürliche Verhütungsmethode) muss man jeden Morgen um die selbe Uhrzeit aufwachen und seine Körpertemperatur messen, ohne sich zu viel zu bewegen. Es sei denn, man hat einen Trackle. Den trägt man nachts wie ein Tampon, und tadaaa – veränderter Schlafrhythmus, keine Disziplin am frühen Morgen, alles egal. Zusammen mit ein bisschen Vaginalschleim beobachten spuckt einem eine App dann sehr genau aus, wann man fruchtbar ist und wann nicht. Damit kann man dann machen, was man will – verhüten, Kinder zeugen, you name it. Es ist fantastisch. Mein Trackle ist von Trackle, denn das Produkt heißt wie die Firma. You’re welcome.

Tageslichtlampe
Im Sommer liegt die bei mir im Keller und im Winter macht sie mich glücklich. Scheint nämlich so zu sein, dass im Winter selbst Mittags bei Sonnenschein die Sonne in unseren Breiten für das Wohlergehen unserer Psyche nicht hell genug ist. Das behauptet zumindest die Tageslichtlampenlobby. Ich hab tatsächlich das Gefühl, dass die Lampe meine Stimmung etwas hebt und stabilisiert. Und selbst wenn das nur Einbildung sein sollte: Ich genieße es einfach, davor zu sitzen. Meine ist von Philips und hat mir schon drei Winter treu gedient.

Irgendwas für dich dabei gewesen? Und gibts vielleicht was, was du nutzt und von dem ich eventuell noch nichts weiß?
Immer her damit!
Eure Sina

Ein Luftballon aus Licht

Frost liegt über der Stadt. Er durchdringt den Boden, lässt die Luft klirren und die Autos glitzern. Viele Fenster sind warm erleuchtet. Ich pflücke mir eins und laufe mit einem Luftballon aus Licht durch die Straßen. Bäume stehen dort wie stille Tänzer in Startposition, scheinen zu warten auf Musik und Wind und Frühling. Ein paar Jugendliche mit lauten Stimmen verschwinden in einer trüben Einfahrt zwischen steif herab geneigten Häusern. Ein Bus rauscht vorbei und es wird wieder still. Auf dem Asphalt schimmern kleine Eiskristalle weiß im Laternenlicht.

Ich fühle mich, als würde ich durch ein Gemälde laufen. Oder durch ein Gedicht. Meine Hand wird kalt und ich nehme die Schnur meines Luftballons aus Licht in die andere Hand.

Es ist still. Diese Stille ist so schön, weil niemand sie füllen muss. Alles, was ist, ist schon genug: Die Fenster, die Bäume, die Straßen, der Frost. Dazwischen laufe ich. Ich muss lächeln, weil ich mich an die Reaktionen anderer Menschen auf solche Gedankenbilder erinnere, wenn ich es doch mal gewagt und sie ausgesprochen habe. „Typisch Sina: Bäume sind auf einmal Tänzer, erleuchtete Fenster kann man pflücken und die Welt ist ein Kunstwerk.“ Aber so ist es nunmal auch! Es ist eben eine stille Freude. Ich erdenke Farben und Stimmung und Worte und umspinne damit die Stadt und die Straßen. Mein Publikum ist mein Herz. Alles hier ist sich selbst genug, und in diesem Moment bin ich mir das auch.

Zuhause, ich komme zu Hause an. Ich lasse meinen Luftballon in den Nachthimmel steigen und sehe ihm nach, bis ich ihn von den Sternen nicht mehr unterscheiden kann.

Tränenspuren werden schneller kalt

Tränenspuren werden im Winter schneller kalt als der Rest des Gesichts.

Raureif. Als ich heute zum ersten Mal Raureif gesehen habe, musste ich lachen. Ich musste lachen, weil Raureif etwas so Schönes und Wunderbares ist und ich mich freue, dass es ihn gibt. Ich liebe den Winter und ich liebe die Kälte. Ich liebe es, mich dick einzupacken, bevor ich rausgehe, und mich dann mollig warm zu fühlen, während kalte Luft die Wangen streift.

Kalte Luft streift Tränenspuren. Eiskalte Linien. Schnell trockne ich sie ab.

Ich weiß einfach nicht, was ich dir antworten soll, wenn du mich fragst, wie es mir geht.

Winter.

Winter, das heißt Schnee.

Winter, das heißt hübsche Mädchen mit tollen Mützen und roten Wangen.

Winter, das heißt Männer, die sich benehmen wie kleine Jungs und Schneeballschlachten machen und Schlitten fahren.

Winter, das heißt Kuschelpullis.

Winter, das heißt verspätete Busse.

Winter, das heißt Langlaufski fahren.

Winter, das heißt Schlittschuh laufen.

Winter, das heißt Ruhe.

Winter, das heißt Vögel an den Meisenkolben etc. vor dem Küchenfenster.

Winter, das heißt Eiszapfen an der Regenrinne.

Winter, das heißt Schneeballschlachten, Schneemänner, Schlitten fahren, Iglus.

Winter, das heißt warme Schals und warme Jacken.

Winter, das heißt gemütliche Sofastunden.

Winter, das heißt Träumen.

Winter, das heißt Knirschen unter den Schuhsohlen.

Winter, das heißt Kälte.

Winter, das heißt verschneite Wälder.

Winter, das heißt vereiste Seen.

Winter, das heißt Luft, die das Gehirn und das Herz erfrischt.

Winter, das heißt Schneeprinzessin sein.

Winter halt.

create your own snowflake!

Hier.

Wenn du Schnee und unnötige, aber lustige Websites magst, dann bist du da genau richtig!

Man kann seine eigene Schneeflocke nach dem uralten Scherenschnittprinzip herstellen. (Dieses Prinzip gibt es wohl schon, seit es Schere und Schnipp gibt.) Und dann kann man (momentan) 11337211 andere Schneeflocken anschauen. Aus aller Welt, seit vielen Jahren. Und unter manchen Schneeflocken stehen nette Sachen wie Weihnachtsgrüße, kleine Nachrichten, kurze Gedichte oder so.

Und es ist total sinnlos und total Zeitverschwendung aber er ist TOLL!!!

Schnee … :-)

Flocke um Flocke um Flocke …

… schweben sie zur Erde, drehen noch ein paar Extrarunden, bevor sie sich dann sacht auf den Boden legen. Es werden mehr und mehr und mehr … die Erde wird weißer und weißer und weißer …

Und jede Flocke ist einzigartig! Eine Schönheit, die man nicht festhalten kann. Und wenn ich versuche, diese Schönheit möglichst ganz aufzunehmen – die Formen der Schneeflocken, jede anders, jede schöner, wie sie fallen und durcheinander wirbeln, wie sie alle harten Kanten zu runden Kurven machen, alles überdecken und sauber machen – dann werde ich glücklich und auch ein klitzekleines bisschen traurig, weil ich doch nur so einen kleinen Teil der Schönheit auffassen kann.

Und jede Flocke eine Liebeserklärung. Jede neu.

Für dich.