Ausgezeichnet

bildschirmfoto-2016-01-21-um-18-30-013Bald zwei Monate schon befindet sich Silbenreich in einer Art Winterstarre (was Sinn machen würde, wenn gerade Winter wäre, aber da es in Malaysia niemals Winter wird, ist das wohl unglaubwürdig). Jedenfalls erreichte mich heute ein Kommentar: Ich wurde einmal mehr für den Liebster-Blog-Award nominiert, eine Art Blogger-Vorstellungs-und-Weiterempfehlungs-Kettenbrief. Normalerweise ignoriere ich diesen Award, aber da es diesmal zuallererst einmal jemand ist, den ich aus dem echten Leben kenne und schätze, und er zum zweiten Mal die Fragen speziell für mich formuliert hat, kann ich nicht anders, als zu antworten. Sagt danke zu Markus, dass er mich aus meiner Bloggen-Starre holt, und besucht seinen Blog Tiefenreich *klick*!

1. Warum bloggst du?

Worte machen Spaß. Worte machen Spaß, wenn ich Wege finde, sie lebendig werden zu lassen und ein ganz bestimmtes Gefühl oder einen ganz besonderen Moment einzufangen. Worte machen Spaß, wenn ich merke, dass sie in anderen etwas bewegen und sie dadurch reicher werden. Worte machen Spaß, wenn ich sie später noch einmal lese und sie die Bedeutung eines alten Briefes bekommen haben.

2. Was sind die Themen, mit denen du dich auf deinem Blog auseinandersetzt?

Mir geht es um alles, was den Menschen innen drin wirklich bewegt. Dabei gehe ich immer von mir aus und hoffe, dass es da draußen Menschen gibt, die sich darin wiederfinden. Welche Themen kommen dabei herum? Menschen, Schönheit, Durcheinander, Liebe, Scheitern und Mut. Lebensmomente und Innereiengemüse.

3. Hast du einen besonderen Lieblingsbeitrag?

An dieser Frage habe ich am längsten gesessen. Entstanden ist eine Top 5 aus meinen über 400 Artikeln:
5. Poesiegedanken, Fliegenmafia und allesistbeknackt – uralt und eine Art Grundstein meines Blogs.
4. Der junge, intellektuelle, moderne Mensch – Gesellschaftskritisch. Hat von allem am meisten Wellen geschlagen.
3. Windräder und verendete Helden – weil dieser Text einfach einen langen Nachklang bei mir hatte.
2. Ampeln sind immer rot – ein Text, der so ganz mein Herz war und den ich einfach lieb gewonnen habe.
1. Eine entdramatisierte Liebeserklärung – meinen Lieblingsjungstext, den ich ehrlich meinte und mit zitternden Händen veröffentlicht habe.

4. Was hat es mit deinen etwas ungewöhnlichen Kategorien auf sich?

Hach ja. Man muss schon ein wenig suchen, um sie überhaupt noch zu sehen. Meine Beiträge sind in Smiley-Kategorien eingeordnet. Der Gedanke dahinter war, die Beiträge auf diese Weise nach ihrem Grundgefühl zu sortieren. Alles, was nicht in einem Smiley zusammengefasst werden konnte, habe ich unter „#“ gepostet. Seit das aber fast alle Beiträge sind, nutze ich mein Kategoriensystem nicht mehr besonders aktiv.

5. Was macht dir am Bloggen am meisten Spaß?

Am meisten Spaß macht es, wenn ich höre, dass Menschen in meinem Blog Worte für sich selbst finden. Und wenn ich merke, dass ich besser im schreiben werde.

6. Was fällt dir am Bloggen am schwersten?

Wahrscheinlich wenig überraschend – dran bleiben. Regelmäßigkeit.
Manchmal ist es auch, dass ich nichts brauchbares zusammengeschrieben bekomme. Entweder ist es mir zu persönlich oder Müll.

7. Welche Bedeutung spielt Gott in deinem Leben?

Gott – oder um es etwas spezifischer zu sagen: Jesus – ist für mich Anfang und Ende von allem. Gäbe es ihn nicht, ich wüsste nicht, woher ich Kraft und Hoffnung nehmen sollte. Ich wüsste nicht, wo ich nach Frieden suchen soll, wie ich das Leben aushalten soll und wer ich überhaupt bin. Ohne Jesus würde ich an mir und dem Leben verzweifeln. Mit ihm habe ich Ziel, Hoffnung und Grund, durchzuhalten. Mit allem, was ich bin und tue, will ich ihm Freude machen.

8. Was ist dein absolutes Lieblingsessen?

Da es mir hier in Malaysia so sehr fehlt: Gutes deutsches Brot mit Bergkäse oder Salami. Dazu Rohkost und unser wunderbares Leitungswasser. Amen!
Wenn ich wieder in Deutschland bin, dann werde ich wohl am allermeisten indisches Curry in irgendeiner guten Variante vermissen – zum Beispiel mit Roti, einer Art Fladenbrot, oder als Nasi Kandar, also mit Reis, verschiedenem Gemüse und Fleisch.

9. Was ist deine absolute Lieblingsfarbe und warum?

Seit Jahren schon grün. Weil grün Natur und Leben widerspiegelt. Weil das menschliche Auge grün in unglaublich vielen Facetten wahrnehmen kann. Und weil die Farbe mir gut steht. Wenn es irgendetwas in vielen Farben gibt, nehme ich fast immer grün. Alle grinsen schon darüber. Vielleicht heirate ich mal einen Marsmenschen, wer weiß.

