Genießt Weihnachten!

Ich wünsche euch allen, dass ihr ein tolles Weihnachtsfest habt, das ihr wirklich genießen könnt! Ich wünsche euch, dass ihr eine tolle und entspannte Gemeinschaft erlebt, dass ihr einen guten Hunger für das obligatorische Festessen habt, dass ihr mit euren Geschenken gute Treffer erzielt, dass ihr selbst auch schöne Geschenke bekommt, und dass eure Weihnachtsgottesdienste (falls ihr hingeht) irgendwie schön gestaltet sind.
Und falls nichts davon in Sicht ist: Hey, ist nur einmal im Jahr, schaffste.

Und ich wünsche euch und mir auch, dass wir das Geheimnis hinter Weihnachten mehr und mehr verstehen lernen. Hier als kleine Hilfe die niedlichste und herzigste Aufmachung der Weihnachtsgeschichte, die ihr in eurem Leben je sehen werdet.

(Und für Fortgeschrittene: Hier eine wundervolle Ergänzung dazu von den selben Kids.)

Frohe Weihnachten!

Eure Sina

10 Fakten über mich – Episode 2

1) Ich hasse es, zu telefonieren oder zu chatten. Ich mag es einfach nicht, mit jemandem zu kommunizieren, dessen Gesicht ich nicht vor mir sehe. Außerdem muss ich da immer alles ausformulieren, was man sonst mit einem Blick sagen könnte.

2) Lieblingstier: Elch. Schon live in der Natur gesehen. Tolle Tiere.

3) Ich bin eines von diesen Kindern, die nie an den Weihnachtsmann geglaubt haben.

4) Musik als Hintergrund geht bei mir gar nicht. Musik nimmt mich viel zu sehr ein, um mich dabei auf etwas anderes konzentrieren zu können.

5) Dorfkind! Zum Glück.

6) Ich hasse Fahrradfahren. Zum Glück muss ich das auch nicht. In meinem Dörfchen kommt man überall auch zu Fuß hin und für alles andere muss man eh Bus fahren.

7) Ich betreibe Stühlerassismus. Schwarze und dunkle Stühle sind blöd, helle sind gut. Ich schocke damit regelmäßig Leute, aber egal. (Das ist allerdings nur entstanden, weil bei uns in der Schule die hellen Stühle die neueren und bequemeren sind.)

8) Ich trinke Wasser. Immer. Ständig. Alle anderen Getränke trinke ich selten mehr als ein Glas.

9) Ich habe keinen Fernseher. Und wenn mal bei Freunden die Kiste läuft, bin ich auch froh drüber. Alter, was läuft da denn für ein Scheiß? Was ist das denn bitte für eine Zeitverschwendung?

10) Ich habe übertrieben viel Ahnung von Computerspielen, dafür, dass ich keine spiele. Ob meine Brüder daran Schuld sind?

___
Episode 1  2  3  4  5

Frohe Weihnachten!

Vielleicht gehts nur mir so, die einfach schon seit der Geburt mit der Weihnachtsgeschichte und sämtlichen abgeänderten Formen und Krippenspielen umgeben ist, aber mal im Ernst: Außer dem chemisch unbehandelten Original haben sich alle Formen so abgenutzt, dass ich sie einfach nicht mehr haben kann. All diese Krippenspiele oder erneuerten Formen wie „Weihnachten, wie es heute wäre“ oder „Das etwas andere Weihnachten“ und umgeschriebenen Versionen mit „Weihnachten aus Sicht der Hirten“ oder „Weihnachten aus Sicht der Engel“ oder „Weihnachten aus Sicht des Esels“ oder sogar in Gedichtform, das ist alles einfach nur so – ja, abgenutzt.

Faszinierend finde ich, dass sich das Original (ohne dazu erfundene Ställe, Ochsen und drei Könige) nicht abnutzt. Ich kann es jedes Jahr wieder hören, über Marias Einstellung zum Leben und ihren Mut staunen, über Josefs Glauben und seine Liebe … Jedes Jahr hat diese Geschichte eine etwas andere Bedeutung für mich, und dieses Jahr haut es mich irgendwie um, dass ich jetzt ungefähr in dem selbem Alter bin wie Maria damals. Ich.

