Mal wieder Geburtstagskreativität

Es soll häufiger vorkommen, dass Sina kreative statt teure Geschenke macht – was nicht nur an ihren finanziellen Verhältnissen liegt, sondern auch an ihrem Spaß an allem, wo irgendwie Herzblut und Idee drin steckt. Aufmerksamen Lesern dieses Blogs dürfte in letzter Zeit schon einmal so ein Geschenk untergekommen sein – siehe hier eine Art Geburtstagstorte.

Diesmal musste ein Geschenk her für die Freundin, die schon am allerlängsten von allen an meiner Seite ist – so eine wirklich richtig gute. Hier ein Teil von dem, womit ich sie beschert habe:

Eine Tasche für all das, was Frauen so fürs allgemeine Wunderschön-Fühlen in ihrem Gesicht auftragen

Eine Tasche für all das, was Frauen so fürs allgemeine Wunderschön-Fühlen in ihrem Gesicht auftragen. Schminke und so.

Die Tasche gekauft, gemalt selbst – gut, was?

Und wie auch schon bei der Elektro-Torte schwanke ich im Nachhinein zwischen „Boah, echt genial geworden“ und „Oh man, das war peinlich“. Das ist wahrscheinlich einfach so bei Kreativität. (Oder geht das nur mir so?)

But who cares – Happy Birthday, beste Sarah von der Welt, ich feier dich!!! Es ist ein Traum, dich an meiner Seite zu haben.

Eine Klebeband-Pflanze und Wie Menschen wachsen

Nein, der schwarze Streifen da unten war nicht ich. Der war da vorher schon.

Nein, der schwarze Streifen da unten ist nicht von mir. Der war da vorher schon.

Bei einem Kreativprojekt vor ein paar Tagen habe ich diese Pflanze geschaffen. Sie besteht auf Tape und klebt an einer weißen Wand. Irgendwann wird die Pflanze ein Baum sein.

Wachstum ist ein bisschen so ein Lebensthema von mir, glaube ich. Es ist mir total wichtig, selbst zu wachsen, und ich liebe es, andere Menschen zu Wachstum herauszufordern.

Das Bild eines Baumes für das Wachstum eines Menschen ist so faszinierend und erlaubt so viele Parallelen.

Worin schlägst du deine Wurzeln? Was sind die Nährstoffe, die du aufnimmst? Sei weise, denn du bestehst zu großen Teilen aus dem, was zu aufnimmst, sei es auf materielle oder immaterielle Sicht. Sind deine Wurzeln tief genug, um Widerstand und Widrigkeiten standzuhalten oder bist du leicht zu erschüttern und zu manipulieren? Wächst du an einem Fluss mit gutem Wasser oder eher in der Wüste? Und bringst du gute Frucht, bewirkst du etwas? Oder anders gesagt: „Multiplizierst“ du dich? Ich meine jetzt nicht nur in Bezug auf Nachkommen, sondern auch in Bezug auf die Auswirkungen deines Handelns und deiner Worte und auf die Weitergabe deiner Gaben und Kenntnisse. Das, was du hervorbringst und tust (die Blätter), gibt es dir Kraft (durch Photosynthese)? Sei weise, denn es fällt auf dich zurück: Die Blätter, die welken und zu Boden fallen, sind der Boden, auf dem du wächst, sind die Nährstoffe, die du aufnimmst. Und dein Stamm: Ist er stabil? Hält er alles in gutem Gleichgewicht, das Innerliche und das Äußerliche, dich selbst und was du tust, die Wurzeln und die Baumkrone? Hält er alles zusammen und geht es dir eher so, dass zwischen deinen Wurzeln und deiner Baumkrone die Verbindung fehlt? Zu viel Blätter auf zu wenig Wurzeln ist zerstörerisch, und zu viel Wurzeln auf zu wenig Baumkrone ist der reine Frust.

Oder anders: Die kleine Pflanze braucht Schutz, guten Boden, Licht und die richtige Menge Wasser, um zu wachsen. Ohne geht es nicht. Hat sie das nicht, wird sie entweder krüppelig oder geht ganz ein. Bekommt sie jedoch, was sie braucht, kann sie zu einem mächtigen Baum heranwachsen. Doch auch der ist nicht unverwundbar. Kriegt er nicht mehr genug Wasser und schlägt er seine Wurzeln nicht tief und stabil genug, ist ein machtvoll erscheinender Baum schnell mal vorüber, mehr eine heuchlerische Erscheinung als eine erhabene Macht. Und gefällt werden kann er sowieso immer.

