Winter.

Winter, das heißt Schnee.

Winter, das heißt hübsche Mädchen mit tollen Mützen und roten Wangen.

Winter, das heißt Männer, die sich benehmen wie kleine Jungs und Schneeballschlachten machen und Schlitten fahren.

Winter, das heißt Kuschelpullis.

Winter, das heißt verspätete Busse.

Winter, das heißt Langlaufski fahren.

Winter, das heißt Schlittschuh laufen.

Winter, das heißt Ruhe.

Winter, das heißt Vögel an den Meisenkolben etc. vor dem Küchenfenster.

Winter, das heißt Eiszapfen an der Regenrinne.

Winter, das heißt Schneeballschlachten, Schneemänner, Schlitten fahren, Iglus.

Winter, das heißt warme Schals und warme Jacken.

Winter, das heißt gemütliche Sofastunden.

Winter, das heißt Träumen.

Winter, das heißt Knirschen unter den Schuhsohlen.

Winter, das heißt Kälte.

Winter, das heißt verschneite Wälder.

Winter, das heißt vereiste Seen.

Winter, das heißt Luft, die das Gehirn und das Herz erfrischt.

Winter, das heißt Schneeprinzessin sein.

Winter halt.

Spezielle Momente

Wenn man plötzlich bemerkt, dass es halb elf ist und man in der Waschküche Seilchen springt, weiß man, dass es wieder mal an der Zeit ist, über sein Leben nachzudenken.

Der Name ist Programm.

Also jedenfalls heute und jedenfalls in diesem Blog.

„Schachmatt und so“, das beschreibt haargenau, wie es mir gerade geht … Ich habe Glück, wenn gleich nicht mein Kopf auf die Tastatur fällt, und dabei habe ich heute Nacht irgendwas zwischen sieben und acht Stunden geschlafen. Ich habe die ganzen letzten Wochen keinmal unter sechs, vielleicht sogar keinmal unter sieben Stunden geschlafen! Das soll mir erst mal jemand nachmachen! Und trotzdem … Ich werde von Tag zu Tag müder. Und morgen habe ich noch bis viertel vor sechs Sport … (Seilchenspringen, die sinnvollste Sportart der Welt)

Heute würde ich aus dem „schachmatt“ auch gerne ein „schwachmatt“ machen … Habe ich mal erwähnt, dass ich dieses Wortspiel fast als Blogname genommen hätte? Aber dann hab ich mir gedacht: „Ey komm, das nervt dich schneller, als du weggucken kannst.“ und habs dann gelassen, Ich glaube, das war die richtige Entscheidung. :D (Wo kommt die Euphorie dieses Smilys her?)

So, ich lenke mich dann mal mit meinem liebsten Taxiblog von meinen Chemie-Hausaufgaben ab. (Der Unterschied zwischen Schmier- und Kernseife und ein Reaktionsschema zur Verseifung, höchst aufregend, vor allem wenn man keine Ahnung hat.)

Ich brauche einen neuen Schreibtischstuhl. Einen, auf dem man bei Bedarf zwischendurch schlafen kann.

da tun sich Abgründe auf.

Ich wusste ja schon immer irgendwie, dass ich recht sensibel bin, aber jetzt zu wissen, dass ich zu einer 15-20%igen Minderheit der Bevölkerung gehöre, die „hochsensibel“ ist, ist noch mal eine ganz andere Dimension.

Ganz kurze, grobe, unzureichende Erklärung des Wortes: Bei hochsensiblen Menschen fehlen Filter im Gehirn, die „unnötige“ Informationen ausblenden. Das führt dazu, dass sie Lärm- und Kälteempfindlicher sind, bei Menschen viel schneller Stimmungen und Gefühlslagen wahrnehmen und sämtliche Informationen reflektieren, analysieren und ausführlich verarbeiten. (Und noch tausend andere Folgen.)

20%! Das sind sechs Leute aus meiner Klasse, 42 aus meiner Stufe, 320 an meiner Schule und 30000 aus meiner Stadt! Und ich dachte immer, dass ich irgendwie anders bin, komisch, und ziemlich alleine damit. Aber es ist wohl wissenschaftlich irgendwie stichfest, dass es eine klare Abgrenzung zwischen denn einen 15-20% und denn anderen 80-85% gibt – ohne jeden fließenden Übergang. (Das war wohl eine Studie in Bezug auf Schmerzgrenzen bei sehr hohem Reizeinfluss – also Lärm und sehr schnellen Bildern.) Warum kann trotzdem kein Mensch was mit diesem Wort anfangen? Warum werden mit dem Adjektiv „sensibel“ oft nur weinende Mädchen vor Liebesschnulzen assoziiert?

