Trailer für mein Leben 1

It’s gonna be wild!
It’s gonna be great.
It’s gonna be full of me.

Aus „Come away“ von Jesus Culture.

Schon seit ich dieses Lied das erste Mal gehört habe – das wird wohl vor so zwei bis zweieinhalb Jahren in meiner wundervollen Kirche gewesen sein – habe ich das Gefühl, dass das eine Art Vorschau auf mein Leben ist; dass diese Zeilen genau das beschreiben, was mich erwarten wird. Dieser Gedanke kam einfach so und seitdem muss ich immer wieder daran denken. „Me“ ist hier Gott. Es ist, als würde er zu mir sagen: „Es wird wild! Und großartig. Und ich bin voll dabei.“

Also dann – Ich freu mich drauf! :-)

Crying out – Bettina Martens

Ein Lied, das ist wie der innere Schrei eines Opfers des Menschenhandels.
Ein Video, das die Zerrissenheit der vielen Mädchen und Frauen zum Ausdruck bringt.
Ein Ergebnis, das gesehen werden will, damit Stimmen dagegen laut und lauter werden.

Ein Ergebnis, das trotz des schlimmen Themas wundervoll ist.

Und eine sprachlose Sina, die nichts weiß, was man da noch hinzufügen könnte.

Teilt es! Verbreitet es! Zeigt es der Welt!

Oder andersrum

Musik drückt aus, worüber besser geschwiegen worden wäre.

– Clara Schumann

So herum gedreht gefällt mir dieser Satz noch viel besser.

Kennt eigentlich irgendwer von euch ihre Geschichte?

Mit zehn Jahren begann sie ihre Karriere als Pianistin und wurde recht erfolgreich. Irgendwann heiratete sie den Musiker Robert Schumann, mit dem sie eine Reihe Kinder bekam. Er war neidisch auf ihre Erfolge als Musikerin und schränkte sie stark in ihrer Musikalität ein, doch sie liebte ihn. Nach einigen Jahren wurde er in eine Irrenanstalt eingewiesen – nach einem versuchten Selbstmordversuch, immer schlechter werdendem Gehör, Syphilis und einer eventuellen psychischen Erkrankung. Fakt ist: Wer in diesen Zeiten einmal in einer Irrenanstalt drin war, kam nie wieder heraus. Die Ärzte verweigerten Clara jeden Kontakt mit ihrem Mann, obwohl sie hartnäckig darauf bestand. Und so musste sie ihre Kinder alleine durchschlagen – als Musikerin. Als Frau in 19. Jahrhundert. Sozusagen als Witwe, später wirklich als Witwe. Viele Jahre. Sie gab Konzerte und Unterricht und komponierte. Sie hat sich in einer Welt durchgesetzt, wo sie ständig beweisen musste, dass sie als Frau auch etwas zu sagen hat und dass bei ihr die Musik spielt. Sie schaffte es und wurde alt damit.

Wenn ihr mich fragt: Diese Frau ist einfach bewundernswert. Und um auf das Zitat zurück zu kommen: Bei der Lebensgeschichte kann ich einfach verstehen, warum sie das gesagt hat.

Musikmoment

In wundervoller Musik vollkommen verloren sitze ich hier. Irgendwie weiß ich noch, dass ich noch Hausaufgaben machen muss, duschen muss, bald ins Bett sollte, und frage mich, warum Menschen sich überhaupt noch ein Leben machen, wenn es solche Musik gibt. Völlig in einer anderen Welt. An einem geheimen Ort, der nur einige Minuten existiert. Der einem nur kurz Einlass gewährt. Wundersam. Es gibt keine Worte dafür.

Dieser Moment, den man nur mit Musik erleben kann, die man wirklich liebt, und wenn man sich in sie fallen und sich von ihr wegtragen lässt. In meinem Fall klick. (Ich entdecke gerade instrumentale Musik für mich. :-))