was du nicht sagst

Hab mich verloren,
zwischen den Zeilen,
weil ich etwas gesucht habe,
was mir sonst entgehen könnte.

Hab verharrt
auf den unausgesprochenen Worten,
die bei mir andere sind
als bei dir.

Hab mich fangen lassen
von Aussagen,
die du nie gesagt,
nur angedeutet hast.

Hab meine Gedanken fesseln lassen,
weil du mir wichtig bist.
Doch werde sie loslösen,
damit ich frei sein kann.

Tieferschneid

Das zweischneidige Schwert,
mir in den Mund gelegt,
die heilende und die verletzende Klinge,

Das zweischneidige Schwert,
unter meiner Macht,
doch außer Kontrolle,

Das zweischneidige Schwert,
ein Tieferschneid,
das Blut und die Erde,

Das zweischneidige Schwert.
schlägt und schlägt zu.

Die falsche Klinge.

woandershin.

Will mich verkriechen, verstecken, verschwinden. Abhaun, in ein anderes Universum, in der es keine Zeit gibt, keine Eile und keine Sorgen. Keine Erwartungen. Will wegfliegen, raus aus dieser Welt. Woandershin, wo ich nichts sehen muss und nichts hören. Wo es ruhig ist, geborgen ist. Wo niemand nach mir fragt. Wo es keinen Wert gibt, den ich habe oder nicht habe, keine Schwächen oder Stärken. Kein Durchhalten. Wo ich mich ausruhen kann. Wo niemand ist, der mir Druck machen kann. Keine Vorstellung von mir, der ich genügen muss. Wo es dunkel ist, dunkel und leise. Und weich! Und entspannt. Tiefenentspannt.

Dorthin will ich, jetzt. Ich will, dass diese andere Welt mich aufnimmt und mich wiegt, bis alles von mir abgefallen ist, und noch länger. Eine kleine Ewigkeit.

Und dann will zurück hierher kommen und stark sein, voller Tatendrang, Energie und Präsens. Zurück kommen, und es schaffen können und Spaß daran haben. Frei sein von Schwäche und Ohnmacht. Mächtig will ich sein, mächtig und frei und schön.

Und ich selbst.

Zwei Welten

Stillstehen.
Zwischen zwei Welten.
Mit dem Kopf woanders als mit den Füßen.
Mit dem Herz woanders als mit dem Verstand.
Mit den Träumen woanders als mit dem Sein.
Jetzt.

Veränderung

Veränderung
durch deinen Mut
es zu wagen
Veränderung
durch deine Offenheit
dich einzulassen
Veränderung
durch deine Liebe
die dich umgibt
Veränderung
durch deine Hoffnung
dass es gut wird
Veränderung
durch deine Wünsche und Träume
die du anstrebst

Veränderung
durch mich.

Ich komme gerade von der Jugendkurzbibelschule wieder, und ich fühle mich verändert. Ich weiß nicht, ob es jemand anders merken wird, aber ich werde es merken, und das macht mich froh. Ich werde sie in guter Erinnerung im Herzen tragen, als Station auf meinem Weg zum Ziel.

bitter-süß

(Ist mir heute an der Bushaltestelle eingefallen) 

Wenn sich die Süße des Lebens
mit der Bitterkeit des Herzens
nicht verträgt
Ein Kampf
Wer aufgibt

Und du sagst:
„Was für ein schöner Tag heute!“
weil du nicht weißt
was geht.