Jedenfalls – oh happy day – ich freue mich. Über die Geschichte, über Weihnachten, über die nächsten Tage, Familie, Geschenke.

Fröhliche Weihnachten!

Glücklich.

Glücklich, weil …

  • ich dieses Jahr keine einzige Klausur mehr schreiben muss und damit einfach so ein Druck wegfällt.
  • bald Weihnachten ist und ich mich schon total drauf freue.
  • dann auch bald das neue Jahr anfängt und ich damit wieder eines beenden kann. 2012 – gebongt.
  • ich so tolle Freunde habe, die tolle Sachen für mich machen oder einfach da sind. Die mir und denen ich wichtig bin/ sind.
  • ich Geschenke vorbereite und das immer Spaß macht.
  • ich endlich wieder Zeit finde – zum Bloggen, Malen, Schreiben, Shoppen, Klavier spielen, Bibel lesen … zum Leben halt.
  • ich heute gut geschlafen habe.
  • ich mir keine Sorgen um irgendwas machen muss.
  • mein Zimmer endlich wieder mal so ordentlich ist, dass ich mich wirklich drin wohl fühle.
  • Schnee liegt.
  • ich recht gute Klausuren wieder bekomme.
  • ich eine wundervolle Gemeinde habe, die mir so krass viel gibt.
  • ich nach einem erfolglosen Versuch endlich neue Sachen zum Anziehen finde.
  • sich in meiner Stufe langsam herauskristallisiert, wer meine Freunde sind und wer nicht.
  • ich jetzt gerade einfach zu Hause sein kann.
  • meine Haare nicht mehr so lang sind.
  • ich mich geliebt und geborgen fühle.

Von Samichläusen, Discos und Gewalt unter Jugendlichen

(Mein Weihnachtsgeschenk an euch: Dieser Gastartikel von der unentdeckten Literatin Schildi (Schildkröte) aus Sparta.)

Endlich.

Die Läden haben uns schon sehr lange auf diese besondere Zeit vorbereitet. Weihnachtsmänner haben uns die neusten Produkte vorgestellt und Christbäume halten standhaft in unserem lokalen Schwimmbad die wohligen Tropenklimata aus.

Doch was ist, wenn man sich trotz des fürsorglichen Programmes sich nicht auf bestimmte Geschenke für bestimmte Personen festlegen möchte? Auch da hat man vorgesorgt! Gutscheine, wohin das Auge reicht. Manche laufen gar nie ab, manche zwei Tage nach Heiligabend, manche geben 80% Rabatt, andere weisen nur auf die Existenz des Ladens hin.

Ich erinnere mich auch immer wieder gerne an die alten Zeiten in der Pfadi zurück, als man im Wald den Samichlaus suchen musste und zur Belohnung in einer warmen Hütte am Waldrand die Leviten gelesen wurden und man vom Schmutzli eins mit der Rute aufs Dach bekam. Hach. Aber nach den Highlight folgte das eher Unspektakuläre, Zeitraubende Sackausleeren, Nüsschen und Mandarinchengefresseten und das Anfeuern des Schmutzlis, während er unsere Leiterinnen verprügelte.

Immer wieder werde ich daran erinnert, wenn ich durch Quartierstrassen fahre und mir ein Weihnachtsmann im Gartenzwergformat und mit der herrlich leuchtend blinkender Kulisse des Hauses ein „hohoho“ zuruft. Wehmütig sehe ich ihm jeweils nach und überlege mir, ob der echte Weihnachtsmann auch eine solche Disco bei sich zuhause hat.

Ihr seht, diese besondere Zeit erleuchtet nicht nicht nur kindliche Gemüter, sondern ganze Städte und Einkaufsmärkte. Die Wirtschaft wird angekurbelt, die Stromkosten haben längst die Höhe des K2 überschritten, Baumschulen werden gerodet.

Flexibel, wie unsere Gesellschaft ist, macht es keinen Unterschied, ob nun September oder Dezember ist.

Frohe Weihnachten!

________
Für Nicht-Schweizer:
Pfadi=Pfadfinder
Samichlaus= Sankt Nikolaus
Jemandem die Leviten lesen=jemanden zurechtweisen, ins Gewissen reden, ernsthaft ermahnen, tadeln, zusammenstauchen, zur Ordnung rufen
Schmutzli= Der Typ mit dem Sack, der Rute und dem Esel