Oder noch anders: Was ist deine Art, zu wachsen? Man kann keine wachsende Eiche dazu zwingen, eine Buche zu werden. Sie wird sterben, wenn man es versucht. Auch wenn kleine Sprösslinge irgendwie alle gleich aussehen (Laie, ich weiß), sind sie später doch total unterschiedlich und von ganz vielfältiger Relevanz. Und bist du eine Eberesche, macht es kein Sinn, eine Trauerweide werden zu wollen. Wenn du eine Rotbuche bist, versuche nicht, Mangos hervorzubringen. Jeder Baum hat seine ganz eigene Berechtigung und jeder Vergleich ist rational gesehen völliger Unsinn. Und jeder hat auch so sein ganz eigenes Umfeld, indem er aufgeht. Jeder Versuch, einer Baumart das Umfeld einer ganz anderen Art aufzuzwingen, ist vertane Zeit, vertane Arbeit und vertanes Potential.

Ihr seht schon, dieses Bild eines Baumes hat mich ziemlich begeistert. Aber hey – warum sagt man sonst: Ein Mann wie ein Baum? Ein reifer Mensch ist stabil wie ein Baum, bietet Schutz wie ein Baum, er bringt gute Früchte hervor und er ist einfach ein schöner Anblick.

Wenn ich groß bin, will ich genau so werden.

Nähen und so.

Als ich heute Mittag auf den Bus gewartet habe, war da plötzlich so eine Idee.
Sechs Stunden später: Here we are!

Und das ohne Maßband, Schnittmuster oder Vorlage ... :-)

Und das ohne Maßband, Schnittmuster oder Vorlage … Ich bin stolz auf mich :-)  (Zum größer und schärfer ansehen aufs Bild klicken!)

Na, was sagt ihr dazu?

Momentaufnahme einer Künstlerin

In einem systematischen Chaos liegen Farben, Pinsel, Lappen, Pappteller und Plastikbecher um mich herum, und vor mir eine weiße Leinwand, noch völlig weiß, alles ist möglich. Die Farbe auf meiner Haut wirkt wie teures Balsam. Es macht ein leises Geräusch, als ich mit der Farbe über die Leinwand streiche, und irgendetwas, irgendwo in mir

kommt nach Hause.

was du nicht sagst

Hab mich verloren,
zwischen den Zeilen,
weil ich etwas gesucht habe,
was mir sonst entgehen könnte.

Hab verharrt
auf den unausgesprochenen Worten,
die bei mir andere sind
als bei dir.

Hab mich fangen lassen
von Aussagen,
die du nie gesagt,
nur angedeutet hast.

Hab meine Gedanken fesseln lassen,
weil du mir wichtig bist.
Doch werde sie loslösen,
damit ich frei sein kann.

Was ich schön finde

Persönliches Nein hierzu:

1. Lippenstift. Ganz ehrlich: Lippen haben Lippenfarbe zu haben. Wenn man diese ein wenig abändert – okay, kann ich mich mit anfreunden. Aber knallrot, babyrosa oder gar schwarz? Finger weg, bitte.

2. Colour-Blocking. Damit meine ich jetzt die Version, bei der man einfach nur Hinguckfarben anzieht, (die finde ich cool,) sondern die Version, wo sich alles schön beißt. Ich mag einfach nicht, wenn das nicht passt! „‚Augenkrebs“, haben wir früher gesagt. Vielleicht etwas zu gemein ;-)

3. Richtig hohe Schuhe. Ich gebe zu: Es gibt Frauen, die das tragen können und damit echt gut laufen können! Aber die allermeisten schwanken darauf rum wie ich früher auf Stelzen oder laufen wie ein Storch. Und das ist dann eher gut für die Belustigung anderer als für die eigene Schönheit ;-)

Persönliches Ja hierzu:

1. Selbstgemachte und selbstumgestaltete Sachen. Dafür! Werdet kreativ, malt eure Hosen an, schneidet was ab, näht was um, strickt euch was, wie auch immer. Gerade das Anmalen von Hosen finde ich einfach mega gut. Ich mag einfach dieses persönliche und kreative daran.

2. Frisuren. Ich mag einfach das Gestalten von Haaren. Ob Dreads (Dreads! <3), kreative Dutts, Zöpfe oder sonstige Frisuren und allen erdenklichen Formen – toll! Ich finde es echt schade, wie gleich und einheitlich viele Mädels aussehen. Es gibt so viele tolle Möglichkeiten, und trotzdem sehe ich fast nur schräges Pony, Seitenscheitel, etwas stufig und lang. Traut euch was!

3. Seelenstyling und -hygiene. Das klingt wieder so floskelmäßig, aber Schönheit ist nun mal keine reine Aussehenssache, sondern hat so viel mit den zu tun, was von innen kommt. Und wenn eine Frau von innen heraus schön ist, verkrafte ich auch schwarzen Lippenstift, einen gelb-lila Pulli und einen Gang wie bei Hochsee. ;-)

Keine Angst, ich werde das hier NICHT (niemals! bloß nicht!) zu so einem Mode-Lifestyle-Irgendwas-Blog machen. Das war nur so ein kleiner Exkurs. Meine Meinung zum Thema Mode generell lasse ich bei meinem Vorausblick auf das Modejahr 2014 durchscheinen. (Achtung! Leichte Anflüge von Sarkasmus und Ironie sind zu berücksichtigen!)