Ein bisschen Internetrecherche später ist mir auf einmal einiges klar:
Warum ich immer und überall die Tür zumachen muss.
Warum ich in vollen Restaurants nicht gut essen kann.
Warum ich manchmal auf Dinge antworten muss, die der andere doch gar nicht gesagt hat.
Warum mich kleine Unvollkommenheiten im Regal oder an einer Lampe oder so manchmal in den Wahnsinn treiben.
Warum ich Abends nicht ins Bett gehen will.
Warum ich Sachen immer unbedingt richtig machen will.
Warum ich im Gegensatz zu vielen anderen Menschen einen echten Zugang zu Kunst habe.
Warum mir Harmonie so übertrieben wichtig ist.
Warum sich Hunger bei mir so stark auf meine Gemütslage auswirkt.
Warum ich von anderen gerne als „gute Zuhörerin“ beschrieben werde.
Warum mich das Ticken von Uhren so nervt.
Warum ich es schwer in der Pausenhalle unserer Schule aushalte.
Warum ich Schule so viel anstrengender empfinde als mein Praktikum mit psychisch kranken Menschen oder die Besuche an der Arbeit meiner Mutter.
Warum ich so viel schlechter in allem bin, wenn ich dabei beobachtet werde.
Warum ich so oft das Gefühl habe, dass ich viel mehr Innenleben habe als die meisten anderen Menschen.

Ich fühle mich plötzlich so verstanden!
Und das hängt alles irgendwie mit meiner Hochsensibilität zusammen. Hm. Da eröffnen sich Welten!

Überall, auf sämtlichen Seiten wird geschrieben, dass so gut wie nie alle Kennzeichen von Hochsensibilität zutreffen. Was bei mir ja erst mal so gar nicht zutrifft: Ich wurde sicher nicht von Eltern und Lehrern als „schüchtern“ bezeichnet. :D Schon Leute, die mich fünf Minuten kennen, wissen, wieso. Und leicht erschrecken tue ich mich auch nicht gerade. Auch träume ich nicht.

Ich muss mir wirklich von der einen Freundin dieses Buch zu dem Thema ausleihen. Wenn ich mich in einer Stunde Internetrecherche schon so wiederfinde, was ist dann wohl mit einem ganzen Buch?

Ach Leutkens, ich beginne gerade, mich selbst zu verstehen. Hach wie schön. Ich bin plötzlich so normal … Und auch wieder nicht.

Sina ist hochsensibel.
Ich wiederhole das jetzt in meinem Kopf, bis ich mich daran gewöhnt habe. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. Sina ist hochsensibel. …

nicht am Mitdenken

Manchmal … weiß ich nicht mehr so genau, ob ich mir noch die Mühe machen soll, mich zu erklären. Diese Menschen, die einen berichtigen, weil sie glauben, sie hätten Recht, und einen dann herablassend auslachen, obwohl sie totalen Müll erzählen.

SoWi, Bildbeschreibung.
Ich: „Man sieht ein Schiff im Vordergrund … blablabla“
Junge von zwei Plätze weiter: „Ach, das hätte ich jetzt selber nicht gesehen… Dumm, ey.“
Aufgabenstellung, du Horst…?

Chemie. Schülerversuch. Zwischendurch einer dieser herrlich ironischen Gespräche mit meiner Chemielehrerin.
Lehrerin: „Der gefährlichste Stoff der Welt ist ja bekanntlich H2O.“
Eitel-Mädchen: „Hä, wieso?“
Lehrerin: „In jeder Krebszelle ist H2O drin. Und es ist nachgewiesen, dass jeder tote Mensch vor seinem Tod H2O zu sich nimmt.“
Ich muss lachen. Der Humor dieser Lehrerin ist köstlich.
Ich: „Genauso, wie der gefährlichste Ort der Welt das Bett ist.“
Lehrerin versteht, grinst.
Eitel-Mädchen: „Pff, Sina, haha … kein Sinn oder so?! Haha! H2O im Bett, haha!“
Ähm … nachdenken hilft weiter!

Nervt!

Eigentlich fehlt mir noch eine dritte Anekdote, damit dieses Posting irgendwie „rund“ wird, aber mir sind heute eben nur diese beiden Sachen passiert und auch sonst erinnere ich mich an nichts. Sorry, Kinder, heute nur die halbe Portion Schokolade.

Schneller als … weißichauchnichtwas

„Softwareupdate von Thunderbird – Es wird dringend empfohlen, es schnellstmöglich zu installieren. Jetzt aktualisieren“

Klick.

„39 Sekunden verbleibend.“

…konnte ich gerade so erlinsen, bevor der Vorgang 0,67321024 Sekunden später äbgeschlossen war.

Hach, ich liebe meinen neuen PC. :-)

da nutzen wir doch einfach mal den weiblichen Scha(r)m

Liebe Mädels,

kennt ihr diese Situation? Ihr müsst auf Toilette – dringend, wegen leicht rötlichen Gründen – und das Bad ist besetzt? Warten ist aber ungünstig?

Genau das hatte ich eben. Und der, der sich im Bad eingeschlossen hatte, war mein kleiner Bruder. Und: Er war schon längst fertig, kam aber nur deswegen nicht raus, weil er mich ärgern wollte. Was macht man da?

Flucht nach vorne: Schocktherapie.

„Kannst du mir dann wenigstens mein Zeug rausgeben?“

„Was fürnn Zeug?“

„Meine Tampons.“

Gelächter, irgendwo zwischen pubertär, überrumpelt und angeeckelt, und weil er so perplex war, hat er sogar aufgeschlossen und ich konnte ihn endlich rausschmeißen.

Lustig, wenn man auch noch weiß, dass der Kurze seit zwei Wochen im Stimmbruch ist und sich auch sein Lachen dementsprechend anhört.

Hach. Familienleben.