10. Was war bisher der beste Tag in deinem Leben?

Ich liebe Anfänge.

Der eine Tag war der voller Zugfahren, Regenspaziergang und Grillen, der damit aufgehört hat, dass ich meinem Bruder im Auto erzählt habe, dass ich jetzt eine beste Freundin habe.

Der andere Tag war der voller Feiern und geliebter Menschen, der damit aufgehört hat, dass ich spät nachts im Sommerkleid an der verbliebenen Glut eines Lagerfeuers saß, die restlichen Marshmallows gegessen habe und voller Frieden und Hoffnung in eine spannende, ungewisse Zukunft geblickt habe.

Und dann gab es noch den Tag, an dem ich im Sommerlagersonnenuntergang meine lachende und weinende kleine Schwester im Arm hatte, die das erste Mal eine Ahnung davon bekommen hat, wer eigentlich Gott ist.

11. Was würdest du mit einer Millionen Euro machen?

Ich wäre so überfordert damit, dass ich meine besten Freunde und Mentoren zusammentrommeln und sie um Rat fragen würde, und danach – immer noch völlig überfordert – alles machen würde, was sie mir sagen. Das würde wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass ich einmal fett alle zum Essen einlade, ein bisschen was für Urlaub spare und mit dem Rest irgendwelche tollen Projekte und Organisationen und Ideen unterstütze. Oder so ähnlich.

Fertig! Ich nominiere niemanden und stelle keine Fragen. Ich sage nur danke an Markus für die Auszeichnung und an alle meine Leser: Hallo, hier bin ich wieder, jetzt gehts wieder los! :-)

10 Fakten über mich – Episode 2

1) Ich hasse es, zu telefonieren oder zu chatten. Ich mag es einfach nicht, mit jemandem zu kommunizieren, dessen Gesicht ich nicht vor mir sehe. Außerdem muss ich da immer alles ausformulieren, was man sonst mit einem Blick sagen könnte.

2) Lieblingstier: Elch. Schon live in der Natur gesehen. Tolle Tiere.

3) Ich bin eines von diesen Kindern, die nie an den Weihnachtsmann geglaubt haben.

4) Musik als Hintergrund geht bei mir gar nicht. Musik nimmt mich viel zu sehr ein, um mich dabei auf etwas anderes konzentrieren zu können.

5) Dorfkind! Zum Glück.

6) Ich hasse Fahrradfahren. Zum Glück muss ich das auch nicht. In meinem Dörfchen kommt man überall auch zu Fuß hin und für alles andere muss man eh Bus fahren.

7) Ich betreibe Stühlerassismus. Schwarze und dunkle Stühle sind blöd, helle sind gut. Ich schocke damit regelmäßig Leute, aber egal. (Das ist allerdings nur entstanden, weil bei uns in der Schule die hellen Stühle die neueren und bequemeren sind.)

8) Ich trinke Wasser. Immer. Ständig. Alle anderen Getränke trinke ich selten mehr als ein Glas.

9) Ich habe keinen Fernseher. Und wenn mal bei Freunden die Kiste läuft, bin ich auch froh drüber. Alter, was läuft da denn für ein Scheiß? Was ist das denn bitte für eine Zeitverschwendung?

10) Ich habe übertrieben viel Ahnung von Computerspielen, dafür, dass ich keine spiele. Ob meine Brüder daran Schuld sind?

___
Episode 1  2  3  4  5

10 Fakten über mich

1) Ich bin nur Rechtshänder, weil ich mir mit vier Jahren das linke Handgelenk gebrochen habe. Vorher habe ich meine Hände gleichberechtigt verwendet.

2) Ich bin ein Mädchen und hasse pink. Jap, und ich bin stolz drauf.

3) Ich kaufe keine Bücher, ich adoptiere sie. Ich habe nicht viele Bücher, aber die, die ich habe, werden mehrfach gelesen und liebevoll gepflegt. Sie werden auch nur sehr ungern verliehen. Ich habe irgendwie Angst, dass einem meiner Schäfchen etwas zustoßen könnte.

4) Das schlimmste, was mir je serviert wurde, ist Linsensuppe. Ich HASSE Linsensuppe. Legendär ist ein Zitat von mir von einer wirklich anstrengenden und ätzenden Fahrradtour: „Das ist schlimmer als drei Teller Linsensuppe.“

5) Meine Referate sind besser, wenn ich mich kaum darauf vorbereite. Erklär mir das mal einer.

6) Ich finde Schuhe irgendwie unnatürlich. Und hohe Schuhe erst recht. Wenn ich nicht so eine Frostbeule wäre, würde ich ständig barfuß rumlaufen.

7) Die Sportart, die mir bis jetzt am meisten zusagt, ist windsurfen. Dafür wohne ich nur leider am falschen Ort.

8) Egal, ob in der Schule, in der Kirche oder sonstwo: Ich bin immer die Jüngste im Freundeskreis. Das ist keine Absicht! Naja, oder ich bin mit Abstand die Älteste, aber das ist ja was anderes.

9) Ich bin immun gegen Motivationsversuche. Entweder bin ich motiviert oder nicht. Daran kann kein Mensch etwas ändern. Versuchs doch!

10) Wenn ich draußen mit jemandem durch die Natur gehe, fange ich manchmal an, einfach so Geschichten zu erzählen über das, was ich sehe. Meine Mama und mein großer Bruder können da ein Lied von singen. Und die sind gar nicht mal so schlecht! Also mein Bruder meinte irgendwann, das wäre Roman-tauglich.

___
Episode  2  3  4  5