Menschen gegen Menschen

So ein sinnloser, sinnloser Kreislauf.

Immer das selbe.

Menschen, die von Unverständnis geprägt sind. Menschen, die andere permanent abwerten. Menschen, bei denen man einfach nicht weiß, was in ihnen vorgehen könnte.

Menschen, die nicht um die Macht ihrer Wörter wissen. Menschen, die denken, sie könnten andere Menschen in gut und böse einteilen. Menschen, die meinen, andere richten und beurteilen zu dürfen.

Menschen, die andere dafür richten, dass sie richten. Menschen, die das alles nicht verstehen. Menschen, die das gar nicht bewirken wollten, was sie bewirkt haben.

Menschen, die langsam vollständig zerstört werden. Menschen, deren Inneres von Worten zerfetzt ist. Menschen, die die Hoffnung verlieren.

Menschen, Menschen, Menschen. Immer neues Mobbing, immer neue Täter, immer neue Opfer. Immer neue Fälle, die kein Mensch zu verstehen vermag. Immer neue Medien, die das alles unauslöschlich speichern und nie in Vergessenheit geraten lassen.

Und immer neue Wut in mir.
Und Hilflosigkeit. Ich kann das nicht verstehen. Dieses Täter-Opfer-Muster ist nicht immer einfach so anwendbar. Das alles funktioniert nicht so schwarz-weiß. Ich wage es nicht, irgendjemanden anzuklagen, weil ich weiß, dass das alles viel zu komplex für ein menschliches Gehirn ist. Ich kann mich nicht für besser halten. Ich weiß doch nichts! Ich weiß nur, wie sehr Menschen unter den Worten anderer Menschen leiden können. Ich weiß, was für Wunden ein paar Worte in einem Herz hinterlassen können. Und ich weiß, dass das, was der andere als Scherz oder harmlosen Kommentar versteht beim anderen der Tropfen sein kann, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Menschen tun sich soviel Leid gegenseitig an. Manche realisieren es nicht. Manche tun es ganz bewusst. Und ich verstehe das alles nicht.

Und die, die dagegen aufstehen, sind entweder falsche Schlangen oder gehen spurlos in der Masse unter wie ein Tropen im Ozean. Es ändert sich doch nichts.

Oder etwa doch?