Der Name ist Programm.

Also jedenfalls heute und jedenfalls in diesem Blog.

„Schachmatt und so“, das beschreibt haargenau, wie es mir gerade geht … Ich habe Glück, wenn gleich nicht mein Kopf auf die Tastatur fällt, und dabei habe ich heute Nacht irgendwas zwischen sieben und acht Stunden geschlafen. Ich habe die ganzen letzten Wochen keinmal unter sechs, vielleicht sogar keinmal unter sieben Stunden geschlafen! Das soll mir erst mal jemand nachmachen! Und trotzdem … Ich werde von Tag zu Tag müder. Und morgen habe ich noch bis viertel vor sechs Sport … (Seilchenspringen, die sinnvollste Sportart der Welt)

Heute würde ich aus dem „schachmatt“ auch gerne ein „schwachmatt“ machen … Habe ich mal erwähnt, dass ich dieses Wortspiel fast als Blogname genommen hätte? Aber dann hab ich mir gedacht: „Ey komm, das nervt dich schneller, als du weggucken kannst.“ und habs dann gelassen, Ich glaube, das war die richtige Entscheidung. :D (Wo kommt die Euphorie dieses Smilys her?)

So, ich lenke mich dann mal mit meinem liebsten Taxiblog von meinen Chemie-Hausaufgaben ab. (Der Unterschied zwischen Schmier- und Kernseife und ein Reaktionsschema zur Verseifung, höchst aufregend, vor allem wenn man keine Ahnung hat.)

Ich brauche einen neuen Schreibtischstuhl. Einen, auf dem man bei Bedarf zwischendurch schlafen kann.

Lauf, Kind, lauf.

(Ein Text vom 14. November 2011)

Lauf, Kind, lauf, wohin dich deine Beine auch tragen.

Die Gedanken schweigen dazu. Ich will raus, raus aus meinem Körper, will mich als ein Nichts aus Atemhauch und Illusion wegwehen lassen. Will alle Müdigkeit, alle Erschöpfung fallen lassen. Will mich nicht mehr so schlapp fühlen. Will aufstehen, aufsteigen, entgegen der Blätter, die in der Herbstluft zu Boden fallen, leicht, nicht mehr an meinen Körper oder an Naturgesetze gebunden, einfach so. Will nicht mehr den Kampf kämpfen, den Kampf gegen die Schlaflosigkeit, gegen die Erschöpfung, gegen das, was vielleicht irgendwann in einem Burn-Out endet. Will fliegen und mir alle Stimmen und Emotionen heraus blasen lassen, bis nur noch dieses eine Gefühl da ist.

Flieg, Vogel, flieg, wohin dich deine Flügel auch tragen.

Kann es nicht ertragen. Diese Schwäche. Dass ich es tun will, dass andere es von mir fordern, aber ich nicht kann, weil es nicht geht. Weil da eine Grenze ist. Weil da etwas im Weg ist. Zuviel Aufregung, zu viele Menschen, zu viele Stimmen, zu viele Dinge. Sie liegen auf mir, hindern mich daran, zu tanzen. Ich will sie abschütteln. Ich will keine schmerzenden Schultern mehr haben. Ich will wieder aufrecht stehen, nicht krumm. Ich will wieder Kraft haben, stark sein. Oder mich treiben lassen. Treiben lassen, den Fluss des Lebens, wo alles Böse und alles Schlechte am Ufer zurück bleibt und das Wasser mich durchspült und sauber macht, reinigt, von allem, was nicht wichtig ist.

Schwimm, Fisch, schwimm, wohin dich deine Flossen auch tragen.